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Endodontie
Parodontologie
Zahnerhaltung
Prothetik
Oralchirurgie
Pharmakologie
Radiologie
Anatomie & Histologie
Physiologie & Biochemie
Propädeutik
Kieferorthopädie
Chirurgie – Spezialfälle
Kinderzahnheilkunde
Implantologie
Ästhetik
Funktionslehre & CMD
Alterszahnmedizin
Praxis & Abrechnung
Liste
Nach Cluster
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Altersveränderungen von Zahnhartsubstanz und Pulpa
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Mit zunehmendem Alter bildet sich kontinuierlich Sekundärdentin, wodurch sich das Pulpenkavum verkleinert. Dentintubuli werden durch Sklerosierung obliteriert, was die Transluzenz erhöht und die Sensibilität herabsetzt. Schmelz wird durch Abrasion und Attrition dünner, wodurch das gelblichere Dentin stärker durchscheint.
Ersatzmaterial
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Als Ersatzmaterial werden in der Zahnerhaltung direkt oder indirekt eingebrachte Werkstoffe bezeichnet, die verloren gegangene Zahnsubstanz funktionell und ästhetisch rekonstruieren. Zu den gebräuchlichsten Direktmaterialien zählen Komposite, Glasionomerzemente und Amalgam, während Keramiken und Goldlegierungen für indirekte Restaurationen genutzt werden. Sie müssen biokompatibel, mechanisch stabil und randschlussdicht sein.
Filmhalter
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Filmhalter ist ein Positionierungssystem zur exakten Ausrichtung von Röntgenfilm oder digitalem Sensor im Patientenmund relativ zum Tubus. Er ermöglicht die Anwendung der Rechtwinkel- bzw. Paralleltechnik und gewährleistet reproduzierbare Aufnahmen.
Haltertechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Haltertechnik bezeichnet die intraorale Radiographie unter Verwendung mechanischer Positionierungssysteme für Bildempfänger und Tubus. Sie stellt sicher, dass Film/Sensor und Tubus in einer festen, geometrisch korrekt definierten Relation zueinander stehen.
Lückenhalter
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Ein Lückenhalter sichert nach vorzeitigem Milchzahnverlust den Platz für den bleibenden Nachfolger. Ohne Platzsicherung wandern Nachbarzähne in die Lücke, wodurch der Nachfolger später keinen ausreichenden Durchbruchsraum findet. Es existieren festsitzende Varianten wie Band-Loop und Lingualbogen sowie herausnehmbare Platten.
Prothesenversorgung im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die prothetische Versorgung älterer Patienten richtet sich weniger am technisch Machbaren aus als an dem, was der Patient noch handhaben und pflegen kann. Mit nachlassender Feinmotorik, reduzierter Sehkraft und kognitiven Einschränkungen verschiebt sich die Bewertung: Eine einfache, gut zu reinigende Lösung ist einer anspruchsvollen Konstruktion überlegen, die im Pflegealltag scheitert.
Abformmaterial
Prothetik
Prüfungsfokus
Abformmaterialien sind Hilfsstoffe zur präzisen negativen Formabformung von oralen Strukturen wie Zähnen, Kieferkämmen und Schleimhäuten. Sie bilden die Grundlage für die Herstellung von Arbeitsmodellen im zahntechnischen Labor. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen starren, irreversibel-elastischen (z. B. Elastomeren, Alginat) und reversibel-elastischen Materialien.
Abformmaterialien
Propädeutik
Prüfungsfokus
Abformmaterialien übertragen die intraorale Situation auf ein Modell und werden nach Elastizität und Abbindeverhalten eingeteilt. Irreversibel elastische Materialien wie Alginat und Silikone dominieren die Praxis. A-Silikone bieten die höchste Dimensionsstabilität, Alginate sind günstig, aber lagerungsempfindlich.
Alterszahnmedizin Grundlagen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Alterszahnmedizin befasst sich mit der zahnmedizinischen Betreuung älterer und häufig multimorbider Menschen. Sie berücksichtigt altersassoziierte Veränderungen von Zähnen, Schleimhaut und Speichelfluss ebenso wie Allgemeinerkrankungen, Medikation und Pflegebedürftigkeit. Das Behandlungsziel verschiebt sich von der maximalen Rekonstruktion hin zu Erhaltbarkeit, Hygienefähigkeit und Lebensqualität.
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten entstehen durch ausbleibende Verschmelzung der embryonalen Gesichts- und Gaumenfortsätze. Sie zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen und variieren von der isolierten Lippenspalte bis zur durchgehenden beidseitigen Spalte. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär über Jahre hinweg.
Sealer
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Sealer ist der pastöse Anteil der Wurzelfüllung, der die Unebenheiten zwischen Guttaperchastift und Kanalwand sowie akzessorische Kanäle ausfüllt. Guttapercha allein haftet nicht an Dentin und kann den Kanal nicht dicht verschließen; erst der Sealer stellt den bakteriendichten Abschluss her. Gebräuchlich sind Zinkoxid-Eugenol-, Epoxidharz-, Calciumhydroxid- und Calciumsilikat-Sealer.
Fluoridierung im Kindesalter
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Fluoridierung nutzt Fluoride zur Hemmung der Demineralisation und Förderung der Remineralisation des Schmelzes. Man unterscheidet die lokale Anwendung über Zahnpasta, Gele und Lacke von der systemischen Zufuhr über Tabletten oder fluoridiertes Speisesalz. Der kariesprotektive Effekt beruht heute überwiegend auf der lokalen Wirkung an der Zahnoberfläche.
Implantatgetragene Deckprothese im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Bei der implantatgetragenen Deckprothese wird eine herausnehmbare Prothese über Attachments auf Implantaten verankert. Im zahnlosen Unterkiefer gilt die Versorgung auf zwei interforaminären Implantaten als etablierter Mindeststandard, weil dort die konventionelle Totalprothese am häufigsten an mangelndem Halt scheitert. Als Verankerung dienen Kugelanker, Locatoren oder Stege.
Kaufunktion und Ernährung im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Kaufunktion hängt wesentlich von der Anzahl und Verteilung okkludierender Zahnpaare ab. Ein reduziertes Restgebiss verringert die Zerkleinerungsleistung und verändert die Nahrungsauswahl hin zu weicheren, oft weniger nährstoffreichen Speisen. Dies kann zu Mangelernährung und Gewichtsverlust beitragen.
Knochenersatzmaterial
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Knochenersatzmaterialien (KEM) sind autologe, allogene, xenogene oder synthesebasierte Werkstoffe zur Rekonstruktion und Augmentation von Knochendefekten. Sie dienen als Leitschiene für die vaskuläre und osteogene Regeneration des ortsständigen Knochens. Die Auswahl richtet sich nach Biodegradation, mechanischer Stabilität und Indikation.
Mundschleimhautveränderungen im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Mundschleimhaut wird im Alter dünner, weniger elastisch und empfindlicher gegenüber mechanischen Reizen. Zusätzlich treten prothesenbedingte, medikamentenassoziierte und potenziell maligne Veränderungen häufiger auf. Die systematische Schleimhautinspektion ist deshalb fester Bestandteil jeder Untersuchung.
Verhaltensführung beim Kind
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Verhaltensführung umfasst kommunikative und psychologische Techniken, mit denen Kinder an die zahnärztliche Behandlung herangeführt werden. Bewährte Verfahren sind Tell-Show-Do, positive Verstärkung, Ablenkung und altersgerechte Sprache. Ziel ist eine kooperative Behandlung ohne Entstehung dauerhafter Behandlungsangst.
Lateralisation
Endodontie
Prüfungsfokus
Als Lateralisation bezeichnet man in der Endodontie das ungewollte Abweichen von der ursprünglichen Anatomie des Wurzelkanals während der instrumentellen Aufbereitung. Hierbei wird der Wurzelkanal durch ungleichmäßige Instrumentenführung unphysiologisch zur Seite hin erweitert oder verlagert. Dies führt häufig zu einer unvollständigen Reinigung und Desinfektion des verbleibenden apikalen Kanalabschnitts.
Abdrucklöffel und Abformtechnik
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Abformtechnik bezeichnet das Verfahren zur präzisen negativen Formabformung der oralen Hart- und Weichgewebe mittels geeigneter Abformmaterialien und Abdrucklöffel. Man unterscheidet konfektionierte Löffel (für Orientierungs- und Situationsabformungen) von individuellen Löffeln (für Präzisions- und Funktionsabformungen). Als Materialien kommen irreversibel-elastische Werkstoffe wie Alginat, Silikone (A- und C-Silikone), Polyether oder Polysulfide zum Einsatz.
Apikale Stop
Endodontie
Prüfungsfokus
Der apikale Stop ist eine stufenförmige Präparation im apikalen Drittel des Wurzelkanals, die als physikalische Barriere für das Wurzelfüllmaterial dient. Er wird durch das gezielte Instrumentieren mit der ersten Feile erzeugt, die auf Arbeitslänge klemmt (Master-Apikal-Feile).
Befestigungszement
Prothetik
Prüfungsfokus
Befestigungszemente sind zahnmedizinische Werkstoffe zum dauerhaften oder temporären Eingliedern von indirekten Restaurationen (z. B. Kronen, Brücken, Inlays) auf natürlichen Zahnstümpfen oder Abutments. Sie füllen den Befestigungsspalt aus, bieten Mikroraduktion oder chemische Adhäsion und verhindern die Randspaltbesiedlung durch Bakterien. Das Spektrum reicht von konventionellen Säure-Base-Zementen bis zu adhäsiven Befestigungskompositen.
Biofilm
Parodontologie
Prüfungsfokus
Ein Biofilm ist eine strukturierte Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in einer selbstproduzierten Matrix aus extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) eingebettet ist und an einer Oberfläche haftet. In der Mundhöhle bildet er die Grundlage für Karies, Gingivitis und Parodontitis. Die Matrix schützt die enthaltenen Bakterien vor äußeren Einflüssen und dem Immunsystem des Wirts.
Dentogene Abszesse und Logen
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Dentogene Abszesse sind umschriebene Eiteransammlungen im Kiefer-Gesichts-Bereich, die primär von infizierten Zähnen oder dem Zahnhalteapparat ausgehen. Sie breiten sich entlang von Faszienstrukturen in anatomische Spalträume (Logen) wie den Submandibular-, Sublingual- oder Pterygomandibularraum aus. Ohne rechtzeitige Inzision und Antibiose drohen lebensbedrohliche Komplikationen wie Mediastinitis oder Sinus-cavernosus-Thrombose.
Fernröntgenseitenaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Fernröntgenseitenaufnahme ist eine extraorale Standardaufnahme des Schädels aus seitlicher Perspektive mit großem Fokus-Film-Abstand. Dieser Abstand minimiert die geometrische Vergrößerung und erlaubt verzerrungsfreie kephalometrische Analysen.
Gingivarezession
Parodontologie
Prüfungsfokus
Unter einer Gingivarezession versteht man den parodontitisunabhängigen oder -bedingten Rückgang des marginalen Parodonts mit Freilegung der Schmelz-Zement-Grenze. Sie entsteht primär durch mechanische Traumata wie falsche Putztechnik, anatomische Prädispositionen oder als Folge entzündlichen Attachementverlusts.
Klammer
Prothetik
Prüfungsfokus
Eine Klammer ist ein mechanisches Halte- und Stützelement für herausnehmbaren Zahnersatz, das an natürlichen Zähnen oder Kronen verankert wird. Sie besteht typischerweise aus einem retentionierenden Klammerarm (unterhalb des Inflektionspunktes), einem reziproken Arm sowie einer Auflage zur axialen Belastungseinleitung. Man unterscheidet gebogene Drahtklammern von gegossenen Modellgussklammern.
Kondylenbahnneigung und Bennett-Winkel
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die sagittale Kondylenbahnneigung beschreibt den Winkel, unter dem der Kondylus bei Protrusion an der Gelenkbahn nach kaudal-anterior gleitet. Der Bennett-Winkel bezeichnet die Abweichung des Mediotrusionskondylus aus der Sagittalebene bei einer Seitwärtsbewegung. Beide Werte bestimmen, wie stark die Höcker beim Bewegen der Zahnreihen voneinander getrennt werden.
Parodontalabszess
Parodontologie
Prüfungsfokus
Der Parodontalabszess ist eine umschriebene Eiteransammlung im parodontalen Gewebe, meist ausgehend von einer bestehenden Tasche. Auslöser sind eine Behinderung des Sekretabflusses, eingepresste Fremdkörper oder eine unvollständige subgingivale Instrumentierung. Klinisch imponiert eine prall-elastische, druckschmerzhafte Schwellung mit Pusaustritt aus dem Sulkus.
Präparationsgrenze
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präparationsgrenze bezeichnet den Übergangsbereich zwischen der bearbeiteten Zahnsubstanz und dem unpräparierten Zahngewebe. Sie legt den apikalen Endpunkt einer Präparation fest und bestimmt somit den Verlauf des Restaurationrandes. Eine präzise Darstellung ist für den randschlüssigen Sitz der Restauration essenziell.
Rehrmann-Lappen
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Rehrmann-Lappen ist ein mucoperiostaler Verschiebelappen mit Periostschlitzung zur Deckung einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV) im Oberkiefer. Durch das Einkerben des Periosts an der Lappenbasis wird die Elastizität des Gewebes erhöht, um einen spannungsfreien Wundverschluss zu ermöglichen. Er gehört zu den Standardverfahren der orofazialen Plastischen Chirurgie.
Schmerzphysiologie der Pulpa
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Die Schmerzphysiologie der Pulpa basiert auf der Innervation durch myelinisierte A-Delta-Fasern und unmyelinisierte C-Fasern. Reize auf das Dentin führen nach der hydrodynamischen Theorie von Brännström zu Flüssigkeitsverschiebungen in den Dentintubuli, welche die Nervenfasern im Plexus von Raschkow mechanisch erregen. Während A-Delta-Fasern für den hellen, lokalisierten Erstschmerz verantwortlich sind, vermitteln C-Fasern den dumpfen, ausstrahlenden Spätschmerz bei fortgeschrittener Entzündung. Die hohe Gewebedruckentwicklung in der starren Pulpahöhle verstärkt das Schmerzgeschehen bei einer Pulpitis exponentiell.
Stiftaufbau
Prothetik
Prüfungsfokus
Ein Stiftaufbau dient der Verankerung einer Stumpfaufbauplastik bei stark zerstörten, endodontisch behandelten Zähnen. Er überträgt auftretende Kaukräfte tief in die Wurzelstruktur.
Tiefer Biss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der tiefe Biss bezeichnet eine vertikale Bissanomalie, bei der die Schneidezähne des Oberkiefers die Unterkieferschneidezähne in der Vertikalen um mehr als das physiologische Maß von zwei bis drei Millimetern überlappen. Man unterscheidet primär zwischen einem skelettal bedingten tiefen Biss bei hypodivergentem Wachstumsmuster und einem dentalen tiefen Biss durch Supraposition der Inzisiven oder Infraposition der Seitenzähne. Häufig geht das Krankheitsbild mit einem Einbiss der unteren Schneidezähne in die Gaumenschleimhaut sowie einer funktionellen Hemmung des Unterkieferwachstums einher.
Adhäsivbrücke
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Adhäsivbrücke ist eine minimalinvasive festsitzende Brücke zur Schließung von Einzelzahnlücken, die mittels Säure-Ätz-Technik an den Nachbarzähnen verklebt wird. Sie kommt vor allem im Frontzahnbereich bei kariesfreien Pfeilerzähnen zum Einsatz.
ALADA
Radiologie
Prüfungsfokus
ALADA steht für 'As Low As Diagnostically Acceptable' und ist das weiterentwickelte Dosisoptimierungsprinzip in der zahnärztlichen Radiologie. Es besagt, dass die Strahlendosis so gering wie möglich sein soll, aber nur so hoch wie für eine diagnostisch verwertbare Bildqualität notwendig. Im Vergleich zu ALARA betont ALADA die diagnostische Mindestqualität als primäres Ziel.
ALARA-Prinzip
Radiologie
Prüfungsfokus
Das ALARA-Prinzip ist ein Grundsatz des Strahlenschutzes, der besagt, dass jede Strahlenexposition von Patienten und Personal so gering wie vernünftigerweise erreichbar gehalten werden muss. Es kombiniert rechtliche Vorgaben mit technischer Optimierung und strenger Indikationsstellung.
Amalgam
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Amalgam ist ein plastisches Füllungsmaterial, das aus einer Legierung von Quecksilber mit anderen Metallen wie Silber, Zinn und Kupfer besteht. Es härtet durch eine Kristallisationsreaktion aus und zeichnet sich durch hohe Druckfestigkeit aus. Historisch gehört es zu den am häufigsten verwendeten Werkstoffen in der konservierenden Zahnheilkunde.
Amoxicillin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Amoxicillin ist ein aminopenicillinbasiertes Breitbandantibiotikum, das durch Hemmung der Bakterienwandsynthese bakterizid wirkt. Es weist eine sehr gute orale Bioverfügbarkeit auf und erfasst ein breites Spektrum grampositiver sowie mancher gramnegativer Erreger der Mundhöhle. Es stellt das First-Line-Antibiotikum bei schweren odontogenen Infektionen dar.
Analgetika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Analgetika sind Arzneistoffe, die die Schmerzempfindung hemmen, ohne eine Narkose oder eine Bewusstseinsausschaltung herbeizuführen. Sie werden eingeteilt in peripher wirkende Nicht-Opioid-Analgetika und zentral wirkende Opioid-Analgetika. Zur Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika zählen unter anderem die Nicht-Steroidalen Antirheumatika (NSAR).
Antibiotika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Antibiotika sind niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen oder synthetisch hergestellte Substanzen, die das Wachstum von Bakterien hemmen oder diese abtöten. Sie wirken selektiv gegen prokaryotische Strukturen und Prozesse, ohne den makroorganismischen Wirt direkt zu schädigen. Der Einsatz erfolgt gezielt nach Erreger- und Resistenztestung oder kalkuliert als Breitbandtherapie.
Aufklärungspflicht und Einwilligung
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Vor jedem Eingriff muss der Patient über Diagnose, geplante Maßnahme, Risiken, Alternativen und Folgen eines Behandlungsverzichts aufgeklärt werden. Erst die auf dieser Grundlage erteilte Einwilligung macht den Eingriff rechtmäßig. Ohne wirksame Einwilligung stellt auch eine fachlich einwandfreie Behandlung eine Rechtsverletzung dar.
Aufsuchende Betreuung
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die aufsuchende Betreuung umfasst zahnmedizinische Versorgung außerhalb der Praxis, etwa in Pflegeeinrichtungen oder in der häuslichen Umgebung. Sie richtet sich an Menschen, die die Praxis aufgrund von Immobilität oder Pflegebedürftigkeit nicht mehr erreichen. Diagnostik und Therapie sind durch eingeschränkte technische Möglichkeiten limitiert.
Avulsion und Replantation
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Als Avulsion bezeichnet man den vollständigen Verlust eines Zahns aus seiner Alveole. Die Prognose der Replantation hängt fast ausschließlich davon ab, wie lange und in welchem Medium die desmodontalen Zellen auf der Wurzeloberfläche überleben. Bereits eine Trockenzeit von 30 bis 60 Minuten führt zum irreversiblen Zelltod und damit regelhaft zur Ersatzresorption.
Biopsie in der Mundhöhle
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die Biopsie ist die Entnahme von Gewebe zur histopathologischen Untersuchung und dient der Sicherung einer Diagnose. Bei der Inzisionsbiopsie wird nur ein repräsentativer Teil entnommen, bei der Exzisionsbiopsie die gesamte Läsion. Die Wahl richtet sich nach Größe, Lage und Verdachtsdiagnose.
Bissflügelaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Bissflügelaufnahme ist eine intraorale Röntgenaufnahme zur Darstellung der Zahnkronen und des koronalen Alveolarknochens von Ober- und Unterkiefer im Seitenzahnbereich. Der Film oder Sensor wird durch Aufbeißen des Patienten auf eine Halterungslasche fixiert.
Chelatbildner
Endodontie
Prüfungsfokus
Chelatbildner sind chemische Substanzen wie Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder Zitronensäure, die Calciumionen aus dem Hydroxylapatit des Dentins binden und so das Hartgewebe demineralisieren. In der Endodontie dienen sie der Spülung und Konditionierung des Wurzelkanalsystems.
Clindamycin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Clindamycin ist ein Lincosamid-Antibiotikum, das die bakterielle Proteinbiosynthese durch Bindung an die 50S-Ribosomenuntereinheit hemmt und vorwiegend bakteriostatisch wirkt. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Gewebe- und Knochengängigkeit im Kieferbereich aus. In der Zahnmedizin dient es als wichtigstes Ausweichantibiotikum bei einer bestehenden Penicillinallergie.
Demenz und zahnmedizinische Betreuung
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Demenzerkrankungen beeinträchtigen Gedächtnis, Orientierung und Handlungsplanung und damit auch die Fähigkeit zur Mundhygiene und Kooperation. Mit fortschreitender Erkrankung übernimmt zunehmend das Umfeld die Mundpflege. Behandlungsplanung und Kommunikation müssen an das Krankheitsstadium angepasst werden.
Diazepam
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Diazepam ist ein langwirksames Benzodiazepin mit anxiolytischen, sedierenden, muskelrelaxierenden und antikonvulsiven Eigenschaften. Es verstärkt die Wirkung des inhibitorischen Neurotransmitters GABA durch Bindung an den GABA-A-Rezeptorkomplex. Dies führt zu einem verstärkten Chlorideinstrom und einer Hyperpolarisation der neuronalen Membran.
Distraction
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Kallusdistraktion (Distraction) ist ein osteotomes Verfahren zur Neugenerierung von Knochengewebe und überliegendem Weichgewebe durch kontrollierte, langsame Trennung von Knochensegmenten nach einer Osteotomie. Durch kontinuierlichen Zug auf den sich bildenden Bindegewebskallus wird die körpereigene Knochenneubildung (Osteogenese) angeregt. Das Verfahren ermöglicht den Aufbau erheblicher Knochendefizite ohne die Notwendigkeit von autologen Knochentransplantaten.
Dysphagie und Aspirationspneumonie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs, die im Alter durch nachlassende Muskelkraft, Koordinationsstörungen und neurologische Erkrankungen begünstigt wird. Gelangt Material in die Atemwege, kann sich eine Aspirationspneumonie entwickeln. Deren Erregerspektrum stammt zu einem erheblichen Teil aus dem oralen Biofilm, womit die Mundhygiene unmittelbar pneumonieprophylaktisch wirkt.
Endodontische Revision
Endodontie
Prüfungsfokus
Die endodontische Revision ist die erneute Behandlung eines bereits wurzelkanalbehandelten Zahnes bei Misserfolg oder Reinfektion. Ziel ist die vollständige Entfernung des alten Füllmaterials, die Beseitigung persisiterender Bakterien und das erneute Versiegeln.
Engstand
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Engstand bezeichnet ein Missverhältnis zwischen der Summe der Zahnbreiten und der verfügbaren Kieferbogenlänge. Man unterscheidet primären Engstand durch zu große Zähne oder zu kleinen Kiefer, sekundären Engstand nach vorzeitigem Zahnverlust und tertiären Engstand im späten Jugend- und Erwachsenenalter. Die Einteilung bestimmt die Therapiestrategie.
Exzentrische Einstelltechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die exzentrische Einstelltechnik ist eine Röntgentechnik, bei der der Zentralstrahl bewusst von der orthoradialen Richtung nach mesial oder distal abgewinkelt wird. Sie nutzt das Prinzip der Parallaxe zur räumlichen Zuordnung überlagerter Strukturen.
Fissurenversiegelung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Fissurenversiegelung ist eine präventive Maßnahme, bei der morphologisch tiefe Fissuren und Grübchen mit dünnflüssigen Kunststoffen oder Glasionomerzementen verschlossen werden. Dadurch wird die Ansammlung von Plaque verhindert und der Zugang für Speichel sowie Zahnbürste vereinfacht. Sie dient der primären Kariesprophylaxe bei Risikopatienten.
Fluoridierung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Fluoridierung bezeichnet die gezielte Zufuhr von Fluoriden zur Kariesprävention und Remineralisation von Schmelz und Dentin. Fluoride hemmen die Demineralisation, fördern den Einbau von Kalzium und Phosphat in Form von Fluorapatit und hemmen den Bakterienstoffwechsel im Plaquebiofilm. Sie stellt eine der wirksamsten evidenzbasierten Maßnahmen in der präventiven Zahnheilkunde dar.
Frenulum
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Ein Frenulum ist eine Schleimhautfalte in der Mundhöhle, die Lippe, Wange oder Zunge am Alveolarfortsatz bzw. Mundboden fixiert. Es enthält Bindegewebe, elastische Fasern und vereinzelt Muskelfasern. Morphologische Varianten können die Funktion oder Parodontalgesundheit beeinträchtigen.
Frontzahntrauma bleibender Zähne
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Verletzungen der bleibenden Frontzähne betreffen überwiegend die oberen mittleren Schneidezähne von Kindern und Jugendlichen. Eingeteilt werden sie nach der beteiligten Struktur in Schmelz-, Schmelz-Dentin- und komplizierte Kronenfrakturen mit Pulpabeteiligung sowie in Wurzelfrakturen und Dislokationsverletzungen. Bei Zähnen mit offenem Apex steht die Erhaltung der Vitalität im Vordergrund, weil nur so das Wurzelwachstum abgeschlossen werden kann.
Frühkindliche Karies (ECC)
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Als frühkindliche Karies bezeichnet man das Auftreten kariöser Läsionen an Milchzähnen bei Kindern unter sechs Jahren. Charakteristisch ist ein Befallsmuster, das an den Oberkiefer-Frontzähnen beginnt und die Unterkiefer-Frontzähne wegen des Schutzes durch Zunge und Speichel lange ausspart. Ursächlich ist ein häufiger, langdauernder Kontakt der Zähne mit zuckerhaltigen Getränken, meist aus der Nuckelflasche.
Funktionskieferorthopädie
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Funktionskieferorthopädie (FKO) ist ein Behandlungskonzept, das die körpereigene Muskelaktivität des Orofazialsystems nutzt, um das Wachstum und die Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer therapeutisch zu beeinflussen. FKO-Geräte liegen meist lose im Mund und wirken druck- und zugübertragend ohne eigene mechanische Aktoren wie Schrauben oder Federn auf das Kausystem. Hauptindikation ist die Umstellung von Bisslagen während der präpubertären und pubertären Wachstumsphase, insbesondere bei Angle-Klasse II/1.
Gaumennahterweiterung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Gaumennahterweiterung verbreitert den Oberkiefer durch Öffnung der Sutura palatina mediana. Sie ist indiziert bei skelettal bedingter transversaler Enge, häufig mit beidseitigem Kreuzbiss. Da die Sutur mit zunehmendem Alter verknöchert, ist der Erfolg altersabhängig.
Glasionomerzement
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Glasionomerzement (GIZ) ist ein mineralischer Werkstoff, der durch eine Säure-Basen-Reaktion zwischen einem Fluoroaluminosilikat-Glas und einer Polyalkensäure aushärtet. Er zeichnet sich durch eine chemische Adhäsion am Dentin und Schmelz sowie eine kontinuierliche Fluoridfreisetzung aus. Seine mechanische Belastbarkeit und Abrasionsstabilität sind im Vergleich zu Kompositen geringer.
Gummy Smile
Ästhetik
Prüfungsfokus
Als Gummy Smile bezeichnet man eine übermäßige Sichtbarkeit der Gingiva beim Lachen. Ursächlich können ein hypermobiles Oberlippenbändchen, eine kurze Oberlippe, ein altersunabhängig verzögerter passiver Durchbruch oder ein vertikaler Überschuss des Oberkiefers sein. Die Therapie richtet sich zwingend nach der zugrunde liegenden Ursache.
Gutachterverfahren
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Im vertragszahnärztlichen Bereich prüfen bestellte Gutachter geplante oder erbrachte Leistungen. Das Planungsgutachten beurteilt vor Behandlungsbeginn, ob eine geplante Versorgung notwendig und wirtschaftlich ist; das Mängelgutachten bewertet nachträglich beanstandete Arbeiten. Gutachter werden von Krankenkassen und Kassenzahnärztlicher Vereinigung gemeinsam bestellt.
Implantatwerkstoffe
Implantologie
Prüfungsfokus
Dentale Implantate bestehen ganz überwiegend aus Reintitan der Grade 1 bis 4 oder aus Titanlegierungen wie Ti-6Al-4V. Titan verdankt seine Eignung einer spontan entstehenden Oxidschicht, die den Werkstoff passiviert und die knöcherne Anlagerung ermöglicht. Als metallfreie Alternative haben sich Implantate aus yttriumstabilisiertem Zirkondioxid etabliert.
Intraoralaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Intraoralaufnahme ist ein röntgenologisches Bildgebungsverfahren, bei dem sich der Bildempfänger innerhalb der Mundhöhle befindet. Sie bietet die höchste Ortsauflösung in der zahnärztlichen Radiologie und erlaubt eine detailreiche Beurteilung hartgeweblicher Strukturen. Typische Varianten sind Zahnfilm-, Rechtwinkel- und Haltertechniken sowie Aufbissaufnahmen.
Knochenabbau im Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Röntgenbild zeigt beim parodontalen Befund die Höhe und Form des Alveolarknochens sowie den Verlauf der Lamina dura. Unterschieden werden der horizontale Abbau mit gleichmäßig reduziertem Knochenniveau und der vertikale Abbau mit trichterförmigen Einbrüchen entlang einer Wurzel. Bei mehrwurzeligen Zähnen ist zusätzlich die Furkation zu beurteilen.
Kreuzbiss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der Kreuzbiss ist eine transversale Okklusionsstörung, bei der die bukkalen Höcker der seitlichen Oberkieferzähne lingual oder palatinal der bukkalen Höcker der Unterkieferzähne beissen. Er kann einseitig oder beidseitig sowie als koronaler Einzelzahnkreuzbiss oder skelettaler Kreuzbiss auftreten. Ursächlich sind meist ein zu schmaler Oberkiefer, eine zu breite Mandibel oder funktionelle Zwangsführungen.
Lachlinie und Zahnproportionen
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die Lachlinie beschreibt den Verlauf der Inzisalkanten der Oberkieferfront im Verhältnis zur Unterlippe beim Lachen; harmonisch gilt ein paralleler, der Unterlippe folgender Verlauf. Ergänzend werden Zahnproportionen beurteilt, insbesondere das Breiten-Längen-Verhältnis des mittleren Schneidezahns und die scheinbaren Breitenverhältnisse der Frontzähne von frontal.
Lymphabfluss der Kopf-Hals-Region
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Lymphabfluss der Mundhöhle erfolgt über regionäre Lymphknotengruppen, insbesondere submentale, submandibuläre und zervikale Stationen. Von dort gelangt die Lymphe in den Truncus jugularis und schließlich in den Venenwinkel. Die Kenntnis der Abflusswege ist für Entzündungs- und Tumordiagnostik gleichermaßen wichtig.
Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Das Milchgebiss umfasst 20 Zähne, je Quadrant zwei Inzisivi, einen Caninus und zwei Molaren. Es unterscheidet sich vom bleibenden Gebiss durch bläulich-weiße Zahnfarbe, dünnere Hartsubstanzschichten, ausgeprägte Zervikalwülste und stark divergierende Wurzeln. Physiologische Lücken und Abrasionen sind Ausdruck normaler Entwicklung und kein Behandlungsbedarf.
Milchzahnextraktion
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Entfernung eines Milchzahns folgt anderen Regeln als beim bleibenden Zahn, weil unmittelbar unter der Wurzel der Keim des Nachfolgers liegt. Die divergierenden, den Keim umfassenden Wurzeln der Milchmolaren können beim Luxieren brechen oder den Keim mitluxieren. Indikationen sind nicht erhaltungswürdige Zerstörung, Abszedierung, Trauma sowie kieferorthopädische Gründe.
Milchzahnpulpotomie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Pulpotomie ist die Entfernung der entzündeten Kronenpulpa unter Erhalt der vitalen Wurzelpulpa am Milchzahn. Die Amputationswunde wird mit einem Medikament abgedeckt, das die verbleibende Pulpa erhält oder fixiert. Ziel ist der Erhalt des Milchzahns als Platzhalter bis zum physiologischen Zahnwechsel.
Milchzahntrauma
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Traumata im Milchgebiss betreffen überwiegend die Oberkieferfront von Kleinkindern in der Lauflernphase. Wegen des elastischen Knochens dominieren Dislokationsverletzungen wie Intrusion, Extrusion und Luxation gegenüber Kronenfrakturen. Die zentrale Frage ist stets die Lagebeziehung zum Keim des bleibenden Nachfolgers.
Morbus Parkinson in der Zahnmedizin
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Der Morbus Parkinson führt über Rigor, Tremor und Bradykinese zu erheblichen Einschränkungen der Mundhygienefähigkeit. Hinzu kommen Schluckstörungen, eine verminderte automatische Speichelclearance mit Sialorrhoe sowie eine oft ausgeprägte Xerostomie durch die anticholinerge Begleitmedikation. Die Kombination erhöht das Karies- und Parodontitisrisiko deutlich.
Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität erfasst, wie stark sich der Zustand von Zähnen, Mund und Zahnersatz auf Essen, Sprechen, Aussehen, soziale Teilhabe und Wohlbefinden auswirkt. Sie wird mit standardisierten Fragebögen gemessen, am bekanntesten mit dem Oral Health Impact Profile. Der Ansatz ergänzt klinische Befunde um die Perspektive des Patienten.
NSAR
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind schmerzstillende, entzündungshemmende und fiebersenkende Arzneistoffe ohne steroidale Grundstruktur. Sie hemmen das Enzym Cyclooxygenase (COX-1 und/oder COX-2) und unterbinden dadurch die Synthese von Prostaglandinen. In der Zahnmedizin bilden sie die Basis der postoperativen Schmerztherapie.
Opioide
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Opioide sind stark wirksame Analgetika, die an spezifischen Opioidrezeptoren (µ, δ, κ) im zentralen und peripheren Nervensystem binden. Sie hemmen die präsynaptische Neurotransmitterfreisetzung und hyperpolarisieren postsynaptische Neurone. Dadurch wird die Schmerzleitung und -wahrnehmung im ZNS effektiv unterdrückt.
Osteoporose und antiresorptive Therapie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Osteoporose wird im Alter häufig mit antiresorptiven Substanzen behandelt, vor allem Bisphosphonaten und dem RANKL-Antikörper Denosumab. Beide hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenumbau. Für die Zahnmedizin ist das relevant, weil der Kieferknochen bei chirurgischen Eingriffen dann verzögert oder unzureichend heilt und eine Kiefernekrose entstehen kann.
Parodontale Regeneration
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die parodontale Regeneration umfasst chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung des verloren gegangenen Zahnhalteapparates einschließlich Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen. Im Gegensatz zur Reparatur bildet sich hierbei ein funktionelles, neu organisiertes Attachement aus. Zum Einsatz kommen Schmelzmatrixproteine, Knochenersatzmaterialien und Barrieremembranen.
Parodontitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche, multifaktorielle Erkrankung des Zahnhalteapparates, die durch einen dysbiotischen Biofilm ausgelöst wird. Sie führt zur irreversiblen Destruktion des alveolären Knochens, des Desmodonts und des Wurzelzementes. Die aktuelle Klassifikation teilt die Parodontitis nach Stadiierung (Schweregrad) und Gradierung (Progressionsrisiko) ein.
Penicillin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Penicilline sind Beta-Laktam-Antibiotika, die durch Blockade der Transpeptidase die Bakterienwandsynthese hemmen. Sie wirken dadurch primär bacterizid auf sich teilende, grampositive sowie einige gramnegative Erreger. In der Zahnmedizin sind sie das Standardantibiotikum zur Therapie odontogener Infektionen.
Pflegegrad und zahnärztliche Leistungen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Seit 2017 wird Pflegebedürftigkeit in Deutschland in fünf Pflegegraden erfasst, die den Grad der Selbstständigkeit abbilden. Für die Zahnmedizin sind daran besondere Leistungen geknüpft: Versicherte mit Pflegegrad, mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder mit Eingliederungshilfe haben Anspruch auf zusätzliche präventive Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen.
Platzanalyse nach Moyers
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Platzanalyse nach Moyers ist ein vorhersagendes Verfahren im Wechselgebiss zur Ermittlung des Platzbedarfs für die noch nicht durchgebrochenen Eckzähne und Prämolaren. Sie nutzt die Summe der mesiodistalen Kronenbreiten der bereits durchgebrochenen untersten vier Schneidezähne als Referenzwert. Über standardisierte Wahrscheinlichkeitstabellen wird die voraussichtliche Breite der Stützzone im Ober- und Unterkiefer bestimmt.
Polypharmazie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Polypharmazie bezeichnet die gleichzeitige dauerhafte Einnahme mehrerer Medikamente, häufig ab fünf Präparaten. Sie ist bei multimorbiden älteren Menschen die Regel und für die Zahnmedizin in mehrfacher Hinsicht relevant. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen betreffen unter anderem Speichelfluss, Blutungsneigung, Knochenstoffwechsel und Wundheilung.
Positionierungsfehler und Bildfehler
Radiologie
Prüfungsfokus
Bildfehler bei intraoralen Aufnahmen entstehen überwiegend durch fehlerhafte Zuordnung von Zahn, Bildempfänger und Zentralstrahl. Steht der Zentralstrahl nicht senkrecht zur Bildebene, kommt es je nach Richtung zur Verkürzung oder Verlängerung der Zähne. Trifft der Strahlenkegel den Empfänger nicht vollständig, entsteht ein unbelichteter Randbereich – der sogenannte Cone Cut.
Präprothetische Chirurgie
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die präprothetische Chirurgie umfasst alle chirurgischen Maßnahmen am Hart- und Weichgewebe zur Verbesserung des Prothesenlagers und Reanimation des Prothesensitzes. Sie zielt darauf ab, anatomische Hindernisse wie scharfe Knochenkanten, Schlotterkämme, störende Bänder oder zu flache Mundvorhöfe zu korrigieren. Dadurch wird eine optimale Retention, Stabilität und Belastbarkeit von abnehmbarem oder festsitzendem Zahnersatz ermöglicht.
Prävention bei Pflegebedürftigen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Bei pflegebedürftigen Menschen verschiebt sich die Prävention von der Eigenverantwortung zur angeleiteten und übernommenen Mundpflege. Grundlage ist ein individueller Mundpflegeplan, der festlegt, wer welche Maßnahme in welchem Intervall durchführt. Hinzu kommen hochdosierte Fluoridpräparate, Hilfsmittel zur Kompensation motorischer Defizite und die Schulung des Pflegepersonals.
Prothesenpflege und Prothesenhygiene
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Prothesenpflege umfasst die mechanische Reinigung nach jeder Mahlzeit, die tägliche gründliche Reinigung mit Bürste und geeignetem Reinigungsmittel sowie die nächtliche Entnahme. Auf dem Prothesenkunststoff bildet sich innerhalb weniger Stunden ein Biofilm, der neben Bakterien vor allem Candida-Spezies beherbergt und die Grundlage der Prothesenstomatitis bildet.
Prothesenstomatitis
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Prothesenstomatitis ist eine Entzündung der Schleimhaut unter einer herausnehmbaren Prothese, meist im Oberkiefer. Sie wird überwiegend durch Candida albicans in Kombination mit mangelhafter Prothesenhygiene und durchgehendem Tragen unterhalten. Die Einteilung nach Newton unterscheidet punktförmige, diffuse und papillär-hyperplastische Formen.
Pulpa-Dentin-Einheit
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Pulpa-Dentin-Einheit beschreibt die funktionelle und embryologische Verknuepfung von Zahnpulpa und Dentin. Da die Odontoblasten mit ihren Zellkoerpern an der Pulpaoberflaeche liegen und mit ihren Fortsaetzen das Dentin durchziehen, reagiert das Dentin nicht passiv, sondern als lebendes System auf Reize. Morphologisch gliedert sich die periphere Pulpa in Odontoblastenschicht, zellarme Weil-Zone und zellreiche Zone.
Pulpektomie im Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Pulpektomie ist die vollständige Entfernung von Kronen- und Wurzelpulpa eines Milchzahns mit anschließender Wurzelfüllung. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Entzündung über die Kronenpulpa hinausreicht oder bereits eine Nekrose vorliegt, der Zahn aber als Platzhalter erhalten werden soll. Voraussetzung ist ein noch ausreichend erhaltener Wurzelanteil ohne fortgeschrittene Resorption.
Pulpitis irreversibilis
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Pulpitis irreversibilis ist eine irreversible Entzündung der Pulpa, bei der keine selbstständige Ausheilung des Gewebes mehr möglich ist. Sie entsteht meist durch das Voranschreiten bakterieller Toxine oder Bakterien selbst bis in die unmittelbare Nähe des Pulpakavums. Ohne therapeutisches Eingreifen führt sie zur Pulpanekrose.
Radioluzenz
Radiologie
Prüfungsfokus
Radioluzenz beschreibt die Eigenschaft von Geweben oder Materialien, Röntgenstrahlung kaum zu schwächen, wodurch sie auf dem Röntgenbild dunkel bis schwarz erscheinen. Sie tritt auf, wenn ein Objekt eine geringe Dichte oder Ordnungszahl aufweist.
Rechtwinkeltechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Rechtwinkeltechnik ist eine intraorale Aufnahmetechnik, bei der der Röntgenfilm parallel zur Zahnlängsachse ausgerichtet und der Zentralstrahl rechtwinklig auf den Film gerichtet wird. Hierfür werden spezielle Filmhalter mit Zielvorrichtung verwendet.
Resorbierbare Membran
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine resorbierbare Membran ist eine biologische oder synthetische Barriere (z. B. aus kollagenem oder polymerem Material), die durch körpereigene Enzyme oder Hydrolyse abgebaut wird. Sie dient der temporären Separierung von rasch nachwachsendem Weichgewebe und langsam regenerierendem Knochengewebe. Nach Erfüllung ihrer Barrierefunktion löst sie sich rückstandsfrei auf.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Röntgenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Röntgenschutz umfasst alle organisatorischen, baulichen und technischen Maßnahmen zur Reduktion der Strahlenexposition von Patienten und Praxispersonal. Das grundlegende Prinzip beruht auf dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable). Ziel ist das Vermeiden deterministischer Strahlenschäden und die Minimierung stochastischer Risiken.
Röntgensensor und digitale Bildaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
In der digitalen intraoralen Radiographie werden zwei Systeme unterschieden. Festkörpersensoren auf CCD- oder CMOS-Basis liefern das Bild unmittelbar, sind aber starr, dick und kabelgebunden. Speicherfolien sind biegsam und in der Handhabung dem Zahnfilm ähnlich, benötigen jedoch einen Auslesevorgang in einem Scanner und sind gegenüber Licht empfindlich.
Salizylate
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Salizylate sind Ester und Salze der Salizylsäure, deren bekanntester Vertreter die Acetylsalizylsäure (ASS) ist. Sie wirken analgetisch, antipyretisch, antiphlogistisch sowie in niedriger Dosierung irreversibel thrombozytenaggregationshemmend. Die Wirkung beruht auf der Inhibition der Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2).
Schmelzhypoplasie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Schmelzhypoplasie ist eine quantitative Störung der Schmelzbildung: Es wird zu wenig Matrix gebildet, sodass der Schmelz von vornherein zu dünn ist oder Gruben, Rillen und Defekte aufweist. Sie entsteht durch eine Störung während der Sekretionsphase der Ameloblasten. Davon zu unterscheiden ist die qualitative Störung, bei der normal dicker Schmelz mangelhaft mineralisiert ist.
Sensibilitätsprüfung
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Sensibilitätsprüfung dient der indirekten Beurteilung des Vitalitätszustands der Pulpa durch Reizung afferenter Nervenfasern. Häufig kommen thermische Reize wie Kältesprays oder elektrische Reize zum Einsatz. Ein positives Ergebnis zeigt intakte Nervenfasern an, lässt jedoch keine direkten Rückschlüsse auf die vaskuläre Durchblutung zu.
Totalprothese
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Totalprothese ist ein abnehmbarer Zahnersatz zur Wiederherstellung der Kausystemfunktion bei komplett zahnlosem Kiefer. Die Verankerung beruht hauptsächlich auf dem Ventileffekt, Kapillarkräften und der Adhäsion der Speichelschicht.
Vergrößerung
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Vergrößerung beschreibt die geometrische Vergrößerung des abgebildeten Objekts auf dem Röntgenbild im Vergleich zur tatsächlichen Objektgröße. Sie entsteht durch den divergenten Strahlengang der Röntgenstrahlung und hängt vom Fokus-Objekt-Abstand sowie vom Objekt-Empfänger-Abstand ab.
Vitamin D und Kalziumhaushalt
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Der Kalziumhaushalt wird hormonell durch Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol), Parathormon (PTH) und Calcitonin feinreguliert. Vitamin D3 entsteht in der Haut durch UV-B-Strahlung oder wird enteral aufgenommen und in Leber (25-Hydroxylierung) sowie Niere (1-alpha-Hydroxylierung) zur aktiven Wirkform Calcitriol umgewandelt. Calcitriol steigert die intestinale Ca2+- und Phosphatabsorption und fördert gemeinsam mit PTH den Knochenumbau zur Aufrechterhaltung der Serumkalziumkonzentration. Eine Imbalance beeinträchtigt die Mineralisation von Zahnhartsubstanzen und Alveolarknochen.
Wirkstoff
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Ein Wirkstoff (Active Pharmaceutical Ingredient, API) ist die biologisch aktive Komponente eines Arzneimittels, die für die prophylaktische, diagnostische oder therapeutische Wirkung verantwortlich ist. Er unterscheidet sich von den Hilfsstoffen, die lediglich als Träger-, Stabilisierungs- oder Geschmacksstoffe dienen. Die Einteilung und Benennung erfolgen international standardisiert nach dem INN-System (International Nonproprietary Name).
Wurzelkanalfüllung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Wurzelkanalfüllung ist der vollständige, fluid-dichte Verschluss des aufbereiteten und desinfizierten Wurzelkanalsystems. Sie soll die Rekontamination des Kanals durch Bakterien verhindern und verbliebene Mikroorganismen im Kanal einschließen. Standardmaterial ist Guttapercha in Kombination mit einem versiegelnden Sealer.
Wurzelkaries
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Wurzelkaries entsteht an freiliegenden Wurzeloberflächen nach Gingivarezession oder parodontaler Therapie. Da Wurzeldentin und Zement einen geringeren Mineralgehalt als Schmelz besitzen, beginnt die Demineralisation bereits bei einem höheren pH-Wert. Die Läsionen breiten sich typischerweise flächig entlang der Schmelz-Zement-Grenze aus.
Xerostomie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Xerostomie bezeichnet das subjektive Gefühl der Mundtrockenheit, während Hyposalivation die objektiv messbare Verminderung der Speichelfließrate beschreibt. Häufigste Ursache ist eine medikamentöse Nebenwirkung, daneben spielen Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich und Autoimmunerkrankungen eine Rolle. Der Speichelmangel beeinträchtigt Schutzfunktionen, Kauen, Schlucken und Sprechen erheblich.
Zahnfilm
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Zahnfilm ist eine intraorale Röntgenaufnahme, die einen umschriebenen Kieferbereich mit wenigen Zähnen vollständig inklusive Krone und Wurzelspitze abbildet. Der Begriff bezeichnet historisch das Filmmaterial, wird heute aber analog für digitale Speicherfolien und Festhaltesensoren verwendet.
Zahnung und Durchbruchsstörungen
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Der Durchbruch der Milchzähne beginnt in der Regel um den sechsten bis achten Lebensmonat mit den unteren mittleren Schneidezähnen und ist mit etwa 30 Monaten abgeschlossen. Begleitend treten häufig lokale Beschwerden auf: gerötete, geschwollene Schleimhaut, vermehrter Speichelfluss und Unruhe. Abzugrenzen sind echte Durchbruchsstörungen wie Durchbruchszysten oder ausbleibender Durchbruch.
Zentralstrahl
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Zentralstrahl ist der gedachte, geometrische Mittelstrahl eines Röntgenstrahlenbündels, der die Hauptstrahlrichtung angibt. Er entspringt dem Brennfleck (Fokus) der Röntgenröhre und weist die höchste Intensität sowie die geringste geometrische Divergenz auf. Bei dentalen Aufnahmeverfahren dient er als primäre Referenzlinie für die orthogradene Ausrichtung der Röntgenröhre zum Objekt und zum Bildempfänger.
Zystektomie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Zystektomie bezeichnet die vollständige chirurgische Entfernung (Enukleation) eines Zystenbalgs im Kiefer- oder Weichgewebe in einem Stück. Der entstehende Hohlraum wird primär verschlossen und heilt durch die Organisation des Blutkoagulums knöchern aus. Sie ermöglicht eine abschließende pathohistologische Untersuchung des gesamten Befundes.