Lexikon durchsuchen …
⌘K
Tooth of the Day
Wissen
452 Artikel · Begriff oder Frage eingeben
Vorklinik
Klinik
Fortbildung
Alle
Endodontie
Parodontologie
Zahnerhaltung
Prothetik
Oralchirurgie
Pharmakologie
Radiologie
Anatomie & Histologie
Physiologie & Biochemie
Propädeutik
Kieferorthopädie
Chirurgie – Spezialfälle
Kinderzahnheilkunde
Implantologie
Ästhetik
Funktionslehre & CMD
Alterszahnmedizin
Praxis & Abrechnung
Liste
Nach Cluster
Treffer (10)
Zurücksetzen
Aggressive Parodontitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die aggressive Parodontalerkrankung bezeichnete historisch eine rasch verlaufende Form des Parodontalgewebeabbaus bei meist jungen, systemisch gesunden Patienten. Nach der Klassifikation von 2018 wird diese Verlaufsform nun unter der allgemeinen 'Parodontitis' zusammengefasst und typischerweise als Stadium III oder IV mit hoher Progression (Grad C) klassifiziert. Sie zeigt oft eine familiäre Aggregation und ein Missverhältnis zwischen lokalen Belägen und Destruktionsgrad.
Alterszahnmedizin Grundlagen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Alterszahnmedizin befasst sich mit der zahnmedizinischen Betreuung älterer und häufig multimorbider Menschen. Sie berücksichtigt altersassoziierte Veränderungen von Zähnen, Schleimhaut und Speichelfluss ebenso wie Allgemeinerkrankungen, Medikation und Pflegebedürftigkeit. Das Behandlungsziel verschiebt sich von der maximalen Rekonstruktion hin zu Erhaltbarkeit, Hygienefähigkeit und Lebensqualität.
Diabetes mellitus und Mundgesundheit
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Diabetes mellitus und Parodontitis stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Ein schlecht eingestellter Diabetes verschlechtert die parodontale Situation über gestörte Immunabwehr, veränderte Kollagenbildung und die Wirkung fortgeschrittener Glykierungsendprodukte. Umgekehrt erschwert eine unbehandelte Parodontitis durch ihre systemische Entzündungslast die Blutzuckereinstellung.
Dysphagie und Aspirationspneumonie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs, die im Alter durch nachlassende Muskelkraft, Koordinationsstörungen und neurologische Erkrankungen begünstigt wird. Gelangt Material in die Atemwege, kann sich eine Aspirationspneumonie entwickeln. Deren Erregerspektrum stammt zu einem erheblichen Teil aus dem oralen Biofilm, womit die Mundhygiene unmittelbar pneumonieprophylaktisch wirkt.
Kariesrisiko
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Das Kariesrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines Individuums, in einem definierten Zeitraum neue Kariesläsionen zu entwickeln oder ein Fortschreiten bestehender Läsionen zu erfahren. Es wird durch ein Zusammenspiel von biologischen, Verhaltens- und sozioökonomischen Faktoren bestimmt. Die Einschätzung dient der Zuordnung zu Risikogruppen und der Steuerung präventiver Maßnahmen.
Lingualnerv
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Nervus lingualis ist ein sensibler Ast des Nervus mandibularis (V3 des N. trigeminus). Er innerviert sensibel die vorderen zwei Drittel der Zunge, den Mundboden und die linguale Gingiva der Mandibel. Zudem führt er sensorische Geschmacksfasern aus der Chorda tympani mit sich.
Morbus Parkinson in der Zahnmedizin
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Der Morbus Parkinson führt über Rigor, Tremor und Bradykinese zu erheblichen Einschränkungen der Mundhygienefähigkeit. Hinzu kommen Schluckstörungen, eine verminderte automatische Speichelclearance mit Sialorrhoe sowie eine oft ausgeprägte Xerostomie durch die anticholinerge Begleitmedikation. Die Kombination erhöht das Karies- und Parodontitisrisiko deutlich.
Osteoporose und antiresorptive Therapie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Osteoporose wird im Alter häufig mit antiresorptiven Substanzen behandelt, vor allem Bisphosphonaten und dem RANKL-Antikörper Denosumab. Beide hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenumbau. Für die Zahnmedizin ist das relevant, weil der Kieferknochen bei chirurgischen Eingriffen dann verzögert oder unzureichend heilt und eine Kiefernekrose entstehen kann.
Parodontitis-Assoziation
Parodontologie
Prüfungsfokus
Parodontitis-Assoziation bezeichnet den klinisch und wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der chronisch-entzündlichen Parodontitis und verschiedenen systemischen Erkrankungen. Die Dissemination parodontopathogener Bakterien und Zytokine über den Blutweg bildet die pathophysiologische Grundlage dieser Wechselwirkungen.
Schmelzhypoplasie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Schmelzhypoplasie ist eine quantitative Störung der Schmelzbildung: Es wird zu wenig Matrix gebildet, sodass der Schmelz von vornherein zu dünn ist oder Gruben, Rillen und Defekte aufweist. Sie entsteht durch eine Störung während der Sekretionsphase der Ameloblasten. Davon zu unterscheiden ist die qualitative Störung, bei der normal dicker Schmelz mangelhaft mineralisiert ist.