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Knochenstoffwechsel und RANKL
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Der Knochenstoffwechsel ist ein dynamischer Prozess aus Knochenaufbau durch Osteoblasten und Knochenabbau durch Osteoklasten. Das Signalweg-Trio RANKL, RANK und Osteoprotegerin (OPG) reguliert maßgeblich die Osteoklastendifferenzierung. RANKL wird von Osteoblasten und Osteozyten exprimiert, bindet an den RANK-Rezeptor auf Osteoklastenvorläuferzellen und induziert deren Fusion und Aktivierung. OPG fungiert als löslicher Decoy-Rezeptor, der RANKL bindet und somit den Knochenabbau hemmt.
Orthopantomogramm
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Orthopantomogramm ist eine extraorale Tomographieaufnahme, die einen zusammenhängenden Überblick über das gesamte Gebiss, die Kieferknochen und die Kieferhöhlen ermöglicht. Die Bildgebung basiert auf der synchronen Rotation von Röntgenröhre und Detektor um den Kopf des Patienten.
Überlagerungen im Panoramaschichtbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Panoramaschichtbild entsteht durch eine synchrone Bewegung von Röhre und Bildempfänger um den Kopf. Strukturen außerhalb der Schichtebene werden unscharf, verzerrt oder gar nicht abgebildet. Zusätzlich entstehen Geisterbilder: Objekte zwischen Röhre und Drehzentrum werden ein zweites Mal auf der Gegenseite abgebildet, vergrößert, unscharf und nach oben versetzt.
Bildgebung des Kiefergelenks
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die Bildgebung des Kiefergelenks richtet sich nach der Fragestellung. Knöcherne Veränderungen wie Abflachungen, Osteophyten oder Erosionen werden am besten mit der digitalen Volumentomographie dargestellt. Der Diskus als Weichgewebe ist nur in der Magnetresonanztomographie beurteilbar, die damit die Referenzmethode bei Verdacht auf Diskusverlagerung ist.
Digitale Volumentomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Digitale Volumentomographie ist ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren, bei dem ein kegelförmiges Strahlenbündel ein isotropes Volumendatenset der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregion erzeugt. Sie bietet eine hohe Ortsauflösung bei meist geringerer Dosis im Vergleich zur konventionellen Computertomographie.
Dosis
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Dosis bezeichnet in der Radiologie das Maß für die absorbierte oder wirksame Menge an ionisierender Strahlung. Unterschieden werden unter anderem die Energiedosis (Absorptionsenergie pro Masse in Gray) und die Äquivalent- bzw. Effektive Dosis (in Sievert), welche die biologische Strahlenwirkung berücksichtigt.
Schichtebene
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Schichtebene (auch Bildebene oder fokale Schicht) ist der vordefinierte dreidimensionale Bereich bei tomografischen Aufnahmeverfahren, der auf dem Bild scharf abgebildet wird. Objekte außerhalb dieser Schicht werden unscharf dargestellt, verzerrt oder vollständig ausgemittelt. In der Panoramaschichtaufnahme entspricht die Schichtebene dem Zahnbogenverlauf des Kieferkamms.
Schilddrüsenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Schilddrüsenschutz ist eine radiologische Schutzvorrichtung, meist in Form eines Bleikragens oder Schilddrüsenschutzschildes mit einem Äquivalentwert von mindestens 0,35 bis 0,5 mm Blei. Er schützt das Schilddrüsengewebe vor direkter Nutzstrahlung und Sekundärstrahlung während dentalen Röntgenaufnahmen. Die Anwendung ist Teil der strahlenschutzrechtlichen Vorgaben zur Expositionsminimierung.
Trauma
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Unter einem dentalen oder maxillofazialen Trauma versteht man eine mechanisch bedingte Verletzung der Zähne, des Halteapparates, des Alveolarknochens oder der orofazialen Weichgewebe. Es entsteht meist durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung im Rahmen von Sport-, Verkehrs- oder Rohheitsdelikten. Die Klassifikation erfolgt international nach den WHO-Kriterien für Zahn- und Kieferverletzungen.