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Mundspüllösungen
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Mundspüllösungen sind flüssige Zubereitungen zur Aushülfe der Mundhygiene, die antiseptische, entzündungshemmende oder kariespräventive Wirkstoffe enthalten. Sie dienen der Reduktion der oralen Keimzahl sowie der Plaquebildung im Subgingival- und Interdentalraum. Man unterscheidet kosmetische Verwendungsformen von medizinisch indizierten Präparaten.
Demenz und zahnmedizinische Betreuung
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Demenzerkrankungen beeinträchtigen Gedächtnis, Orientierung und Handlungsplanung und damit auch die Fähigkeit zur Mundhygiene und Kooperation. Mit fortschreitender Erkrankung übernimmt zunehmend das Umfeld die Mundpflege. Behandlungsplanung und Kommunikation müssen an das Krankheitsstadium angepasst werden.
Chlorhexidin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Chlorhexidin ist ein kationisches Bisbiguanid-Antiseptikum mit breitem Spektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Pilze. Durch seine hohe Substantivität haftet es lang anhaltend an oralen Oberflächen und verzögert die Plaque-Neubildung nachhaltig. Es gilt als Goldstandard in der chemischen Plaquekontrolle.
ALADA
Radiologie
Prüfungsfokus
ALADA steht für 'As Low As Diagnostically Acceptable' und ist das weiterentwickelte Dosisoptimierungsprinzip in der zahnärztlichen Radiologie. Es besagt, dass die Strahlendosis so gering wie möglich sein soll, aber nur so hoch wie für eine diagnostisch verwertbare Bildqualität notwendig. Im Vergleich zu ALARA betont ALADA die diagnostische Mindestqualität als primäres Ziel.
Alterszahnmedizin Grundlagen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Alterszahnmedizin befasst sich mit der zahnmedizinischen Betreuung älterer und häufig multimorbider Menschen. Sie berücksichtigt altersassoziierte Veränderungen von Zähnen, Schleimhaut und Speichelfluss ebenso wie Allgemeinerkrankungen, Medikation und Pflegebedürftigkeit. Das Behandlungsziel verschiebt sich von der maximalen Rekonstruktion hin zu Erhaltbarkeit, Hygienefähigkeit und Lebensqualität.
Antiseptika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Antiseptika sind chemische Substanzen, die lokal auf lebenden Geweben wie Haut oder Schleimhaut angewendet werden, um Erreger abzutöten oder deren Wachstum zu hemmen. Im Gegensatz zu Antibiotika wirken sie weitgehend unspezifisch gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen. In der Zahnmedizin dienen sie der Reduktion der oralen Keimzahl.
Aufsuchende Betreuung
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die aufsuchende Betreuung umfasst zahnmedizinische Versorgung außerhalb der Praxis, etwa in Pflegeeinrichtungen oder in der häuslichen Umgebung. Sie richtet sich an Menschen, die die Praxis aufgrund von Immobilität oder Pflegebedürftigkeit nicht mehr erreichen. Diagnostik und Therapie sind durch eingeschränkte technische Möglichkeiten limitiert.
Befestigungszement
Prothetik
Prüfungsfokus
Befestigungszemente sind zahnmedizinische Werkstoffe zum dauerhaften oder temporären Eingliedern von indirekten Restaurationen (z. B. Kronen, Brücken, Inlays) auf natürlichen Zahnstümpfen oder Abutments. Sie füllen den Befestigungsspalt aus, bieten Mikroraduktion oder chemische Adhäsion und verhindern die Randspaltbesiedlung durch Bakterien. Das Spektrum reicht von konventionellen Säure-Base-Zementen bis zu adhäsiven Befestigungskompositen.
Bleichmittel und Wirkmechanismus
Ästhetik
Prüfungsfokus
Zahnaufhellung beruht auf der Oxidation farbtragender Moleküle durch Peroxide. Wasserstoffperoxid zerfällt zu freien Radikalen, die große, konjugierte Chromophore in kleinere, farblose Bruchstücke spalten. Carbamidperoxid ist ein Trägermolekül, das im Mund in Wasserstoffperoxid und Harnstoff zerfällt – etwa ein Drittel seiner Konzentration wirkt als Wasserstoffperoxid.
Blutstillung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Blutstillung (Hämostase) umfasst alle physiologischen Prozesse und medizinischen Maßnahmen zur Unterbrechung einer Blutgerinnung und Blutstillung im Wundgebiet. In der Oralchirurgie unterscheidet man zwischen der primären vaskulären Hämostase und der sekundären plasmatischen Blutgerinnung sowie mechanischen, chemischen oder thermischen Interventionen. Ziel ist die Vermeidung von Nachblutungen und die Sicherung einer ungestörten Wundheilung.
Dysphagie und Aspirationspneumonie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs, die im Alter durch nachlassende Muskelkraft, Koordinationsstörungen und neurologische Erkrankungen begünstigt wird. Gelangt Material in die Atemwege, kann sich eine Aspirationspneumonie entwickeln. Deren Erregerspektrum stammt zu einem erheblichen Teil aus dem oralen Biofilm, womit die Mundhygiene unmittelbar pneumonieprophylaktisch wirkt.
Hormonelle Einflüsse auf das Parodont
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Sexualhormone beeinflussen die Gefäßpermeabilität und die Zusammensetzung der subgingivalen Flora. Erhöhte Östrogen- und Progesteronspiegel verstärken die Entzündungsreaktion des Zahnfleischs auf vorhandene Plaque. Der Biofilm bleibt jedoch die notwendige Voraussetzung, die Hormone wirken lediglich modulierend.
Inkrustation
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Unter einer Inkrustation versteht man in der Zahnmedizin eine aufgelagerte, nicht-mineralisierte oder partiell mineralisierte Verfärbung der Zahnoberfläche. Sie entsteht durch die Anlagerung von Farbstoffen aus Nahrungs- und Genussmitteln sowie Medikamenten an das Pellikel. Im Gegensatz zu Plaque und Zahnstein ist sie primär kosmetischer Natur.
Mehrkosten- und Privatvereinbarung
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Wünscht ein gesetzlich versicherter Patient eine Leistung, die über das Maß des Notwendigen hinausgeht, muss dies vor Behandlungsbeginn schriftlich vereinbart werden. Bei Füllungen betrifft das die Mehrkostenvereinbarung, bei vollständig außervertraglichen Leistungen die Privatvereinbarung. Ohne die schriftliche Form vor Behandlungsbeginn entsteht kein Vergütungsanspruch.
Mikrobiom der Mundhöhle
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Das Mikrobiom der Mundhöhle umfasst die Gesamtheit aller Mikroorganismen (Bakterien, Archaeen, Pilze, Viren), die die verschiedenen oralen Habitate besiedeln. Über 700 Bakterienarten leben im komplexen Gleichgewicht eines Biofilms, wobei Streptococcus-Arten oft den Pionieraufwuchs auf dem Zahnschmelz bilden. Eine ökologische Verschiebung dieser Mikrobiota (Dysbiose) durch Milieuänderungen führt zur Selektion pathogener Keime. So begünstigt ein azides Milieu azidogene Säurebildner wie Streptococcus mutans (Karies), während ein anaerobes, proteinreiches Milieu Porphyromonas gingivalis (Parodontitis) fördert.
Morbus Parkinson in der Zahnmedizin
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Der Morbus Parkinson führt über Rigor, Tremor und Bradykinese zu erheblichen Einschränkungen der Mundhygienefähigkeit. Hinzu kommen Schluckstörungen, eine verminderte automatische Speichelclearance mit Sialorrhoe sowie eine oft ausgeprägte Xerostomie durch die anticholinerge Begleitmedikation. Die Kombination erhöht das Karies- und Parodontitisrisiko deutlich.
Niederlassung und Praxisformen
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Die zahnärztliche Berufsausübung ist in verschiedenen Organisationsformen möglich, von der Einzelpraxis über die Berufsausübungsgemeinschaft und Praxisgemeinschaft bis zum medizinischen Versorgungszentrum. Die Formen unterscheiden sich in Haftung, Abrechnung, Investitionsbedarf und unternehmerischer Freiheit. Für die vertragszahnärztliche Tätigkeit ist die Zulassung erforderlich.
Osteoporose und antiresorptive Therapie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Osteoporose wird im Alter häufig mit antiresorptiven Substanzen behandelt, vor allem Bisphosphonaten und dem RANKL-Antikörper Denosumab. Beide hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenumbau. Für die Zahnmedizin ist das relevant, weil der Kieferknochen bei chirurgischen Eingriffen dann verzögert oder unzureichend heilt und eine Kiefernekrose entstehen kann.
Präzisionsabformung
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präzisionsabformung ist ein zahnmedizinisches Verfahren zur exakten zweidimensionalen und dreidimensionalen Wiedergabe der oralen Strukturen und Präparationsgrenzen. Sie erfolgt meist mit elastischen Abformmaterialien wie Additionssilikonen oder Polyethern sowie zunehmend mittels Intraoralscanner.
Risikofaktoren und Kontraindikationen der Implantation
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Eignung für eine Implantatversorgung wird durch allgemeinmedizinische, lokale und verhaltensbezogene Faktoren bestimmt. Absolute Kontraindikationen sind selten, relative Risiken dagegen häufig und meist beeinflussbar. Eine strukturierte Anamnese ist Voraussetzung jeder Implantatplanung.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Strahlenexposition
Radiologie
Prüfungsfokus
Strahlenexposition bezeichnet das Einwirken ionisierender Strahlung auf den menschlichen Körper oder Gewebe. In der zahnärztlichen Radiologie handelt es sich meist um eine gezielte, lokale Exposition zu diagnostischen Zwecken. Sie wird quantitativ über die Äquivalent- bzw. Effektivdosis in Sievert (Sv) gemessen.