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Cone Beam CT
Radiologie
Prüfungsfokus
Cone Beam CT (CBCT), im deutschsprachigen Raum als Digitale Volumentomographie (DVT) bezeichnet, ist ein dreidimensionales bildgebendes Verfahren. Mittels eines kegelförmigen Röntgenstrahls und eines Flachdetektors wird ein definiertes Volumensegment des Kieferbereichs mit hoher räumlicher Auflösung erfasst.
Kegelstrahl
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Kegelstrahl bezeichnet das pyramiden- oder kegelförmige Röntgenstrahlenbündel, das in der Digitale Volumentomographie (DVT) genutzt wird. Im Gegensatz zum fächerförmigen Strahl der Computertomographie erfasst er das gesamte Untersuchungsvolumen in einer einzigen Rotation um den Patientenkopf. Dadurch wird eine dreidimensionale Rekonstruktion bei vergleichsweise geringer Strahlendosis ermöglicht.
Digitale Volumentomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Digitale Volumentomographie ist ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren, bei dem ein kegelförmiges Strahlenbündel ein isotropes Volumendatenset der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregion erzeugt. Sie bietet eine hohe Ortsauflösung bei meist geringerer Dosis im Vergleich zur konventionellen Computertomographie.
ALADA
Radiologie
Prüfungsfokus
ALADA steht für 'As Low As Diagnostically Acceptable' und ist das weiterentwickelte Dosisoptimierungsprinzip in der zahnärztlichen Radiologie. Es besagt, dass die Strahlendosis so gering wie möglich sein soll, aber nur so hoch wie für eine diagnostisch verwertbare Bildqualität notwendig. Im Vergleich zu ALARA betont ALADA die diagnostische Mindestqualität als primäres Ziel.
Arbeitsschutz in der Zahnarztpraxis
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Der Arbeitsschutz verpflichtet die Praxisleitung, Gefährdungen für die Beschäftigten zu ermitteln, zu bewerten und Schutzmaßnahmen festzulegen. In der Zahnarztpraxis stehen biologische Arbeitsstoffe, Gefahrstoffe, Röntgenstrahlung und ergonomische Belastungen im Vordergrund. Grundlage ist eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung, aus der Unterweisungen und Schutzmaßnahmen abgeleitet werden.
Artikulator und Gesichtsbogen
Propädeutik
Prüfungsfokus
Ein Artikulator ist ein mechanisches Gerät zur Simulation der Unterkieferbewegungen und Nachbildung der Kiefergelenke außerhalb des Mundes. Der Gesichtsbogen dient der schädel- bzw. gelenkbezüglichen Übertragung der Oberkieferposition des Patienten in den Artikulator. Dadurch wird die Drehachse der Kondylen exakt reproduziert, um Okklusionsfehler bei prothetischen Rekonstruktionen zu minimieren.
Ästhetische Analyse und Smile Design
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die ästhetische Analyse erfasst systematisch Gesichts-, Lippen-, Gingiva- und Zahnparameter vor einer ästhetischen Behandlung. Beurteilt werden unter anderem Gesichtsmittellinie, Lachlinie, Inzisalkantenverlauf und Zahnproportionen. Digitale Verfahren übertragen die Planung auf Fotos und Modelle und machen sie im Mock-up erlebbar.
Aufbereitung von Medizinprodukten
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Die Aufbereitung von Medizinprodukten umfasst Vorbehandlung, Reinigung, Desinfektion, Spülung, Trocknung, Prüfung, Pflege, Verpackung, Sterilisation, Freigabe und Dokumentation. Die maschinelle Aufbereitung im Reinigungs- und Desinfektionsgerät ist der manuellen vorzuziehen, weil sie validierbar und reproduzierbar ist. Umfang und Verfahren richten sich nach der Risikoeinstufung des Produkts.
Aufsuchende Betreuung
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die aufsuchende Betreuung umfasst zahnmedizinische Versorgung außerhalb der Praxis, etwa in Pflegeeinrichtungen oder in der häuslichen Umgebung. Sie richtet sich an Menschen, die die Praxis aufgrund von Immobilität oder Pflegebedürftigkeit nicht mehr erreichen. Diagnostik und Therapie sind durch eingeschränkte technische Möglichkeiten limitiert.
Befestigungszemente
Propädeutik
Prüfungsfokus
Befestigungsmaterialien verbinden indirekte Restaurationen mit der Zahnhartsubstanz. Konventionelle Zemente wie Zinkphosphat- und Glasionomerzement wirken überwiegend mechanisch retentiv. Adhäsive Kompositzemente erzeugen einen chemisch-mikromechanischen Verbund und sind bei retentionsschwachen Präparationen erforderlich.
CMD-Screening
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Das CMD-Screening ist eine kurze, standardisierte Untersuchung, mit der sich in wenigen Minuten abschätzen lässt, ob eine weiterführende Funktionsanalyse nötig ist. Erfasst werden typischerweise Mundöffnung und Asymmetrie der Öffnungsbewegung, Gelenkgeräusche, Schmerz bei Palpation von Muskulatur und Gelenk, exzentrische Bewegungen sowie okklusale Auffälligkeiten. Es ersetzt die klinische Funktionsanalyse nicht, sondern steuert deren Indikation.
Datenschutz in der Praxis
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Gesundheitsdaten zählen zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten und unterliegen erhöhtem Schutz. Die Praxis muss Verarbeitungszwecke festlegen, Betroffene informieren und technische wie organisatorische Schutzmaßnahmen umsetzen. Ergänzend gilt die ärztliche Schweigepflicht, die vom Datenschutzrecht unabhängig fortbesteht.
Ferrule-Effekt
Prothetik
Prüfungsfokus
Der Ferrule-Effekt beschreibt den stützenden Fassreifeneffekt einer Krone, die die verbliebene gesunde Zahnsubstanz zirkulär umfasst. Er erfordert eine koronal der Präparationsgrenze liegende Dentinhöhe von mindestens 1,5 bis 2 mm.
Frühbehandlung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Frühbehandlung greift bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss ein, um sich verschlechternde Befunde abzufangen. Typische Indikationen sind ausgeprägte Kreuzbisse mit Zwangsführung, Habits und schwere skelettale Abweichungen. Ziel ist die Verhinderung einer Verschlimmerung, nicht die abschließende Korrektur.
GOZ – Gebührenordnung für Zahnärzte
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Die GOZ regelt die Abrechnung zahnärztlicher Leistungen für Privatversicherte und Selbstzahler. Der Rechnungsbetrag ergibt sich aus der Punktzahl der Gebührennummer, dem gesetzlich festgelegten Punktwert und einem Steigerungsfaktor. Der Faktor bildet Schwierigkeit und Zeitaufwand der einzelnen Leistung ab.
Heil- und Kostenplan
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Der Heil- und Kostenplan dokumentiert Befund, geplante Versorgung und voraussichtliche Kosten vor Beginn einer Zahnersatzbehandlung. Er wird der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt und ist Grundlage für den Festzuschuss. Für den Patienten schafft er Transparenz über Eigenanteil und Behandlungsumfang.
Instrumentelle Funktionsanalyse
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die instrumentelle Funktionsanalyse registriert Unterkieferbewegungen apparativ und überträgt sie auf einen Artikulator. Verfahren wie Axiographie und Kondylographie zeichnen die Bewegungsbahnen der Kondylen auf. Ziel ist die individuelle Programmierung des Artikulators und die Beurteilung der Gelenkbahnen.
Knochenstoffwechsel und RANKL
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Der Knochenstoffwechsel ist ein dynamischer Prozess aus Knochenaufbau durch Osteoblasten und Knochenabbau durch Osteoklasten. Das Signalweg-Trio RANKL, RANK und Osteoprotegerin (OPG) reguliert maßgeblich die Osteoklastendifferenzierung. RANKL wird von Osteoblasten und Osteozyten exprimiert, bindet an den RANK-Rezeptor auf Osteoklastenvorläuferzellen und induziert deren Fusion und Aktivierung. OPG fungiert als löslicher Decoy-Rezeptor, der RANKL bindet und somit den Knochenabbau hemmt.
Okklusionsschiene
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die Okklusionsschiene ist eine herausnehmbare, meist im Oberkiefer getragene Kunststoffschiene mit definierter Okklusionsgestaltung. Sie schützt die Zahnhartsubstanz vor Attrition, entlastet Muskulatur und Gelenke und stabilisiert die Unterkieferposition. Als reversible Maßnahme steht sie am Anfang der CMD-Therapie.
Osteoporose und antiresorptive Therapie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Osteoporose wird im Alter häufig mit antiresorptiven Substanzen behandelt, vor allem Bisphosphonaten und dem RANKL-Antikörper Denosumab. Beide hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenumbau. Für die Zahnmedizin ist das relevant, weil der Kieferknochen bei chirurgischen Eingriffen dann verzögert oder unzureichend heilt und eine Kiefernekrose entstehen kann.
Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Qualitätsmanagement umfasst die systematische Beschreibung, Überprüfung und Verbesserung von Praxisabläufen. Es ist für vertragszahnärztliche Praxen verpflichtend und stützt sich auf Instrumente wie Prozessbeschreibungen, Checklisten, Fehlermanagement und Fortbildungsplanung. Leitgedanke ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess.
Röhrenspannung und Bildqualität
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Röhrenspannung in Kilovolt bestimmt die Energie und damit das Durchdringungsvermögen der Röntgenstrahlung. Höhere Spannung erzeugt härtere Strahlung, die mehr Gewebe durchdringt und ein kontrastärmeres, aber detailreicheres Bild mit größerem Graustufenumfang liefert. Das Produkt aus Röhrenstrom und Belichtungszeit in Milliamperesekunden bestimmt dagegen die Menge der erzeugten Strahlung und damit die Schwärzung.
Röntgensensor und digitale Bildaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
In der digitalen intraoralen Radiographie werden zwei Systeme unterschieden. Festkörpersensoren auf CCD- oder CMOS-Basis liefern das Bild unmittelbar, sind aber starr, dick und kabelgebunden. Speicherfolien sind biegsam und in der Handhabung dem Zahnfilm ähnlich, benötigen jedoch einen Auslesevorgang in einem Scanner und sind gegenüber Licht empfindlich.
Stiftaufbau
Prothetik
Prüfungsfokus
Ein Stiftaufbau dient der Verankerung einer Stumpfaufbauplastik bei stark zerstörten, endodontisch behandelten Zähnen. Er überträgt auftretende Kaukräfte tief in die Wurzelstruktur.
Tomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Tomographie ist ein bildgebendes Schnittbildverfahren, das Schichtaufnahmen eines dreidimensionalen Objekts ohne Überlagerung darstellt. Durch die computergestützte Rekonstruktion werden Gewebestrukturen in einzelnen Ebenen detailliert sichtbar gemacht.
White-Spot-Läsionen nach kieferorthopädischer Behandlung
Ästhetik
Prüfungsfokus
White-Spot-Läsionen sind kreidig-weiße Initialläsionen mit intakter Oberfläche, die im Umfeld festsitzender Apparaturen entstehen. Der Bracketumfang bietet Retentionsnischen, in denen sich Biofilm über Monate ungestört anreichert. Sie zeigen sich typischerweise als halbmondförmige Areale zervikal und um die Bracketbasis herum, sobald die Apparatur entfernt wird.
Zentrische Relation
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die zentrische Relation beschreibt eine definierte, reproduzierbare Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer, bei der die Kondylen eine kranial-ventrale Position in der Fossa einnehmen. Sie ist zahnunabhängig und dient als Referenzposition für Diagnostik und umfangreiche Rekonstruktionen. Davon zu unterscheiden ist die maximale Interkuspidation als rein zahnbezogene Position.