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Alveolarfortsatz
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Alveolarfortsatz ist der zahntragende Anteil von Maxilla und Mandibula und besteht aus Kompakta, Spongiosa und der Lamina dura als Alveolenwand. Er entsteht mit dem Zahndurchbruch und bildet sich nach Zahnverlust wieder zurück. Über die Sharpey-Fasern des Parodontalligaments ist er funktionell mit dem Zahn verbunden.
Blutversorgung des Gesichtsschädels
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Blutversorgung des Gesichtsschädels wird primär durch Äste der Arteria carotis externa gewährleistet, ergänzt durch kleine Endäste der Arteria carotis interna im Stirn- und Orbitabereich. Das zentrale Gefäß für die tiefen Gesichtsstrukturen, die Zähne und die Kieferknochen ist die Arteria maxillaris. Die oberflächlichen Gesichtsweichteile werden im Wesentlichen durch die Arteria facialis sowie die Arteria temporalis superficialis versorgt.
Dentin und Odontoblasten
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Dentin ist ein mineralisiertes, avaskulaeres Gewebe, das den Hauptteil des Zahnes bildet und die Pulpahoehle umschliesst. Es wird zeitlebens von den Odontoblasten synthetisiert, deren Zellkoerper am Rande der Pulpa liegen und ihre Fortsaetze in die Dentinkanaelchen entsenden. Der anorganische Anteil liegt bei ca. 70 Gew.-% Hydroxylapatit, der organische Anteil besteht ueberwiegend aus Typ-I-Kollagen.
Gaumen
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Gaumen trennt Mund- und Nasenhöhle und gliedert sich in den knöchernen harten Gaumen und den muskulären weichen Gaumen. Der harte Gaumen wird von Processus palatinus der Maxilla und Lamina horizontalis des Os palatinum gebildet. Der weiche Gaumen verschließt beim Schlucken den Nasenrachenraum.
Kaumuskulatur
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die eigentliche Kaumuskulatur umfasst vier paarig angelegte Skelettmuskeln, die embryologisch aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) hervorgehen. Zu dieser Gruppe zählen der Musculus masseter, der Musculus temporalis, der Musculus pterygoideus medialis und der Musculus pterygoideus lateralis. Sie steuern die komplexen Bewegungen der Mandibel wie Mundschluss, Mundöffnung, Protrusion, Retrusion und Laterotrusion.
Kiefergelenk Anatomie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) ist ein echtes, inkongruentes Doppelgelenk, das die Mandibel beweglich mit dem Os temporale verbindet. Die Gelenkflächen werden durch die Fossa mandibularis, das Tuberculum articulare und das Caput mandibulae gebildet. Ein biconcaver Discus articularis aus dichtem faserigen Bindegewebe unterteilt die Gelenkhöhle vollständig in eine diskotemporale und eine diskomandibuläre Kammer. Der Überzug der Gelenkflächen besteht im Gegensatz zu den meisten anderen echten Gelenken aus Faserknorpel.
Kieferhöhle
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Kieferhöhle ist die größte Nasennebenhöhle und liegt im Körper der Maxilla. Sie ist mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidet und mündet über das Ostium im mittleren Nasengang. Ihr Boden steht in enger Beziehung zu den Wurzelspitzen der oberen Prämolaren und Molaren.
Lymphabfluss der Kopf-Hals-Region
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Lymphabfluss der Mundhöhle erfolgt über regionäre Lymphknotengruppen, insbesondere submentale, submandibuläre und zervikale Stationen. Von dort gelangt die Lymphe in den Truncus jugularis und schließlich in den Venenwinkel. Die Kenntnis der Abflusswege ist für Entzündungs- und Tumordiagnostik gleichermaßen wichtig.
Mundboden
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Mundboden wird muskulär vom Musculus mylohyoideus gebildet, der als Diaphragma oris zwischen den Unterkieferhälften ausgespannt ist. Darüber liegen die Glandula sublingualis, der Ausführungsgang der Glandula submandibularis und der Nervus lingualis. Die Ansatzlinie des Muskels an der Linea mylohyoidea trennt topografisch bedeutsame Räume.
Mundschleimhaut Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Mundschleimhaut gliedert sich histologisch in ein mehrschichtiges Plattenepithel, eine unterlagernde bindegewebige Lamina propria und stellenweise eine verschiebliche Submukosa. Je nach lokaler mechanischer Belastung unterscheidet man kaufunktionelle (verhornte/paraverhornte), auskleidende (unverhornte) und spezialisierte Mundschleimhaut (Zungenrücken). Die Verhornung kann als Orthoverhornung (ohne Zellkerne im Stratum corneum) oder Paraverhornung (mit erhaltenen pyknotischen Kerne) vorliegen.
Nervus lingualis
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Nervus lingualis ist ein sensibler Ast des Nervus mandibularis und versorgt die vorderen zwei Drittel der Zunge, den Mundboden und die linguale Gingiva. Ihm schließen sich die Fasern der Chorda tympani an, die Geschmacksempfindung und parasympathische Innervation der Speicheldrüsen vermitteln. Er verläuft ohne knöchernen Schutz dicht unter der Schleimhaut im Bereich des dritten Molaren.
Nervus trigeminus Verlauf
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Nervus trigeminus ist der V. Hirnnerv und führt gemischt-sensible sowie motorische Fasern für die Versorgung des Gesichts, der Mundhöhle und der Kaumuskulatur. Nach dem Austritt der Radix sensoria und Radix motoria aus dem Pons zieht er zum Ganglion trigeminale (Gasseri) in der Impressio trigemini der Felsenbeinpyramide. Dort teilt er sich in seine drei Hauptäste: Nervus ophthalmicus (V1), Nervus maxillaris (V2) und Nervus mandibularis (V3). Die motorischen Fasern schließen sich dabei ausschließlich dem V3 an.
Parodontales Ligament Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Das parodontale Ligament ist das straffe, zell- und gefaessreiche Bindegewebe im Spaltraum zwischen Wurzelzement und Alveolarknochen. Es besteht hauptsaechlich aus kollagenen Faserbuendeln, Fibroblasten, Gefaessen, Nerven sowie Malassez-Epithelresten. Seine Hauptfunktion ist die dynamische Verankerung des Zahnes sowie die sensorische Rueckmeldung ueber Mechanorezeptoren.
Pulpa-Dentin-Einheit
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Pulpa-Dentin-Einheit beschreibt die funktionelle und embryologische Verknuepfung von Zahnpulpa und Dentin. Da die Odontoblasten mit ihren Zellkoerpern an der Pulpaoberflaeche liegen und mit ihren Fortsaetzen das Dentin durchziehen, reagiert das Dentin nicht passiv, sondern als lebendes System auf Reize. Morphologisch gliedert sich die periphere Pulpa in Odontoblastenschicht, zellarme Weil-Zone und zellreiche Zone.
Schmelz Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Zahnschmelz ist das haerteste Gewebe des menschlichen Koerpers und ueberzieht als avaskulaere, zellfreie Schicht die Zahnkrone. Er besteht zu ca. 95 Gew.-% aus anorganischem Hydroxylapatit sowie zu 5 Gew.-% aus Wasser und organischer Matrix. Die grundlegende strukturelle Einheit bilden die Schmelzprismen, welche von Sekretionsfortsaetzen der Ameloblasten gebildet werden.
Speicheldrüsen Anatomie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die großen paarigen Speicheldrüsen sind die Glandula parotidea, die Glandula submandibularis und die Glandula sublingualis. Sie produzieren zusammen mit den zahlreichen kleinen Speicheldrüsen der Mundschleimhaut den Speichel (Saliva) zur Nahrungsbefeuchtung und enzymatischen Initialverdauung. Histologisch unterscheiden sie sich grundlegend durch ihre azinöse Struktur in rein seröse, gemischt seromuzöse sowie vorwiegend muzöse Drüsen.
Zahnentwicklung (Odontogenese)
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Odontogenese beschreibt die komplexen epithelial-mesenchymalen Wechselwirkungen zur Ausbildung der Zaehne aus der primaeren Zahnleiste. Sie verlaeuft chronologisch ueber die Stadien des Zahnknospen-, Zahnkappen- und Zahnglockenstadiums bis zur Mineralisation. Das Schmelzorgan entstammt dem Ektoderm, waehrend Zahnpapille und Zahnfollikel aus dem Ektomesenchym der Neuralleiste hervorgehen.
Zement und Wurzelhaut
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Zement und Wurzelhaut bilden zusammen mit dem Alveolarknochen und der Gingiva den Zahnhalteapparat. Das Zement bedeckt als mineralisiertes Gewebe die Wurzeloberflaeche und dient der Verankerung der Sharpey-Fasern des Desmodonts. Die Wurzelhaut ist ein bindegewebiger Spaltraum, der den Zahn elastisch im Alveolarknochen aufhaengt.
Zunge: Muskulatur und Innervation
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Zunge besteht aus einer Binnenmuskulatur, die ihre Form verändert, und einer Außenmuskulatur, die sie im Raum bewegt. Die motorische Versorgung erfolgt überwiegend über den Nervus hypoglossus. Sensibilität und Geschmack sind auf mehrere Hirnnerven verteilt, was die Zunge diagnostisch besonders informativ macht.