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Kavitätenklassen nach Black
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Kavitätenklassen nach Greene Vardiman Black sind eine topographische Einteilung von Kariesläsionen und den dazugehörigen Kavitätenpräparationen an Zähnen. Die ursprünglichen Klassen I bis V basieren auf der Lokalisation der Primärkaries und bestimmen die Prinzipien der mechanischen Verankerung. Sie bilden bis heute das weltweite Standardfundament für Dokumentation, Befundung und Behandlungsplanung in der Zahnerhaltung. Eine spätere Ergänzung stellt die Klasse VI dar.
Platzanalyse nach Moyers
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Platzanalyse nach Moyers ist ein vorhersagendes Verfahren im Wechselgebiss zur Ermittlung des Platzbedarfs für die noch nicht durchgebrochenen Eckzähne und Prämolaren. Sie nutzt die Summe der mesiodistalen Kronenbreiten der bereits durchgebrochenen untersten vier Schneidezähne als Referenzwert. Über standardisierte Wahrscheinlichkeitstabellen wird die voraussichtliche Breite der Stützzone im Ober- und Unterkiefer bestimmt.
Rot-Weiß-Ästhetik
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die Rot-Weiß-Ästhetik beschreibt das Zusammenspiel von Gingiva (rot) und Zahnhartsubstanz (weiß) im sichtbaren Bereich. Beurteilt werden unter anderem Gingivaverlauf, Papillenfüllung, Zahnproportionen und Symmetrie zur Gesichtsmitte. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht erst, wenn beide Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
Verlagerte und retinierte Zähne
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Als retiniert gilt ein Zahn, der nach Abschluss des normalen Wurzelwachstums seine physiologische Eruptionsposition in der Zahnreihe nicht erreicht hat. Von einer Verlagerung spricht man, wenn die Keimabweichung oder die Durchbruchsrichtung von der normalen Achse abweicht. Häufigste Ursachen sind Platzmangel, vorzeitiger Milchzahnverlust, persistierende Milchzähne oder mechanische Hindernisse wie Odontome.
Zahnmorphologie der Frontzähne
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Zahnmorphologie der Frontzähne umfasst die charakteristische Anatomie der Schneidezähne (Incisivi) und Eckzähne (Canini) im Ober- und Unterkiefer. Wichtige morphologische Formmerkmale wie das Wurzelmerkmal, Kronenflucht, Krümmungsmerkmal und Eckzahnmerkmal dienen der Seitenbestimmung. Die Palatinalflächen der Oberkieferfrontzähne weisen spezifische Tuberculi und Randleisten auf, während Unterkieferfrontzähne schmaler und meißelförmig aufgebaut sind.
Zahnmorphologie der Prämolaren
Propädeutik
Prüfungsfokus
Prämolaren stehen zwischen Eckzähnen und Molaren und besitzen in der Regel zwei Höcker, einen bukkalen und einen palatinalen beziehungsweise lingualen. Sie treten nur im bleibenden Gebiss auf und ersetzen die Milchmolaren. Die Wurzelverhältnisse variieren, wobei der obere erste Prämolar häufig zwei Wurzeln aufweist.
Zahnwechsel und Gebissentwicklung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Gebissentwicklung beschreibt den physiologischen Prozess von der Entstehung der Milchdentition über das Wechselgebiss bis hin zum vollständigen bleibenden Gebiss. Der Zahnwechsel gliedert sich in die erste Wechselgebissperiode mit Durchbruch der ersten Molaren und Inzisiven sowie die zweite Wechselgebissperiode mit Wechsel der Stützzone. Das zeitlich und räumlich koordinierte Eruptionsmuster ist entscheidend für das Erreichen einer eugnathen Okklusion.