Schmerzphysiologie der PulpaPhysiologie & BiochemiePrüfungsfokus
Die Schmerzphysiologie der Pulpa basiert auf der Innervation durch myelinisierte A-Delta-Fasern und unmyelinisierte C-Fasern. Reize auf das Dentin führen nach der hydrodynamischen Theorie von Brännström zu Flüssigkeitsverschiebungen in den Dentintubuli, welche die Nervenfasern im Plexus von Raschkow mechanisch erregen. Während A-Delta-Fasern für den hellen, lokalisierten Erstschmerz verantwortlich sind, vermitteln C-Fasern den dumpfen, ausstrahlenden Spätschmerz bei fortgeschrittener Entzündung. Die hohe Gewebedruckentwicklung in der starren Pulpahöhle verstärkt das Schmerzgeschehen bei einer Pulpitis exponentiell.