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Bindegewebstransplantat
Implantologie
Prüfungsfokus
Das subepitheliale Bindegewebstransplantat ist ein aus dem Gaumen entnommenes Stück Bindegewebe, das zur Verdickung oder Deckung von Weichgewebe eingesetzt wird. Es gilt als Goldstandard der plastisch-parodontalen und periimplantären Weichgewebschirurgie. Weil es unter einem Lappen eingebettet wird, erhält es Blutversorgung von zwei Seiten und heilt farblich unauffällig ein.
Plaqueindex
Parodontologie
Prüfungsfokus
Der Plaqueindex (z. B. nach Silness und Löe oder O'Leary) ist ein standardisiertes Messverfahren zur Erfassung der Ausprägung und Verteilung des supragingivalen Biofilms auf den Zahnflächen. Er dient als objektiver Parameter zur Beurteilung der mundhygienischen Patientenkooperation (Compliance) und der Entzündungsaktivität.
Fluoridierung im Kindesalter
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Fluoridierung nutzt Fluoride zur Hemmung der Demineralisation und Förderung der Remineralisation des Schmelzes. Man unterscheidet die lokale Anwendung über Zahnpasta, Gele und Lacke von der systemischen Zufuhr über Tabletten oder fluoridiertes Speisesalz. Der kariesprotektive Effekt beruht heute überwiegend auf der lokalen Wirkung an der Zahnoberfläche.
Stahlkronen
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Stahlkronen sind vorgefertigte Metallkronen, die nach geringer Präparation auf zerstörte Milchmolaren zementiert werden. Sie umfassen den Zahn zirkulär und bieten dadurch einen bakteriendichten Verschluss, der plastischen Füllungen bei ausgedehnten Defekten deutlich überlegen ist. Eine kunststoffverblendete Variante steht für den Frontzahnbereich zur Verfügung.
Dentalfluorose
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Dentalfluorose ist eine Mineralisationsstörung des Schmelzes durch überhöhte systemische Fluoridzufuhr während der Zahnbildung. Sie entsteht nur in der Bildungsphase, nicht durch spätere Anwendung. Klinisch reicht das Bild von feinen weißen Linien entlang der Perikymatien über diffuse Trübungen bis zu bräunlichen Verfärbungen mit Schmelzeinbrüchen.
Gingivahyperplasie
Parodontologie
Prüfungsfokus
Als Gingivahyperplasie bezeichnet man die Volumenzunahme der Gingiva, die häufigste medikamentös bedingte Veränderung am Parodont. Klassische Auslöser sind Phenytoin, Ciclosporin A und Calciumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ, insbesondere Nifedipin. Die Wucherung beginnt typischerweise an den Interdentalpapillen und kann bis zur Überdeckung der Zahnkronen fortschreiten.
Kariesrisiko
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Das Kariesrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines Individuums, in einem definierten Zeitraum neue Kariesläsionen zu entwickeln oder ein Fortschreiten bestehender Läsionen zu erfahren. Es wird durch ein Zusammenspiel von biologischen, Verhaltens- und sozioökonomischen Faktoren bestimmt. Die Einschätzung dient der Zuordnung zu Risikogruppen und der Steuerung präventiver Maßnahmen.
Nabers-Sonde
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Nabers-Sonde ist ein kalibriertes, speziell gebogenes parodontales Untersuchungsinstrument zur genauen Erfassung des Furkationsbefalls mehrwurzeliger Zähne. Durch ihre halbkreisförmig gebogene Arbeitsenden-Geometrie ermöglicht sie den optimalen Zugang zum Interradikulärraum von Molaren und Prämolaren.
Parodontale Regeneration
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die parodontale Regeneration umfasst chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung des verloren gegangenen Zahnhalteapparates einschließlich Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen. Im Gegensatz zur Reparatur bildet sich hierbei ein funktionelles, neu organisiertes Attachement aus. Zum Einsatz kommen Schmelzmatrixproteine, Knochenersatzmaterialien und Barrieremembranen.
Schmelzinfiltration und Mikroabrasion
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die Schmelzinfiltration füllt die Porositäten initialer Läsionen oder Opazitäten mit einem niedrigviskösen Kunststoff. Da dessen Brechungsindex dem des Schmelzes ähnelt, verschwindet der weißliche Aspekt optisch. Die Mikroabrasion trägt dagegen oberflächliche Verfärbungen mechanisch-chemisch minimal ab.
White-Spot-Läsionen nach kieferorthopädischer Behandlung
Ästhetik
Prüfungsfokus
White-Spot-Läsionen sind kreidig-weiße Initialläsionen mit intakter Oberfläche, die im Umfeld festsitzender Apparaturen entstehen. Der Bracketumfang bietet Retentionsnischen, in denen sich Biofilm über Monate ungestört anreichert. Sie zeigen sich typischerweise als halbmondförmige Areale zervikal und um die Bracketbasis herum, sobald die Apparatur entfernt wird.