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Funktionslehre & CMD
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Intraoralaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Intraoralaufnahme ist ein röntgenologisches Bildgebungsverfahren, bei dem sich der Bildempfänger innerhalb der Mundhöhle befindet. Sie bietet die höchste Ortsauflösung in der zahnärztlichen Radiologie und erlaubt eine detailreiche Beurteilung hartgeweblicher Strukturen. Typische Varianten sind Zahnfilm-, Rechtwinkel- und Haltertechniken sowie Aufbissaufnahmen.
Immunabwehr der Mundhöhle
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Die Mundhöhle verfügt über mechanische, humorale und zelluläre Abwehrmechanismen. Zur unspezifischen Abwehr zählen Epithelbarriere, Speichelfluss sowie antimikrobielle Proteine wie Lysozym und Laktoferrin. Die spezifische Abwehr wird vor allem durch sekretorisches Immunglobulin A und im Sulkus durch Immunzellen der Sulkusflüssigkeit getragen.
Mikrobiom der Mundhöhle
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Das Mikrobiom der Mundhöhle umfasst die Gesamtheit aller Mikroorganismen (Bakterien, Archaeen, Pilze, Viren), die die verschiedenen oralen Habitate besiedeln. Über 700 Bakterienarten leben im komplexen Gleichgewicht eines Biofilms, wobei Streptococcus-Arten oft den Pionieraufwuchs auf dem Zahnschmelz bilden. Eine ökologische Verschiebung dieser Mikrobiota (Dysbiose) durch Milieuänderungen führt zur Selektion pathogener Keime. So begünstigt ein azides Milieu azidogene Säurebildner wie Streptococcus mutans (Karies), während ein anaerobes, proteinreiches Milieu Porphyromonas gingivalis (Parodontitis) fördert.
Mundschleimhautveränderungen im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Mundschleimhaut wird im Alter dünner, weniger elastisch und empfindlicher gegenüber mechanischen Reizen. Zusätzlich treten prothesenbedingte, medikamentenassoziierte und potenziell maligne Veränderungen häufiger auf. Die systematische Schleimhautinspektion ist deshalb fester Bestandteil jeder Untersuchung.
Mundspüllösungen
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Mundspüllösungen sind flüssige Zubereitungen zur Aushülfe der Mundhygiene, die antiseptische, entzündungshemmende oder kariespräventive Wirkstoffe enthalten. Sie dienen der Reduktion der oralen Keimzahl sowie der Plaquebildung im Subgingival- und Interdentalraum. Man unterscheidet kosmetische Verwendungsformen von medizinisch indizierten Präparaten.
Präzisionsabformung
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präzisionsabformung ist ein zahnmedizinisches Verfahren zur exakten zweidimensionalen und dreidimensionalen Wiedergabe der oralen Strukturen und Präparationsgrenzen. Sie erfolgt meist mit elastischen Abformmaterialien wie Additionssilikonen oder Polyethern sowie zunehmend mittels Intraoralscanner.
Zahnfilm
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Zahnfilm ist eine intraorale Röntgenaufnahme, die einen umschriebenen Kieferbereich mit wenigen Zähnen vollständig inklusive Krone und Wurzelspitze abbildet. Der Begriff bezeichnet historisch das Filmmaterial, wird heute aber analog für digitale Speicherfolien und Festhaltesensoren verwendet.
CAD/CAM
Prothetik
Prüfungsfokus
CAD/CAM bezeichnet die computergestützte Konstruktion und Fertigung von dentalem Zahnersatz. Mithilfe digitaler Abformung und Fräs- bzw. 3D-Druckverfahren werden Inlays, Kronen, Brücken und Implantatversorgungen hochpräzise hergestellt.
Mund-Antrum-Verbindung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Mund-Antrum-Verbindung bezeichnet eine iatrogene oder traumatische Eröffnung der Kieferhöhle zur Mundhöhle, häufig im Rahmen der Extraktion oberer Molaren. Unbehandelt führt diese offene Verbindung durch aufsteigende Mundhöhlenbakterien zur chronischen Sinusitis maxillaris.
Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität erfasst, wie stark sich der Zustand von Zähnen, Mund und Zahnersatz auf Essen, Sprechen, Aussehen, soziale Teilhabe und Wohlbefinden auswirkt. Sie wird mit standardisierten Fragebögen gemessen, am bekanntesten mit dem Oral Health Impact Profile. Der Ansatz ergänzt klinische Befunde um die Perspektive des Patienten.
Mundschleimhaut Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Mundschleimhaut gliedert sich histologisch in ein mehrschichtiges Plattenepithel, eine unterlagernde bindegewebige Lamina propria und stellenweise eine verschiebliche Submukosa. Je nach lokaler mechanischer Belastung unterscheidet man kaufunktionelle (verhornte/paraverhornte), auskleidende (unverhornte) und spezialisierte Mundschleimhaut (Zungenrücken). Die Verhornung kann als Orthoverhornung (ohne Zellkerne im Stratum corneum) oder Paraverhornung (mit erhaltenen pyknotischen Kerne) vorliegen.
Plastische Chirurgie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Plastische Chirurgie im oralchirurgischen Kontext umfasst formverändernde und rekonstruktive Eingriffe an den Hart- und Weichgeweben der Mundhöhle. Sie dient der Wiederherstellung von Funktion, Kontur und Ästhetik nach Gewebeverlusten durch Trauma, Tumoren, Parodontopathien oder Involution. Ein zentrales Element stellen mucogingivale und osteoplastische Rekonstruktionen dar.
Provisorien
Propädeutik
Prüfungsfokus
Provisorien schützen präparierte Zähne bis zur Eingliederung der definitiven Restauration. Sie sichern Pulpaschutz, Kaufunktion, Ästhetik und die Position von Nachbar- und Antagonistenzähnen. Zudem stabilisieren sie das Weichgewebe und formen bei Bedarf das Emergenzprofil.
Zentrische Relation
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die zentrische Relation beschreibt eine definierte, reproduzierbare Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer, bei der die Kondylen eine kranial-ventrale Position in der Fossa einnehmen. Sie ist zahnunabhängig und dient als Referenzposition für Diagnostik und umfangreiche Rekonstruktionen. Davon zu unterscheiden ist die maximale Interkuspidation als rein zahnbezogene Position.
Diabetes mellitus und Mundgesundheit
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Diabetes mellitus und Parodontitis stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Ein schlecht eingestellter Diabetes verschlechtert die parodontale Situation über gestörte Immunabwehr, veränderte Kollagenbildung und die Wirkung fortgeschrittener Glykierungsendprodukte. Umgekehrt erschwert eine unbehandelte Parodontitis durch ihre systemische Entzündungslast die Blutzuckereinstellung.
Speichel: Zusammensetzung und Funktion
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Speichel ist ein exokrines Sekret, das von den großen und kleinen Speicheldrüsen der Mundhöhle gebildet wird und zu etwa 99 % aus Wasser besteht. Zu den organischen Bestandteilen gehören Proteine wie Alpha-Amylase, Muzine, Immunglobulin A (IgA), Lysozym und Lactoferrin. Die anorganischen Bestandteile umfassen Bicarbonat, Phosphat, Calcium, Fluorid sowie Natrium- und Kaliumionen, die als Puffer und zur Remineralisation dienen. Die primäre Sekretion im Azinus ist isoton und wird im Ausführungsgangsystem durch Reabsorption von Na+ und Cl- hypoton modifiziert.
Abdrucklöffel und Abformtechnik
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Abformtechnik bezeichnet das Verfahren zur präzisen negativen Formabformung der oralen Hart- und Weichgewebe mittels geeigneter Abformmaterialien und Abdrucklöffel. Man unterscheidet konfektionierte Löffel (für Orientierungs- und Situationsabformungen) von individuellen Löffeln (für Präzisions- und Funktionsabformungen). Als Materialien kommen irreversibel-elastische Werkstoffe wie Alginat, Silikone (A- und C-Silikone), Polyether oder Polysulfide zum Einsatz.
Abformmaterial
Prothetik
Prüfungsfokus
Abformmaterialien sind Hilfsstoffe zur präzisen negativen Formabformung von oralen Strukturen wie Zähnen, Kieferkämmen und Schleimhäuten. Sie bilden die Grundlage für die Herstellung von Arbeitsmodellen im zahntechnischen Labor. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen starren, irreversibel-elastischen (z. B. Elastomeren, Alginat) und reversibel-elastischen Materialien.
Abformmaterialien
Propädeutik
Prüfungsfokus
Abformmaterialien übertragen die intraorale Situation auf ein Modell und werden nach Elastizität und Abbindeverhalten eingeteilt. Irreversibel elastische Materialien wie Alginat und Silikone dominieren die Praxis. A-Silikone bieten die höchste Dimensionsstabilität, Alginate sind günstig, aber lagerungsempfindlich.
Aktinomyces naeslundii
Parodontologie
Prüfungsfokus
Actinomyces naeslundii ist ein grampositives, fakultativ anaerobes, stäbchenförmiges Bakterium der oralen Mikroflora. Es spielt eine Schlüsselrolle bei der initialen Plaquebildung und der Adhäsion an den Schmelzpellet. Zudem ist es häufig an der Entstehung von Wurzelkaries beteiligt.
Altersveränderungen von Zahnhartsubstanz und Pulpa
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Mit zunehmendem Alter bildet sich kontinuierlich Sekundärdentin, wodurch sich das Pulpenkavum verkleinert. Dentintubuli werden durch Sklerosierung obliteriert, was die Transluzenz erhöht und die Sensibilität herabsetzt. Schmelz wird durch Abrasion und Attrition dünner, wodurch das gelblichere Dentin stärker durchscheint.
Alveolitis sicca
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Alveolitis sicca ist eine schmerzhafte Wundheilungsstörung nach Zahnextraktion, die durch den vorzeitigen Verlust oder den Zerfall des Blutkoagulum verursacht wird. Es kommt dadurch zu einer Exposition der sensibel innervierten Knochenwände des leeren Zahnfachs. Häufig tritt sie im Unterkieferseitenzahnbereich bei Rauchern oder unter oralen Kontrazeptiva auf.
Amoxicillin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Amoxicillin ist ein aminopenicillinbasiertes Breitbandantibiotikum, das durch Hemmung der Bakterienwandsynthese bakterizid wirkt. Es weist eine sehr gute orale Bioverfügbarkeit auf und erfasst ein breites Spektrum grampositiver sowie mancher gramnegativer Erreger der Mundhöhle. Es stellt das First-Line-Antibiotikum bei schweren odontogenen Infektionen dar.
Ankylose
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Ankylose bezeichnet die knöcherne Fusion zwischen Zahnwurzel (Zement/Dentim) und Alveolarknochen unter Verlust des Parodontalligaments. Sie entsteht häufig nach Traumata, Replantationen oder schweren entzündlichen Prozessen. Der betroffene Zahn verliert seine physiologische Eigenbeweglichkeit.
Antiseptika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Antiseptika sind chemische Substanzen, die lokal auf lebenden Geweben wie Haut oder Schleimhaut angewendet werden, um Erreger abzutöten oder deren Wachstum zu hemmen. Im Gegensatz zu Antibiotika wirken sie weitgehend unspezifisch gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen. In der Zahnmedizin dienen sie der Reduktion der oralen Keimzahl.
Ästhetische Analyse und Smile Design
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die ästhetische Analyse erfasst systematisch Gesichts-, Lippen-, Gingiva- und Zahnparameter vor einer ästhetischen Behandlung. Beurteilt werden unter anderem Gesichtsmittellinie, Lachlinie, Inzisalkantenverlauf und Zahnproportionen. Digitale Verfahren übertragen die Planung auf Fotos und Modelle und machen sie im Mock-up erlebbar.
Biofilm
Parodontologie
Prüfungsfokus
Ein Biofilm ist eine strukturierte Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in einer selbstproduzierten Matrix aus extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) eingebettet ist und an einer Oberfläche haftet. In der Mundhöhle bildet er die Grundlage für Karies, Gingivitis und Parodontitis. Die Matrix schützt die enthaltenen Bakterien vor äußeren Einflüssen und dem Immunsystem des Wirts.
Biofilmbildung und Plaquereifung
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Die Plaquebildung beginnt mit dem Pellikel, einer azellulären Proteinschicht aus Speichelbestandteilen auf der Zahnoberfläche. Darauf lagern sich zunächst grampositive Primärbesiedler an, gefolgt von einer zunehmend anaeroben und gramnegativen Sekundärflora. Die Reifung verläuft über Koaggregation und Bildung einer schützenden extrazellulären Matrix.
Bisphosphonate
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Bisphosphonate sind pyrophosphatanaloge Arzneistoffe, die sich selektiv im Knochen anreichern und die Osteoklastenaktivität hemmend beeinflussen. Sie werden therapeutisch bei Osteoporose, Morbus Paget und zur Prävention skelettbezogener Komplikationen bei Knochenmetastasen eingesetzt. Ihre lange Verweilzeit im Knochengewebe prägt das pharmakologische Profil über Jahre.
Bissflügelaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Bissflügelaufnahme ist eine intraorale Röntgenaufnahme zur Darstellung der Zahnkronen und des koronalen Alveolarknochens von Ober- und Unterkiefer im Seitenzahnbereich. Der Film oder Sensor wird durch Aufbeißen des Patienten auf eine Halterungslasche fixiert.
Blutungsmanagement bei Antikoagulation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Das Blutungsmanagement bei antikoagulierten Patienten umfasst prä-, intra- und postoperative Maßnahmen zur Vermeidung und Beherrschung von Nachblutungen bei chirurgischen Eingriffen. Unter modernen Thrombozytenaggregationshemmern, Cumarinen (Marcumar) oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) sollen operative Eingriffe in der Regel ohne Absetzen der Medikation unter lokaler Hämostase durchgeführt werden. Ein eigenmächtiges Absetzen birgt das Risiko lebensbedrohlicher thromboembolischer Ereignisse.
Chlorhexidin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Chlorhexidin ist ein kationisches Bisbiguanid-Antiseptikum mit breitem Spektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Pilze. Durch seine hohe Substantivität haftet es lang anhaltend an oralen Oberflächen und verzögert die Plaque-Neubildung nachhaltig. Es gilt als Goldstandard in der chemischen Plaquekontrolle.
Clindamycin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Clindamycin ist ein Lincosamid-Antibiotikum, das die bakterielle Proteinbiosynthese durch Bindung an die 50S-Ribosomenuntereinheit hemmt und vorwiegend bakteriostatisch wirkt. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Gewebe- und Knochengängigkeit im Kieferbereich aus. In der Zahnmedizin dient es als wichtigstes Ausweichantibiotikum bei einer bestehenden Penicillinallergie.
Cone Beam CT
Radiologie
Prüfungsfokus
Cone Beam CT (CBCT), im deutschsprachigen Raum als Digitale Volumentomographie (DVT) bezeichnet, ist ein dreidimensionales bildgebendes Verfahren. Mittels eines kegelförmigen Röntgenstrahls und eines Flachdetektors wird ein definiertes Volumensegment des Kieferbereichs mit hoher räumlicher Auflösung erfasst.
Digitale Volumentomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Digitale Volumentomographie ist ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren, bei dem ein kegelförmiges Strahlenbündel ein isotropes Volumendatenset der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregion erzeugt. Sie bietet eine hohe Ortsauflösung bei meist geringerer Dosis im Vergleich zur konventionellen Computertomographie.
Dosis
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Dosis bezeichnet in der Radiologie das Maß für die absorbierte oder wirksame Menge an ionisierender Strahlung. Unterschieden werden unter anderem die Energiedosis (Absorptionsenergie pro Masse in Gray) und die Äquivalent- bzw. Effektive Dosis (in Sievert), welche die biologische Strahlenwirkung berücksichtigt.
Dysphagie und Aspirationspneumonie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckvorgangs, die im Alter durch nachlassende Muskelkraft, Koordinationsstörungen und neurologische Erkrankungen begünstigt wird. Gelangt Material in die Atemwege, kann sich eine Aspirationspneumonie entwickeln. Deren Erregerspektrum stammt zu einem erheblichen Teil aus dem oralen Biofilm, womit die Mundhygiene unmittelbar pneumonieprophylaktisch wirkt.
Endokarditisprophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die Endokarditisprophylaxe beschreibt die gezielte einmalige Verabreichung eines Antibiotikums vor dentoalveolären Eingriffen zur Verhinderung einer infektiösen Endokarditis. Sie ist nach aktuellen Leitlinien streng auf Hochrisikopatienten mit spezifischen kardialen Vorerkrankungen beschränkt. Der Eingriff muss mit einer Bakteriämie-Wahrscheinlichkeit durch Manipulation an Gingiva oder Periapikalregion einhergehen.
Exzentrische Einstelltechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die exzentrische Einstelltechnik ist eine Röntgentechnik, bei der der Zentralstrahl bewusst von der orthoradialen Richtung nach mesial oder distal abgewinkelt wird. Sie nutzt das Prinzip der Parallaxe zur räumlichen Zuordnung überlagerter Strukturen.
Fernröntgenseitenaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Fernröntgenseitenaufnahme ist eine extraorale Standardaufnahme des Schädels aus seitlicher Perspektive mit großem Fokus-Film-Abstand. Dieser Abstand minimiert die geometrische Vergrößerung und erlaubt verzerrungsfreie kephalometrische Analysen.
Filmhalter
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Filmhalter ist ein Positionierungssystem zur exakten Ausrichtung von Röntgenfilm oder digitalem Sensor im Patientenmund relativ zum Tubus. Er ermöglicht die Anwendung der Rechtwinkel- bzw. Paralleltechnik und gewährleistet reproduzierbare Aufnahmen.
Fokus
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Fokus (Brennfleck oder Anodenbrennfleck) ist der Bereich auf der Anode der Röntgenröhre, auf den die Elektronen treffen und Röntgenstrahlung erzeugt wird. Die Größe des optischen Fokus bestimmt entscheidend die geometrische Unschärfe und damit die Bildschärfe des Radiogramms.
Habits
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Habits sind wiederkehrende orale Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Schnullergebrauch, Zungenpressen oder habituelle Mundatmung. Sie wirken über längere Zeiträume als schwache Dauerkräfte auf Zähne und Kiefer und können Anomalien verursachen. Ausmaß und Dauer bestimmen die Auswirkung stärker als die Kraftintensität.
Hall-Technik
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Bei der Hall-Technik wird eine konfektionierte Stahlkrone ohne Präparation und ohne Exkavation über den kariösen Milchmolaren zementiert. Die Karies wird dadurch vollständig vom oralen Milieu abgeschlossen; ohne Substratzufuhr kommt der Prozess zum Stillstand. Voraussetzung ist ein vitaler Zahn ohne Zeichen irreversibler Pulpitis oder apikaler Beteiligung.
Haltertechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Haltertechnik bezeichnet die intraorale Radiographie unter Verwendung mechanischer Positionierungssysteme für Bildempfänger und Tubus. Sie stellt sicher, dass Film/Sensor und Tubus in einer festen, geometrisch korrekt definierten Relation zueinander stehen.
Kaumuskulatur
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die eigentliche Kaumuskulatur umfasst vier paarig angelegte Skelettmuskeln, die embryologisch aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) hervorgehen. Zu dieser Gruppe zählen der Musculus masseter, der Musculus temporalis, der Musculus pterygoideus medialis und der Musculus pterygoideus lateralis. Sie steuern die komplexen Bewegungen der Mandibel wie Mundschluss, Mundöffnung, Protrusion, Retrusion und Laterotrusion.
Kegelstrahl
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Kegelstrahl bezeichnet das pyramiden- oder kegelförmige Röntgenstrahlenbündel, das in der Digitale Volumentomographie (DVT) genutzt wird. Im Gegensatz zum fächerförmigen Strahl der Computertomographie erfasst er das gesamte Untersuchungsvolumen in einer einzigen Rotation um den Patientenkopf. Dadurch wird eine dreidimensionale Rekonstruktion bei vergleichsweise geringer Strahlendosis ermöglicht.
Kiefergelenk Anatomie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) ist ein echtes, inkongruentes Doppelgelenk, das die Mandibel beweglich mit dem Os temporale verbindet. Die Gelenkflächen werden durch die Fossa mandibularis, das Tuberculum articulare und das Caput mandibulae gebildet. Ein biconcaver Discus articularis aus dichtem faserigen Bindegewebe unterteilt die Gelenkhöhle vollständig in eine diskotemporale und eine diskomandibuläre Kammer. Der Überzug der Gelenkflächen besteht im Gegensatz zu den meisten anderen echten Gelenken aus Faserknorpel.
Knochenabbau im Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Röntgenbild zeigt beim parodontalen Befund die Höhe und Form des Alveolarknochens sowie den Verlauf der Lamina dura. Unterschieden werden der horizontale Abbau mit gleichmäßig reduziertem Knochenniveau und der vertikale Abbau mit trichterförmigen Einbrüchen entlang einer Wurzel. Bei mehrwurzeligen Zähnen ist zusätzlich die Furkation zu beurteilen.
Kofferdam
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Kofferdam ist ein elastisches Gummi- oder Kunststofftuch, das zur isolierenden Trockenlegung eines oder mehrerer Zähne in der Mundhöhle angewendet wird. Er trennt das Behandlungsfeld vollständig von Speichel, Blutung und der feuchten Mundhöhlenatmosphäre ab. Durch den Einschliff von Lochungen und die Fixierung mittels spezieller Kofferdamklammern wird eine aseptische Arbeitsumgebung geschaffen.
Lidocain
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Lidocain ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ mit mittlerer Wirkdauer und raschem Wirkungseintritt. Es blockiert reversibel spannungsabhängige Natriumkanäle an den Nervenfasern und verhindert so die Entstehung und Weiterleitung von Schmerzimpulsen. Zudem wird es systemisch als Antiarrhythmikum der Klasse Ib eingesetzt.
Medikamentenassoziierte Kiefernekrose
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die medikamentenassoziierte Kiefernekrose ist eine schwere unerwünschte Arzneimittelwirkung antiresorptiver oder antiangiogenetischer Substanzen, die durch frei liegenden Knochen im Kieferbereich charakterisiert ist. Die Diagnose setzt voraus, dass der freiliegende Knochen über mehr als 8 Wochen besteht und keine Bestrahlung der Kieferregion vorlag. Typischer Auslöser ist ein zahnärztlich-chirurgischer Eingriff wie eine Zahnextraktion.
Offener Biss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der offene Biss ist eine vertikale Malokklusion, bei der in zentrischer Okklusion kein vertikaler Kontakt zwischen den Zahnkronen von Ober- und Unterkiefer in einem oder mehreren Segmenten besteht. Man unterscheidet den frontal offenen Biss vom seitlich offenen Biss sowie habituelle von skelettalen Formen. Skelettal offene Bisse sind durch ein hyperdivergentes Wachstumsmuster mit vergrößertem Unterkieferplanumswinkel gekennzeichnet.
Orthopantomogramm
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Orthopantomogramm ist eine extraorale Tomographieaufnahme, die einen zusammenhängenden Überblick über das gesamte Gebiss, die Kieferknochen und die Kieferhöhlen ermöglicht. Die Bildgebung basiert auf der synchronen Rotation von Röntgenröhre und Detektor um den Kopf des Patienten.
Osteonekrose des Kiefers (MRONJ)
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die Medikamenten-assoziierte Osteonekrose des Kiefers (MRONJ) ist eine schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkung von Antiresorptiva (z. B. Bisphosphonate, Denosumab) und Antiangiogenese-Hemmern. Sie ist charakterisiert durch freiliegenden Knochen oder über eine Fistel sondierbaren Knochen im Maxillofazialbereich, der länger als 8 Wochen besteht. Voraussetzung für die Diagnose ist das Fehlen einer vorherigen Strahlentherapie im Kieferbereich.
Panoramaschichtaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Panoramaschichtaufnahme ist ein extraorales Tomographieverfahren zur einklappungsfreien Gesamtdarstellung des Kausystems. Sie bildet die Ober- und Unterkieferbögen einschließlich der Kiefergelenke und der Kieferhöhlen in einer vorgegebenen Schichtebene ab. Das Verfahren beruht auf der gekoppelten Gegenrotation von Röntgenröhre und Bildempfänger um den Kopf des Patienten.
Parallaxentechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Parallaxentechnik ist ein diagnostisches Verfahren zur Lagedestination nicht sichtbarer Strukturen im Röntgenbild durch zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Einstrahlwinkel. Sie nutzt das Phänomen der scheinbaren Objektverschiebung bei Veränderung des Beobachterstandpunkts. Die Auswertung erfolgt nach der Clark-Regel (Same Lingual, Opposite Buccal).
Parodontitis-Assoziation
Parodontologie
Prüfungsfokus
Parodontitis-Assoziation bezeichnet den klinisch und wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der chronisch-entzündlichen Parodontitis und verschiedenen systemischen Erkrankungen. Die Dissemination parodontopathogener Bakterien und Zytokine über den Blutweg bildet die pathophysiologische Grundlage dieser Wechselwirkungen.
Penicillin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Penicilline sind Beta-Laktam-Antibiotika, die durch Blockade der Transpeptidase die Bakterienwandsynthese hemmen. Sie wirken dadurch primär bacterizid auf sich teilende, grampositive sowie einige gramnegative Erreger. In der Zahnmedizin sind sie das Standardantibiotikum zur Therapie odontogener Infektionen.
Positionierungsfehler und Bildfehler
Radiologie
Prüfungsfokus
Bildfehler bei intraoralen Aufnahmen entstehen überwiegend durch fehlerhafte Zuordnung von Zahn, Bildempfänger und Zentralstrahl. Steht der Zentralstrahl nicht senkrecht zur Bildebene, kommt es je nach Richtung zur Verkürzung oder Verlängerung der Zähne. Trifft der Strahlenkegel den Empfänger nicht vollständig, entsteht ein unbelichteter Randbereich – der sogenannte Cone Cut.
Prophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Prophylaxe bezeichnet in der zahnärztlichen Pharmakologie die präventive Verabreichung von Arzneimitteln zur Verhinderung von Erkrankungen oder Komplikationen. Dazu zählen die kalkulierte präoperative Antibiotikagabe sowie die Anwendung von Fluoriden oder Antiseptika. Ziel ist die Expositionsprophylaxe und das Verhindern einer Erregerinvalidation.
Prothesenstomatitis
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Prothesenstomatitis ist eine Entzündung der Schleimhaut unter einer herausnehmbaren Prothese, meist im Oberkiefer. Sie wird überwiegend durch Candida albicans in Kombination mit mangelhafter Prothesenhygiene und durchgehendem Tragen unterhalten. Die Einteilung nach Newton unterscheidet punktförmige, diffuse und papillär-hyperplastische Formen.
Rechtwinkeltechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Rechtwinkeltechnik ist eine intraorale Aufnahmetechnik, bei der der Röntgenfilm parallel zur Zahnlängsachse ausgerichtet und der Zentralstrahl rechtwinklig auf den Film gerichtet wird. Hierfür werden spezielle Filmhalter mit Zielvorrichtung verwendet.
Resorption
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Resorption beschreibt die Aufnahme eines Arzneistoffs von der Applikationsstelle in die Blutbahn. In der Zahnmedizin betrifft dies die orale, sublinguale, submuköse oder parenterale Aufnahme von Wirkstoffen. Der Prozess hängt stark von der Lipophilie, Ionisation und lokalen Durchblutung des Gewebes ab.
Röhrenspannung und Bildqualität
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Röhrenspannung in Kilovolt bestimmt die Energie und damit das Durchdringungsvermögen der Röntgenstrahlung. Höhere Spannung erzeugt härtere Strahlung, die mehr Gewebe durchdringt und ein kontrastärmeres, aber detailreicheres Bild mit größerem Graustufenumfang liefert. Das Produkt aus Röhrenstrom und Belichtungszeit in Milliamperesekunden bestimmt dagegen die Menge der erzeugten Strahlung und damit die Schwärzung.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Röntgenröhre
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Röntgenröhre ist eine Vakuumröhre zur Erzeugung von Röntgenstrahlung durch die Abbremsung beschleunigter Elektronen. Sie besteht im Wesentlichen aus einer beheizbaren Kathode als Elektronenquelle und einer Anode als Zielobjekt (Target). Beim Auftreffen der Elektronen auf die Anode entstehen ca. 99 % Wärme und 1 % Röntgenstrahlung (Brems- und Charakteristische Strahlung).
Röntgenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Röntgenschutz umfasst alle organisatorischen, baulichen und technischen Maßnahmen zur Reduktion der Strahlenexposition von Patienten und Praxispersonal. Das grundlegende Prinzip beruht auf dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable). Ziel ist das Vermeiden deterministischer Strahlenschäden und die Minimierung stochastischer Risiken.
Röntgensensor und digitale Bildaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
In der digitalen intraoralen Radiographie werden zwei Systeme unterschieden. Festkörpersensoren auf CCD- oder CMOS-Basis liefern das Bild unmittelbar, sind aber starr, dick und kabelgebunden. Speicherfolien sind biegsam und in der Handhabung dem Zahnfilm ähnlich, benötigen jedoch einen Auslesevorgang in einem Scanner und sind gegenüber Licht empfindlich.
Schichtebene
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Schichtebene (auch Bildebene oder fokale Schicht) ist der vordefinierte dreidimensionale Bereich bei tomografischen Aufnahmeverfahren, der auf dem Bild scharf abgebildet wird. Objekte außerhalb dieser Schicht werden unscharf dargestellt, verzerrt oder vollständig ausgemittelt. In der Panoramaschichtaufnahme entspricht die Schichtebene dem Zahnbogenverlauf des Kieferkamms.
Schilddrüsenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Schilddrüsenschutz ist eine radiologische Schutzvorrichtung, meist in Form eines Bleikragens oder Schilddrüsenschutzschildes mit einem Äquivalentwert von mindestens 0,35 bis 0,5 mm Blei. Er schützt das Schilddrüsengewebe vor direkter Nutzstrahlung und Sekundärstrahlung während dentalen Röntgenaufnahmen. Die Anwendung ist Teil der strahlenschutzrechtlichen Vorgaben zur Expositionsminimierung.
Steroide
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Steroide sind eine Klasse von Lipiden mit einem charakteristischen Cyclopentanoperhydrophenanthren-Grundgerüst. In der Pharmakologie beziehen sie sich meist auf synthetische oder körpereigene Glukokortikoide und Mineralokortikoide. Sie wirken primär antiphlogistisch, immunsuppressiv und antiexsudativ durch die Inhibition der Phospholipase A2.
Tomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Tomographie ist ein bildgebendes Schnittbildverfahren, das Schichtaufnahmen eines dreidimensionalen Objekts ohne Überlagerung darstellt. Durch die computergestützte Rekonstruktion werden Gewebestrukturen in einzelnen Ebenen detailliert sichtbar gemacht.
Tranexamsäure
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Tranexamsäure ist ein synthetisches Antifibrinolytikum und ein Kompetitivhemmer des Plasminogens. Sie verhindert die Bindung von Plasminogen an Fibrin sowie dessen Aktivierung zu Plasmin und stabilisiert dadurch das gebildete Fibringerinnsel. Das Medikament wird lokal oder systemisch zur Blutstillung und Fibrinolyseprophylaxe eingesetzt.
Trauma
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Unter einem dentalen oder maxillofazialen Trauma versteht man eine mechanisch bedingte Verletzung der Zähne, des Halteapparates, des Alveolarknochens oder der orofazialen Weichgewebe. Es entsteht meist durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung im Rahmen von Sport-, Verkehrs- oder Rohheitsdelikten. Die Klassifikation erfolgt international nach den WHO-Kriterien für Zahn- und Kieferverletzungen.
Vergrößerung
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Vergrößerung beschreibt die geometrische Vergrößerung des abgebildeten Objekts auf dem Röntgenbild im Vergleich zur tatsächlichen Objektgröße. Sie entsteht durch den divergenten Strahlengang der Röntgenstrahlung und hängt vom Fokus-Objekt-Abstand sowie vom Objekt-Empfänger-Abstand ab.
Vitamin C und Kollagensynthese
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Vitamin C ist Kofaktor der Prolyl- und Lysylhydroxylasen, die Prolin und Lysin im Kollagenmolekül hydroxylieren. Diese Hydroxylierung ist Voraussetzung für die Stabilität der Kollagentripelhelix. Bei Mangel entsteht instabiles Kollagen, was sich klinisch als Skorbut manifestiert.
Wachsmodellation (Wax-up)
Propädeutik
Prüfungsfokus
Das Wax-up ist das präzise Anfragen und Gestalten von Zahnformen mit Spezialschnitt- und Modellierwachsen auf einem Gipsmodell. Es dient der funktionellen und ästhetischen Vorplanung von feststehendem oder herausnehmbarem Zahnersatz. Die Wachsform wird im Verlustgussverfahren (Lost-Wax-Technik) in Metall oder Keramik umgesetzt oder als Vorlage für Mock-ups genutzt. Ziel ist die schrittweise Rekonstruktion von Kauflächen, Höckern und Randleisten nach funktionellen Gesichtspunkten.
Wundheilung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die oralchirurgische Wundheilung beschreibt die biologischen Prozesse zur Regeneration oder Reparatur geschädigten oralen Gewebes nach chirurgischen Eingriffen oder Traumata. Sie läuft klassisch in drei phasenartigen Schritten ab: der exsudativen/entzündlichen Phase, der proliferativen Phase und der Regenerations- bzw. Reparaturphase. Im Kieferknochen schließt dies eine komplexe osteogene Gewebeneubildung ein.
Wurzelkaries
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Wurzelkaries entsteht an freiliegenden Wurzeloberflächen nach Gingivarezession oder parodontaler Therapie. Da Wurzeldentin und Zement einen geringeren Mineralgehalt als Schmelz besitzen, beginnt die Demineralisation bereits bei einem höheren pH-Wert. Die Läsionen breiten sich typischerweise flächig entlang der Schmelz-Zement-Grenze aus.
Xerostomie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Xerostomie bezeichnet das subjektive Gefühl der Mundtrockenheit, während Hyposalivation die objektiv messbare Verminderung der Speichelfließrate beschreibt. Häufigste Ursache ist eine medikamentöse Nebenwirkung, daneben spielen Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich und Autoimmunerkrankungen eine Rolle. Der Speichelmangel beeinträchtigt Schutzfunktionen, Kauen, Schlucken und Sprechen erheblich.
Zahntransplantation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Bei der Autotransplantation wird ein Zahn innerhalb desselben Patienten von seiner Position in eine andere Alveole verpflanzt. Typischerweise werden Prämolaren oder Weisheitszähne mit noch nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum transplantiert. Der Erfolg hängt entscheidend von der Vitalität der Wurzelhautzellen ab.
Zentralstrahl
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Zentralstrahl ist der gedachte, geometrische Mittelstrahl eines Röntgenstrahlenbündels, der die Hauptstrahlrichtung angibt. Er entspringt dem Brennfleck (Fokus) der Röntgenröhre und weist die höchste Intensität sowie die geringste geometrische Divergenz auf. Bei dentalen Aufnahmeverfahren dient er als primäre Referenzlinie für die orthogradene Ausrichtung der Röntgenröhre zum Objekt und zum Bildempfänger.
Zystostomie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Zystostomie ist ein chirurgisches Verfahren zur Entlastung einer Zyste durch Eröffnung und Umwandlung des Zystenhohlraums in eine Nebenhöhle der Mundhöhle. Durch die Eröffnung bricht der innere Fluiddruck zusammen, was zu einer Druckentlastung und einer nachfolgenden Verkleinerung des Knochendefekts führt. Der Zystenbalg verbleibt dabei weitgehend in situ.