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Knochenangebot und Knochenqualität
Implantologie
Prüfungsfokus
Vor jeder Implantation werden Menge und Beschaffenheit des ortsständigen Knochens beurteilt. Das Knochenangebot beschreibt Höhe und Breite des Alveolarfortsatzes, die Knochenqualität den Anteil und die Dichte von Kortikalis und Spongiosa. Gebräuchlich ist die Einteilung nach Lekholm und Zarb in die Klassen D1 bis D4.
Radiopazität
Radiologie
Prüfungsfokus
Radiopazität bezeichnet die hohe Schwächung von Röntgenstrahlung durch dichtes Gewebe oder Material, was zu einer hellen bis weißen Darstellung auf dem Radiogramm führt. Je höher die Ordnungszahl und Dichte des Materials, desto ausgeprägter ist die Verschattung.
Röntgenkontrast
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Röntgenkontrast bezeichnet den Dichte- bzw. Helligkeitsunterschied zwischen zwei benachbarten Bereichen auf einem Röntgenbild. Er entsteht durch die unterschiedliche Schwächung der Röntgenstrahlung beim Durchgang durch Gewebe verschiedener Dichte und Ordnungszahl. Ein ausgewogener Kontrast ist Voraussetzung für die Differenzierung von Hart- und Weichgeweben sowie pathologischen Veränderungen.
Schichtebene
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Schichtebene (auch Bildebene oder fokale Schicht) ist der vordefinierte dreidimensionale Bereich bei tomografischen Aufnahmeverfahren, der auf dem Bild scharf abgebildet wird. Objekte außerhalb dieser Schicht werden unscharf dargestellt, verzerrt oder vollständig ausgemittelt. In der Panoramaschichtaufnahme entspricht die Schichtebene dem Zahnbogenverlauf des Kieferkamms.
Pulpanekrose
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Pulpanekrose ist der irreversible, avaskuläre Untergang des Zahnmarkgewebes infolge von bakteriellen Toxinen, Trauma oder chemisch-physikalischen Reizen. Sie stellt das Endstadium einer nicht behandelten, schweren Pulpitis dar und führt zum vollständigen Verlust der Sensibilität des Zahnes. Durch das Einwandern anaerober Bakterien entwickelt sich häufig eine infizierte Pulpanekrose mit periapikaler Parodontitis.
Abformmaterial
Prothetik
Prüfungsfokus
Abformmaterialien sind Hilfsstoffe zur präzisen negativen Formabformung von oralen Strukturen wie Zähnen, Kieferkämmen und Schleimhäuten. Sie bilden die Grundlage für die Herstellung von Arbeitsmodellen im zahntechnischen Labor. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen starren, irreversibel-elastischen (z. B. Elastomeren, Alginat) und reversibel-elastischen Materialien.
Alveolarkammaugmentation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Alveolarkammaugmentation bezeichnet den chirurgischen Wiederaufbau eines atrophiierten oder defekten Alveolarfortsatzes. Ziel ist die Wiederherstellung des vertikalen und/oder horizontalen Knochenangebots für eine spätere implantologische oder prothetische Versorgung. Es kommen autologe, allogene, xenogene oder synthetische Materialien sowie Rekonstruktionstechniken zum Einsatz.
Atraumatische Restaurationstechnik
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Atraumatische Restaurationstechnik (ART) ist ein präventives und restauratives Behandlungskonzept zur Ausräumung kariesbedingter Defekte ausschließlich mit Handinstrumenten. Anschließend werden die Kavitäten und angrenzenden Fissuren mit einem adhäsiven Werkstoff, meist Glasionomerzement, versiegelt. Ziel ist der Zahnerhalt bei maximaler Gewebeschonung ohne Schmerzerzeugung durch Bohrer oder Anästhesie.
CAD/CAM
Prothetik
Prüfungsfokus
CAD/CAM bezeichnet die computergestützte Konstruktion und Fertigung von dentalem Zahnersatz. Mithilfe digitaler Abformung und Fräs- bzw. 3D-Druckverfahren werden Inlays, Kronen, Brücken und Implantatversorgungen hochpräzise hergestellt.
Dentin
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Dentin ist das mineralisierte, avaskuläre Hartgewebe des Zahnes, das die Pulpenhöhle umschließt und von Zahnschmelz sowie Wurzelzement bedeckt wird. Es wird zeitlebens von den Odontoblasten gebildet, deren Fortsätze in den Dentinkanälchen verlaufen. Im Vergleich zum Schmelz ist es elastischer und hat einen höheren organischen Anteil.
Ersatzmaterial
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Als Ersatzmaterial werden in der Zahnerhaltung direkt oder indirekt eingebrachte Werkstoffe bezeichnet, die verloren gegangene Zahnsubstanz funktionell und ästhetisch rekonstruieren. Zu den gebräuchlichsten Direktmaterialien zählen Komposite, Glasionomerzemente und Amalgam, während Keramiken und Goldlegierungen für indirekte Restaurationen genutzt werden. Sie müssen biokompatibel, mechanisch stabil und randschlussdicht sein.
Externes Bleaching
Ästhetik
Prüfungsfokus
Beim externen Bleaching wird ein Peroxidpräparat auf die Außenfläche vitaler Zähne aufgebracht. Wasserstoffperoxid zerfällt zu reaktiven Sauerstoffradikalen, die langkettige Farbstoffmoleküle in der Zahnhartsubstanz oxidativ aufspalten. Man unterscheidet die häusliche Anwendung mit Schiene vom In-Office-Bleaching in der Praxis.
Fokus
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Fokus (Brennfleck oder Anodenbrennfleck) ist der Bereich auf der Anode der Röntgenröhre, auf den die Elektronen treffen und Röntgenstrahlung erzeugt wird. Die Größe des optischen Fokus bestimmt entscheidend die geometrische Unschärfe und damit die Bildschärfe des Radiogramms.
Gesteuerte Knochenregeneration (GBR)
Implantologie
Prüfungsfokus
Die gesteuerte Knochenregeneration nutzt eine Barrieremembran, um einen Knochendefekt vom schneller einwachsenden Weichgewebe abzuschirmen. Unter dem so geschaffenen Raum können die langsameren knochenbildenden Zellen den Defekt besiedeln. Der Raum wird in der Regel mit autologem Knochen, Knochenersatzmaterial oder einer Mischung stabilisiert.
Gipsarten in der Zahntechnik
Propädeutik
Prüfungsfokus
Dentalgipse sind mineralische Werkstoffe auf Basis von Calciumsulfat-Hydraten, die in der Zahnmedizin zur Herstellung von Studien-, Arbeits- und Meistermodellen verwendet werden. Gemäß ISO 6873 werden fünf Typen unterschieden, die sich in Verarbeitungsbreite, Expansion und Druckfestigkeit differenzieren. Die Aushärtung beruht auf einer exothermen Rehydratationsreaktion von Calciumsulfat-Hemihydrat zu Calciumsulfat-Dihydrat. Je nach Herstellungsverfahren des Hemihydrats entsteht Beta-Hemihydrat mit poröser Struktur oder Alpha-Hemihydrat mit dichten Kristallen.
Guided Bone Regeneration
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Guided Bone Regeneration ist ein chirurgisches Verfahren zum Wiederaufbau von Knochendefekten mittels physikalischer Barrieremembranen. Die Membran verhindert das schnelle Einwachsen von Bindegewebe und ermöglicht den langsamer regenerierenden osteogenen Zellen die Knochenneubildung.
Guttapercha
Endodontie
Prüfungsfokus
Guttapercha ist ein getrockneter Pflanzensaft, der als thermoplastisches Standardmaterial zur Wurzelfüllung dient. Das Material zeichnet sich durch hohe Biokompatibilität, Radiopazität und Reversibilität aus. Zur vollständigen Abdichtung muss Guttapercha stets mit einem Sealer kombiniert werden.
Implantatbettaufbereitung
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Implantatbettaufbereitung ist die schrittweise Präparation des knöchernen Lagers mit aufsteigenden Bohrerdurchmessern. Ziel ist eine passgenaue Kavität, die dem Implantat Halt gibt, ohne den Knochen thermisch oder mechanisch zu schädigen. Kernproblem ist die Hitzeentwicklung: Knochen reagiert auf Überwärmung mit Nekrose.
Internes Bleaching
Ästhetik
Prüfungsfokus
Das interne Bleaching hellt einen wurzelkanalbehandelten, dunkel verfärbten Zahn von der Pulpakammer aus auf. Nach Entfernung des Wurzelfüllmaterials bis unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze wird ein zervikaler Verschluss gelegt und das Bleichmittel eingebracht. Bei der Walking-Bleach-Technik verbleibt das Mittel über mehrere Tage im Zahn.
Kariesexkavation
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Kariesexkavation bezeichnet das kontrollierte Entfernen von demineralisierter und bakteriell infizierter Zahnhartsubstanz im Rahmen der Füllungstherapie. Ziel ist das Stoppen der Kariesprogression unter maximaler Schonung pulpanahen, remineralisierbaren Gewebes. Modernere Konzepte unterscheiden strikt zwischen infiziertem und remineralisierbarem Dentin.
Keramik
Prothetik
Prüfungsfokus
Keramik ist ein anorganischer, nichtmetallischer Werkstoff, der in der Zahnmedizin aufgrund seiner exzellenten Biokompatibilität und Ästhetik weit verbreitet ist. Das Material imitiert die optischen Eigenschaften der natürlichen Zahnsubstanz wie Transluzenz und Opaleszenz nahezu perfekt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Silikatkeramiken, Oxidkeramiken und Harz-Matrix-Keramiken.
Kiefergelenk Anatomie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) ist ein echtes, inkongruentes Doppelgelenk, das die Mandibel beweglich mit dem Os temporale verbindet. Die Gelenkflächen werden durch die Fossa mandibularis, das Tuberculum articulare und das Caput mandibulae gebildet. Ein biconcaver Discus articularis aus dichtem faserigen Bindegewebe unterteilt die Gelenkhöhle vollständig in eine diskotemporale und eine diskomandibuläre Kammer. Der Überzug der Gelenkflächen besteht im Gegensatz zu den meisten anderen echten Gelenken aus Faserknorpel.
Knochenaugmentation
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Knochenaugmentation stellt ein für die Implantation ausreichendes Knochenlager wieder her. Bei der gesteuerten Knochenregeneration trennt eine Membran das langsam regenerierende Knochengewebe vom schneller proliferierenden Weichgewebe. Als Materialien dienen autologer Knochen sowie allogene, xenogene und alloplastische Ersatzmaterialien.
Kofferdam
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Kofferdam ist ein elastisches Gummi- oder Kunststofftuch, das zur isolierenden Trockenlegung eines oder mehrerer Zähne in der Mundhöhle angewendet wird. Er trennt das Behandlungsfeld vollständig von Speichel, Blutung und der feuchten Mundhöhlenatmosphäre ab. Durch den Einschliff von Lochungen und die Fixierung mittels spezieller Kofferdamklammern wird eine aseptische Arbeitsumgebung geschaffen.
Mandibula
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Mandibula ist der hufeisenförmige, einzige bewegliche Knochen des Gesichtsschädels und bildet den Unterkiefer. Sie trägt die Zahnreihe des Unterkieferzahnbogens und artikuliert über die Processus condylares mit dem Temporalbone im Kiefergelenk.
Matrizensysteme
Propädeutik
Prüfungsfokus
Matrizen ersetzen bei approximalen Restaurationen die fehlende Kavitätenwand und formen den Kontaktpunkt. Man unterscheidet zirkuläre Matrizensysteme von Teilmatrizen, die zusammen mit Separierringen verwendet werden. Keile fixieren die Matrize zervikal und verhindern Überschüsse.
Maxilla
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Maxilla bezeichnet den paarigen Oberkieferknochen, der den zentralen Teil des Viszerokraniums bildet. Sie enthält die Sinus maxillares (Kieferhöhlen) und begrenzt die Mundhöhle, die Nasenhöhle sowie die Augenhöhlen.
Medikamentenassoziierte Kiefernekrose
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die medikamentenassoziierte Kiefernekrose ist eine schwere unerwünschte Arzneimittelwirkung antiresorptiver oder antiangiogenetischer Substanzen, die durch frei liegenden Knochen im Kieferbereich charakterisiert ist. Die Diagnose setzt voraus, dass der freiliegende Knochen über mehr als 8 Wochen besteht und keine Bestrahlung der Kieferregion vorlag. Typischer Auslöser ist ein zahnärztlich-chirurgischer Eingriff wie eine Zahnextraktion.
Milchzahnpulpotomie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Pulpotomie ist die Entfernung der entzündeten Kronenpulpa unter Erhalt der vitalen Wurzelpulpa am Milchzahn. Die Amputationswunde wird mit einem Medikament abgedeckt, das die verbleibende Pulpa erhält oder fixiert. Ziel ist der Erhalt des Milchzahns als Platzhalter bis zum physiologischen Zahnwechsel.
Mund-Antrum-Verbindung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Mund-Antrum-Verbindung bezeichnet eine iatrogene oder traumatische Eröffnung der Kieferhöhle zur Mundhöhle, häufig im Rahmen der Extraktion oberer Molaren. Unbehandelt führt diese offene Verbindung durch aufsteigende Mundhöhlenbakterien zur chronischen Sinusitis maxillaris.
Panoramaschichtaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Panoramaschichtaufnahme ist ein extraorales Tomographieverfahren zur einklappungsfreien Gesamtdarstellung des Kausystems. Sie bildet die Ober- und Unterkieferbögen einschließlich der Kiefergelenke und der Kieferhöhlen in einer vorgegebenen Schichtebene ab. Das Verfahren beruht auf der gekoppelten Gegenrotation von Röntgenröhre und Bildempfänger um den Kopf des Patienten.
Parodontale Regeneration
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die parodontale Regeneration umfasst chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung des verloren gegangenen Zahnhalteapparates einschließlich Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen. Im Gegensatz zur Reparatur bildet sich hierbei ein funktionelles, neu organisiertes Attachement aus. Zum Einsatz kommen Schmelzmatrixproteine, Knochenersatzmaterialien und Barrieremembranen.
Präparationsgrenze
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präparationsgrenze bezeichnet den Übergangsbereich zwischen der bearbeiteten Zahnsubstanz und dem unpräparierten Zahngewebe. Sie legt den apikalen Endpunkt einer Präparation fest und bestimmt somit den Verlauf des Restaurationrandes. Eine präzise Darstellung ist für den randschlüssigen Sitz der Restauration essenziell.
Präzisionsabformung
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präzisionsabformung ist ein zahnmedizinisches Verfahren zur exakten zweidimensionalen und dreidimensionalen Wiedergabe der oralen Strukturen und Präparationsgrenzen. Sie erfolgt meist mit elastischen Abformmaterialien wie Additionssilikonen oder Polyethern sowie zunehmend mittels Intraoralscanner.
Primärstabilität
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Primärstabilität beschreibt die mechanische Verankerung des Implantats im Knochen unmittelbar nach dem Einbringen, noch bevor biologische Umbauvorgänge einsetzen. Sie entsteht durch das Verklemmen der Implantatgewinde im ortsständigen Knochen und ist damit rein mechanischer Natur. Erst im Verlauf der Einheilung wird sie durch die biologische Sekundärstabilität der Osseointegration abgelöst.
Provisorium
Prothetik
Prüfungsfokus
Ein Provisorium ist ein temporärer Zahnersatz, der für die Übergangszeit zwischen der Zahnpräparation und dem Eingliedern der definitiven Restauration eingesetzt wird. Es dient dem Schutz der Pulpa, der Wiederherstellung von Ästhetik und Funktion sowie der Stabilisierung der Zahnposition.
Pulpotomie
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Pulpotomie ist ein vitalerhaltendes endodontisches Verfahren, bei dem die koronal infizierte oder entzündete Pulpa chirurgisch entfernt wird, während das radikuläre Pulpagewebe erhalten bleibt. Durch das Belassen der vitalen Wurzelpulpa soll das physiologische Längenwachstum und das Dickenwachstum der Wurzel abgeschlossen werden. Sie unterscheidet sich von der Vitalextirpation, bei der das gesamte Pulpagewebe entfernt wird.
Radioluzenz
Radiologie
Prüfungsfokus
Radioluzenz beschreibt die Eigenschaft von Geweben oder Materialien, Röntgenstrahlung kaum zu schwächen, wodurch sie auf dem Röntgenbild dunkel bis schwarz erscheinen. Sie tritt auf, wenn ein Objekt eine geringe Dichte oder Ordnungszahl aufweist.
Randschluss
Prothetik
Prüfungsfokus
Der Randschluss beschreibt den stufenlosen und dichten Übergang zwischen dem Rand einer zahnärztlichen Restauration und der präparierten Zahnsubstanz. Ein optimaler Randschluss ist entscheidend zur Verhinderung von Mikroleckagen, Sekundärkaries und Gingivitis.
Retrograde Wurzelfüllung
Endodontie
Prüfungsfokus
Die retrograde Wurzelfüllung bezeichnet den chirurgischen Verschluss des apikalen Wurzelkanalsystems von der Wurzelspitze her im Rahmen einer Wurzelspitzenresektion. Sie wird indiziert, wenn ein orthograder Zugang unmöglich, blockiert oder trotz Revisionsversuch gescheitert ist. Als Goldstandard für das Füllmaterial gelten biologisch aktive Zemente wie Mineral Trioxid Aggregat (MTA) oder Endodontic Repair Materials.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Röntgenröhre
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Röntgenröhre ist eine Vakuumröhre zur Erzeugung von Röntgenstrahlung durch die Abbremsung beschleunigter Elektronen. Sie besteht im Wesentlichen aus einer beheizbaren Kathode als Elektronenquelle und einer Anode als Zielobjekt (Target). Beim Auftreffen der Elektronen auf die Anode entstehen ca. 99 % Wärme und 1 % Röntgenstrahlung (Brems- und Charakteristische Strahlung).
Schmelz Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Zahnschmelz ist das haerteste Gewebe des menschlichen Koerpers und ueberzieht als avaskulaere, zellfreie Schicht die Zahnkrone. Er besteht zu ca. 95 Gew.-% aus anorganischem Hydroxylapatit sowie zu 5 Gew.-% aus Wasser und organischer Matrix. Die grundlegende strukturelle Einheit bilden die Schmelzprismen, welche von Sekretionsfortsaetzen der Ameloblasten gebildet werden.
Schmelzinfiltration und Mikroabrasion
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die Schmelzinfiltration füllt die Porositäten initialer Läsionen oder Opazitäten mit einem niedrigviskösen Kunststoff. Da dessen Brechungsindex dem des Schmelzes ähnelt, verschwindet der weißliche Aspekt optisch. Die Mikroabrasion trägt dagegen oberflächliche Verfärbungen mechanisch-chemisch minimal ab.
Sealer
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Sealer ist der pastöse Anteil der Wurzelfüllung, der die Unebenheiten zwischen Guttaperchastift und Kanalwand sowie akzessorische Kanäle ausfüllt. Guttapercha allein haftet nicht an Dentin und kann den Kanal nicht dicht verschließen; erst der Sealer stellt den bakteriendichten Abschluss her. Gebräuchlich sind Zinkoxid-Eugenol-, Epoxidharz-, Calciumhydroxid- und Calciumsilikat-Sealer.
Sinubodenelevation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Sinusbodenelevation ist ein chirurgisches Augmentationsverfahren zur Erhöhung des knöchernen Kieferhöhlenbodens im atrophierten Oberkieferseitenzahnbereich. Ziel ist die Schaffung eines ausreichenden Knochenvolumens für die sichere Verankerung von Zahnimplantaten. Man unterscheidet methodisch zwischen dem internen (direkten) und dem externen (indirekten) Sinuslift.
Smear Layer
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Smear Layer ist eine mikroskopisch dünne Schicht aus anorganischen und organischen Geweberesten sowie Bakterien. Er entsteht während der Instrumentierung an den Kanalwänden und verstopft die Dentintubuli.
Stahlkronen
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Stahlkronen sind vorgefertigte Metallkronen, die nach geringer Präparation auf zerstörte Milchmolaren zementiert werden. Sie umfassen den Zahn zirkulär und bieten dadurch einen bakteriendichten Verschluss, der plastischen Füllungen bei ausgedehnten Defekten deutlich überlegen ist. Eine kunststoffverblendete Variante steht für den Frontzahnbereich zur Verfügung.
Tertiärdentin
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Tertiärdentin ist ein reaktiv gebildetes Dentin, das als Antwort auf externe Reize wie Karies, Attrition oder iatrogene Präparationstraumata von der Pulpa abgeschieden wird. Es wird unterteilt in Reaktionsdentin (gebildet von überlebenden primären Odontoblasten) und Reparaturdentin (gebildet von neu differenzierten odontoblastenähnlichen Zellen). Es unterscheidet sich histologisch durch eine unregelmäßige oder atubuläre Struktur vom primären und sekundären Dentin.
Überkappung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Überkappung ist ein vitalerhaltendes Verfahren der Pulpa, bei dem eine tief reichende Dentinkavität oder die punktförmig freigelegte Pulpa mit einem biokompatiblen Material abgedeckt wird. Das Ziel ist das Abheilen der entzündlichen Gewebereaktion und die Induktion von Tertiärdentin bzw. einer Dentinbrücke. Man unterscheidet die indirekte von der direkten Überkappung.
Warmkondensation
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Warmkondensation ist eine Methodengruppe zur dreidimensionalen thermoplastischen Obturation des aufbereiteten Wurzelkanalsystems. Durch Erwärmung wird das Füllmaterial (meist Guttapercha) plastifiziert und lässt sich unter Druck auch in akzessorische Kanäle und Verzweigungen einpressen. Zu den gängigsten Techniken zählen die warme vertikale Kondensation und kontinuierliche Welle-Techniken (Continuous Wave).
Wundheilung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die oralchirurgische Wundheilung beschreibt die biologischen Prozesse zur Regeneration oder Reparatur geschädigten oralen Gewebes nach chirurgischen Eingriffen oder Traumata. Sie läuft klassisch in drei phasenartigen Schritten ab: der exsudativen/entzündlichen Phase, der proliferativen Phase und der Regenerations- bzw. Reparaturphase. Im Kieferknochen schließt dies eine komplexe osteogene Gewebeneubildung ein.
Wurzelkanalfüllung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Wurzelkanalfüllung ist der vollständige, fluid-dichte Verschluss des aufbereiteten und desinfizierten Wurzelkanalsystems. Sie soll die Rekontamination des Kanals durch Bakterien verhindern und verbliebene Mikroorganismen im Kanal einschließen. Standardmaterial ist Guttapercha in Kombination mit einem versiegelnden Sealer.
Wurzelspitzenresektion
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Wurzelspitzenresektion ist die chirurgische Entfernung der Wurzelspitze eines Zahnes zusammen mit dem umliegenden entzündlich veränderten Gewebe. Sie indiziert sich bei persistierenden periapikalen Prozessen nach erfolgloser endodontischer Behandlung oder unzugänglichem Wurzelkanalsystem. Ziel ist der langfristige Erhalt des Zahnes durch einen dichten apikalen Verschluss.