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Analgetika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Analgetika sind Arzneistoffe, die die Schmerzempfindung hemmen, ohne eine Narkose oder eine Bewusstseinsausschaltung herbeizuführen. Sie werden eingeteilt in peripher wirkende Nicht-Opioid-Analgetika und zentral wirkende Opioid-Analgetika. Zur Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika zählen unter anderem die Nicht-Steroidalen Antirheumatika (NSAR).
Apikale Parodontitis
Endodontie
Prüfungsfokus
Die apikale Parodontitis ist eine Entzündungsreaktion des periapikalen Gewebes, meist ausgelöst durch Infektionen des Wurzelkanalsystems. Sie kann akut mit starker Druckschmerzhaftigkeit oder chronisch als schmerzfreie Aufhellung im Röntgenbild verlaufen. Pathohistologisch finden sich meist apikale Granulome oder Radikulärzysten.
Chirurgische Kronenverlängerung
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die chirurgische Kronenverlängerung schafft klinische Kronenhöhe, indem Weichgewebe und in der Regel auch Knochen nach apikal verlagert werden. Ziel ist entweder die Wiederherstellung der biologischen Breite vor einer Restauration oder die Harmonisierung der Gingivaverläufe aus ästhetischen Gründen. Eine reine Gingivektomie reicht nur aus, wenn eine Pseudotasche vorliegt und der Knochenabstand ausreicht.
DC/TMD-Klassifikation
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die DC/TMD sind ein international standardisiertes Diagnosesystem für Funktionsstörungen des Kausystems. Sie arbeiten zweiachsig: Achse I erfasst die körperlichen Diagnosen mit definierten klinischen Kriterien, Achse II die psychosozialen Faktoren wie Schmerzintensität, Beeinträchtigung, Depressivität und Somatisierung. Sie lösten die älteren RDC/TMD ab.
Dentin
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Dentin ist das mineralisierte, avaskuläre Hartgewebe des Zahnes, das die Pulpenhöhle umschließt und von Zahnschmelz sowie Wurzelzement bedeckt wird. Es wird zeitlebens von den Odontoblasten gebildet, deren Fortsätze in den Dentinkanälchen verlaufen. Im Vergleich zum Schmelz ist es elastischer und hat einen höheren organischen Anteil.
Dentogene Abszesse und Logen
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Dentogene Abszesse sind umschriebene Eiteransammlungen im Kiefer-Gesichts-Bereich, die primär von infizierten Zähnen oder dem Zahnhalteapparat ausgehen. Sie breiten sich entlang von Faszienstrukturen in anatomische Spalträume (Logen) wie den Submandibular-, Sublingual- oder Pterygomandibularraum aus. Ohne rechtzeitige Inzision und Antibiose drohen lebensbedrohliche Komplikationen wie Mediastinitis oder Sinus-cavernosus-Thrombose.
Entzündungsmediatoren
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Entzündungsmediatoren sind biochemische Botenstoffe, welche die vaskulären und zellulären Reaktionen einer Entzündung initiieren, aufrechterhalten und regulieren. Sie entstammen entweder dem Plasma (z. B. Komplementsystem, Kinin-System) oder werden lokal von Zellen ausgeschüttet (z. B. Histamin, Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine). In der Parodontitis und Pulpitis steuern Prostaglandin E2 (PGE2) sowie IL-1, IL-6 und TNF-alpha die Gewebedestruktion und die Osteoklastenaktivierung. Ihre Wirkung führt zu Vasodilatation, erhöhter Gefäßpermeabilität, Chemotaxis und Schmerzsensibilisierung.
Ergonomie am Behandlungsstuhl
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Ergonomie am Behandlungsstuhl umfasst die physiologische Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Körperhaltung und der Arbeitsabläufe von Behandler und Assistenz. Ziel ist die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie die Optimierung der Sicht- und Zugangsverhältnisse im Patientengesteuerten Arbeitsfeld. Die Ausrichtung orientiert sich am Uhrzeigersinn-Modell rund um den Patientenkopf als 12-Uhr-Referenz. Besondere Bedeutung hat die aufrechte, dynamische Sitzhaltung mit neutraler Wirbelsäulenkrümmung.
Ibuprofen
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Ibuprofen ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) aus der Gruppe der Propionsäurederivate, das die Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) reversibel hemmt. Dadurch wird die Synthese von Prostaglandinen unterdrückt, was zu analgetischen, antiphlogistischen und antipyretischen Effekten führt. Es gilt als Analgetikum der ersten Wahl bei postoperativen zahnärztlichen Schmerzen.
Karies
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Karies ist eine chronische, multifaktorielle Erkrankung der Zahnhartsubstanzen Schmelz, Dentin und Zement. Sie entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen de- und remineralisierenden Prozessen infolge von organischen Säuren, die von karyogenen Bakterien im Biofilm aus kohlenhydratreicher Nahrung gebildet werden. Unbehandelt führt Karies zum irreversiblen Verlust von Gewebe und schließlich zur Pulpanekrose.
Kaumuskulatur
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die eigentliche Kaumuskulatur umfasst vier paarig angelegte Skelettmuskeln, die embryologisch aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) hervorgehen. Zu dieser Gruppe zählen der Musculus masseter, der Musculus temporalis, der Musculus pterygoideus medialis und der Musculus pterygoideus lateralis. Sie steuern die komplexen Bewegungen der Mandibel wie Mundschluss, Mundöffnung, Protrusion, Retrusion und Laterotrusion.
Kreuzbiss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der Kreuzbiss ist eine transversale Okklusionsstörung, bei der die bukkalen Höcker der seitlichen Oberkieferzähne lingual oder palatinal der bukkalen Höcker der Unterkieferzähne beissen. Er kann einseitig oder beidseitig sowie als koronaler Einzelzahnkreuzbiss oder skelettaler Kreuzbiss auftreten. Ursächlich sind meist ein zu schmaler Oberkiefer, eine zu breite Mandibel oder funktionelle Zwangsführungen.
Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die MIH ist eine systemisch bedingte Strukturstörung des Schmelzes, die mindestens einen der vier ersten bleibenden Molaren betrifft und häufig zusätzlich die bleibenden Inzisivi einbezieht. Der Schmelz ist normal dick gebildet, aber mangelhaft mineralisiert, wodurch er porös und mechanisch instabil ist. Die Ätiologie gilt als multifaktoriell und ist nicht abschließend geklärt.
Mund-Antrum-Verbindung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Mund-Antrum-Verbindung bezeichnet eine iatrogene oder traumatische Eröffnung der Kieferhöhle zur Mundhöhle, häufig im Rahmen der Extraktion oberer Molaren. Unbehandelt führt diese offene Verbindung durch aufsteigende Mundhöhlenbakterien zur chronischen Sinusitis maxillaris.
Parodontitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche, multifaktorielle Erkrankung des Zahnhalteapparates, die durch einen dysbiotischen Biofilm ausgelöst wird. Sie führt zur irreversiblen Destruktion des alveolären Knochens, des Desmodonts und des Wurzelzementes. Die aktuelle Klassifikation teilt die Parodontitis nach Stadiierung (Schweregrad) und Gradierung (Progressionsrisiko) ein.
Parodontitis-Assoziation
Parodontologie
Prüfungsfokus
Parodontitis-Assoziation bezeichnet den klinisch und wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der chronisch-entzündlichen Parodontitis und verschiedenen systemischen Erkrankungen. Die Dissemination parodontopathogener Bakterien und Zytokine über den Blutweg bildet die pathophysiologische Grundlage dieser Wechselwirkungen.
Porphyromonas gingivalis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Porphyromonas gingivalis ist ein gramnegatives, anaerobes Bakterium, das als Leitorganismus des roten Komplexes nach Socransky gilt. Es produziert Virulenzfaktoren wie Gingipaine und Lipopolysaccharide, welche die Wirtsabwehr modulieren und Gewebe abbauen. P. gingivalis übernimmt eine Schlüsselrolle als Keystone-Pathogen bei der Entstehung dysbiotischer Parodontitiden.
Präparationsgrenze
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präparationsgrenze bezeichnet den Übergangsbereich zwischen der bearbeiteten Zahnsubstanz und dem unpräparierten Zahngewebe. Sie legt den apikalen Endpunkt einer Präparation fest und bestimmt somit den Verlauf des Restaurationrandes. Eine präzise Darstellung ist für den randschlüssigen Sitz der Restauration essenziell.
Pulpanekrose
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Pulpanekrose ist der irreversible, avaskuläre Untergang des Zahnmarkgewebes infolge von bakteriellen Toxinen, Trauma oder chemisch-physikalischen Reizen. Sie stellt das Endstadium einer nicht behandelten, schweren Pulpitis dar und führt zum vollständigen Verlust der Sensibilität des Zahnes. Durch das Einwandern anaerober Bakterien entwickelt sich häufig eine infizierte Pulpanekrose mit periapikaler Parodontitis.
Radikuläre Zyste
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die radikuläre Zyste ist die häufigste odontogene Zyste des Kiefers und entsteht als Folge einer chronischen apikalen Parodontitis an der Wurzelspitze eines avitalen Zahnes. Sie zeichnet sich durch einen epithelial ausgetapezierten Hohlraum aus, der durch osmotischen Druck langsam expandiert.