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Vorklinik
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Endodontie
Parodontologie
Zahnerhaltung
Prothetik
Oralchirurgie
Pharmakologie
Radiologie
Anatomie & Histologie
Physiologie & Biochemie
Propädeutik
Kieferorthopädie
Chirurgie – Spezialfälle
Kinderzahnheilkunde
Implantologie
Ästhetik
Funktionslehre & CMD
Alterszahnmedizin
Praxis & Abrechnung
Liste
Nach Cluster
Treffer (87)
Zurücksetzen
Risikofaktoren und Kontraindikationen der Implantation
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Eignung für eine Implantatversorgung wird durch allgemeinmedizinische, lokale und verhaltensbezogene Faktoren bestimmt. Absolute Kontraindikationen sind selten, relative Risiken dagegen häufig und meist beeinflussbar. Eine strukturierte Anamnese ist Voraussetzung jeder Implantatplanung.
Schienenarten und ihre Indikationen
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Okklusionsschienen unterscheiden sich nach Ziel und Gestaltung. Die Stabilisierungs- oder Michigan-Schiene ist adjustiert, deckt die gesamte Zahnreihe ab und dient der muskulären Entspannung und dem Schutz vor Bruxismusfolgen. Repositionsschienen führen den Unterkiefer in eine veränderte Position, etwa bei reponierbarer Diskusverlagerung, und greifen damit stärker in die Kieferrelation ein.
ALADA
Radiologie
Prüfungsfokus
ALADA steht für 'As Low As Diagnostically Acceptable' und ist das weiterentwickelte Dosisoptimierungsprinzip in der zahnärztlichen Radiologie. Es besagt, dass die Strahlendosis so gering wie möglich sein soll, aber nur so hoch wie für eine diagnostisch verwertbare Bildqualität notwendig. Im Vergleich zu ALARA betont ALADA die diagnostische Mindestqualität als primäres Ziel.
ALARA-Prinzip
Radiologie
Prüfungsfokus
Das ALARA-Prinzip ist ein Grundsatz des Strahlenschutzes, der besagt, dass jede Strahlenexposition von Patienten und Personal so gering wie vernünftigerweise erreichbar gehalten werden muss. Es kombiniert rechtliche Vorgaben mit technischer Optimierung und strenger Indikationsstellung.
Cone Beam CT
Radiologie
Prüfungsfokus
Cone Beam CT (CBCT), im deutschsprachigen Raum als Digitale Volumentomographie (DVT) bezeichnet, ist ein dreidimensionales bildgebendes Verfahren. Mittels eines kegelförmigen Röntgenstrahls und eines Flachdetektors wird ein definiertes Volumensegment des Kieferbereichs mit hoher räumlicher Auflösung erfasst.
Dosis
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Dosis bezeichnet in der Radiologie das Maß für die absorbierte oder wirksame Menge an ionisierender Strahlung. Unterschieden werden unter anderem die Energiedosis (Absorptionsenergie pro Masse in Gray) und die Äquivalent- bzw. Effektive Dosis (in Sievert), welche die biologische Strahlenwirkung berücksichtigt.
Fernröntgenseitenaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Fernröntgenseitenaufnahme ist eine extraorale Standardaufnahme des Schädels aus seitlicher Perspektive mit großem Fokus-Film-Abstand. Dieser Abstand minimiert die geometrische Vergrößerung und erlaubt verzerrungsfreie kephalometrische Analysen.
Implantatplanung
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Implantatplanung leitet die Implantatposition aus der geplanten prothetischen Versorgung ab und nicht aus dem verfügbaren Knochenangebot. Dieses Prinzip wird als Backward Planning bezeichnet. Digitale Verfahren kombinieren DVT-Daten mit einem Oberflächenscan und erzeugen eine Bohrschablone zur Übertragung der Planung.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Röntgenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Röntgenschutz umfasst alle organisatorischen, baulichen und technischen Maßnahmen zur Reduktion der Strahlenexposition von Patienten und Praxispersonal. Das grundlegende Prinzip beruht auf dem ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable). Ziel ist das Vermeiden deterministischer Strahlenschäden und die Minimierung stochastischer Risiken.
Strahlenexposition
Radiologie
Prüfungsfokus
Strahlenexposition bezeichnet das Einwirken ionisierender Strahlung auf den menschlichen Körper oder Gewebe. In der zahnärztlichen Radiologie handelt es sich meist um eine gezielte, lokale Exposition zu diagnostischen Zwecken. Sie wird quantitativ über die Äquivalent- bzw. Effektivdosis in Sievert (Sv) gemessen.
Strahlenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Strahlenschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt vor den schädlichen Wirkungen ionisierender Strahlung. Er basiert auf den rechtlichen Vorgaben des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Ziel ist die Vermeidung deterministischer und die Minimierung stochastischer Strahlenschäden.
Adhäsivbrücke
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Adhäsivbrücke ist eine minimalinvasive festsitzende Brücke zur Schließung von Einzelzahnlücken, die mittels Säure-Ätz-Technik an den Nachbarzähnen verklebt wird. Sie kommt vor allem im Frontzahnbereich bei kariesfreien Pfeilerzähnen zum Einsatz.
Adrenalin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Adrenalin ist ein endogenes Katecholamin, das als Vasokonstriktor-Zusatz in Lokalanästhetika eingesetzt wird. Es bewirkt über alpha-1-Adrenozeptoren eine lokale Vasokonstriktion an den Blutgefäßen der Mundschleimhaut. Dadurch wird die Resorption des Anästhetikums verzögert, die Wirkdauer verlängert und das Operationsfeld blutungsarm gehalten.
Aligner-Therapie
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Bei der Aligner-Therapie wird die Zahnstellung mit einer Serie herausnehmbarer, transparenter Kunststoffschienen schrittweise korrigiert. Jede Schiene bewirkt eine kleine, vorprogrammierte Bewegung und wird nach definierter Tragezeit gewechselt. Attachments auf den Zähnen ermöglichen komplexere Bewegungsmuster.
Amalgam
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Amalgam ist ein plastisches Füllungsmaterial, das aus einer Legierung von Quecksilber mit anderen Metallen wie Silber, Zinn und Kupfer besteht. Es härtet durch eine Kristallisationsreaktion aus und zeichnet sich durch hohe Druckfestigkeit aus. Historisch gehört es zu den am häufigsten verwendeten Werkstoffen in der konservierenden Zahnheilkunde.
Analgetika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Analgetika sind Arzneistoffe, die die Schmerzempfindung hemmen, ohne eine Narkose oder eine Bewusstseinsausschaltung herbeizuführen. Sie werden eingeteilt in peripher wirkende Nicht-Opioid-Analgetika und zentral wirkende Opioid-Analgetika. Zur Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika zählen unter anderem die Nicht-Steroidalen Antirheumatika (NSAR).
Antibiotika
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Antibiotika sind niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen oder synthetisch hergestellte Substanzen, die das Wachstum von Bakterien hemmen oder diese abtöten. Sie wirken selektiv gegen prokaryotische Strukturen und Prozesse, ohne den makroorganismischen Wirt direkt zu schädigen. Der Einsatz erfolgt gezielt nach Erreger- und Resistenztestung oder kalkuliert als Breitbandtherapie.
Apexifikation
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Apexifikation ist ein Verfahren zur Induzierung eines hartgewebigen Verschlusses der offenen Wurzelspitze an nicht vitalen, immaturen Zähnen. Sie erfolgt klassischerweise durch langzeitige Einlage von Calciumhydroxid über mehrere Monate bis Jahre.
Articain
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Articain ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ mit einer zusätzlichen Estergruppe, das rasch durch Plasmaesterasen inaktiviert wird. Es zeichnet sich durch eine hohe Plasmaproteinbindung sowie eine hervorragende Gewebegängigkeit aus. In der Zahnmedizin ist es der Wirkstoff der ersten Wahl für Infiltrations- und Leitungsanästhesien.
Atraumatische Restaurationstechnik
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Atraumatische Restaurationstechnik (ART) ist ein präventives und restauratives Behandlungskonzept zur Ausräumung kariesbedingter Defekte ausschließlich mit Handinstrumenten. Anschließend werden die Kavitäten und angrenzenden Fissuren mit einem adhäsiven Werkstoff, meist Glasionomerzement, versiegelt. Ziel ist der Zahnerhalt bei maximaler Gewebeschonung ohne Schmerzerzeugung durch Bohrer oder Anästhesie.
Azithromycin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Azithromycin ist ein Halbsynthetisches Makrolid-Antibiotikum mit breitem Wirkspektrum und bakterizider bis bakteriostatischer Wirkung durch Hemmung der bakteriellen Proteinbiosynthese. Es zeichnet sich durch eine sehr lange GewebehBW und hohe Anreicherung in Phagozyten sowie entzündetem Gewebe aus. Dies ermöglicht kurze Therapiedauern von meist drei Tagen.
Bildgebung des Kiefergelenks
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die Bildgebung des Kiefergelenks richtet sich nach der Fragestellung. Knöcherne Veränderungen wie Abflachungen, Osteophyten oder Erosionen werden am besten mit der digitalen Volumentomographie dargestellt. Der Diskus als Weichgewebe ist nur in der Magnetresonanztomographie beurteilbar, die damit die Referenzmethode bei Verdacht auf Diskusverlagerung ist.
Chirurgische Extraktion
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die chirurgische Extraktion bezeichnet die operative Entfernung eines Zahnes oder Wurzelrestes durch Eröffnung des Mucoperiostlappens und gezielte Abtragung von Alveolarknochen (Osteotomie). Sie kommt zur Anwendung, wenn eine konventionelle Zahnentfernung mittels Zange und Hebel nicht möglich oder gescheitert ist. Dieser Eingriff erfordert eine präzise präoperative radiologische Diagnostik zur Beurteilung der anatomischen Nachbarstrukturen.
CMD-Screening
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Das CMD-Screening ist eine kurze, standardisierte Untersuchung, mit der sich in wenigen Minuten abschätzen lässt, ob eine weiterführende Funktionsanalyse nötig ist. Erfasst werden typischerweise Mundöffnung und Asymmetrie der Öffnungsbewegung, Gelenkgeräusche, Schmerz bei Palpation von Muskulatur und Gelenk, exzentrische Bewegungen sowie okklusale Auffälligkeiten. Es ersetzt die klinische Funktionsanalyse nicht, sondern steuert deren Indikation.
Denosumab
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Denosumab ist ein humaner Monoklonaler Antikörper, der gezielt an RANKL (Receptor Activator of Nuclear Factor-kappaB Ligand) bindet. Er hemmt die Ausreifung, Funktion und das Überleben von Osteoklasten und reduziert dadurch den Knochenabbau stark. Hauptindikationen sind Osteoporose und Knochenmetastasen.
Digitale Volumentomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Digitale Volumentomographie ist ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren, bei dem ein kegelförmiges Strahlenbündel ein isotropes Volumendatenset der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregion erzeugt. Sie bietet eine hohe Ortsauflösung bei meist geringerer Dosis im Vergleich zur konventionellen Computertomographie.
Distraction
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Kallusdistraktion (Distraction) ist ein osteotomes Verfahren zur Neugenerierung von Knochengewebe und überliegendem Weichgewebe durch kontrollierte, langsame Trennung von Knochensegmenten nach einer Osteotomie. Durch kontinuierlichen Zug auf den sich bildenden Bindegewebskallus wird die körpereigene Knochenneubildung (Osteogenese) angeregt. Das Verfahren ermöglicht den Aufbau erheblicher Knochendefizite ohne die Notwendigkeit von autologen Knochentransplantaten.
Endodontische Revision
Endodontie
Prüfungsfokus
Die endodontische Revision ist die erneute Behandlung eines bereits wurzelkanalbehandelten Zahnes bei Misserfolg oder Reinfektion. Ziel ist die vollständige Entfernung des alten Füllmaterials, die Beseitigung persisiterender Bakterien und das erneute Versiegeln.
Endokarditisprophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die Endokarditisprophylaxe beschreibt die gezielte einmalige Verabreichung eines Antibiotikums vor dentoalveolären Eingriffen zur Verhinderung einer infektiösen Endokarditis. Sie ist nach aktuellen Leitlinien streng auf Hochrisikopatienten mit spezifischen kardialen Vorerkrankungen beschränkt. Der Eingriff muss mit einer Bakteriämie-Wahrscheinlichkeit durch Manipulation an Gingiva oder Periapikalregion einhergehen.
Exodontie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Exodontie umfasst die Lehre und Praxis der Entfernung von Zähnen aus dem Alveolarknochen mittels geschlossener (konservativer) Techniken. Sie stellt einen der grundlegendsten oralchirurgischen Eingriffe dar und wird bei nicht erhaltungswürdigen Zähnen, Platzmangel oder fokalen Infektionsquellen durchgeführt. Das Hauptziel ist die vollständige und möglichst gewebeschonende Zahnentfernung unter Erhalt des umgebenden Alveolarknochens.
Extraktionstherapie in der Kieferorthopädie
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Bei ausgeprägtem Platzmangel kann die Extraktion bleibender Zähne Raum für die Einordnung der übrigen Zähne schaffen. Am häufigsten werden erste Prämolaren entfernt, da sie zentral im Zahnbogen liegen und Platz sowohl für die Front als auch für die Seitenzähne bereitstellen. Die Entscheidung erfolgt nach Platzanalyse, Profilbeurteilung und Verankerungsplanung.
Fissurenversiegelung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Fissurenversiegelung ist eine präventive Maßnahme, bei der morphologisch tiefe Fissuren und Grübchen mit dünnflüssigen Kunststoffen oder Glasionomerzementen verschlossen werden. Dadurch wird die Ansammlung von Plaque verhindert und der Zugang für Speichel sowie Zahnbürste vereinfacht. Sie dient der primären Kariesprophylaxe bei Risikopatienten.
Freies Schleimhauttransplantat
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Das Freie Schleimhauttransplantat ist ein autologes Weichgewebstransplantat, das meist aus dem harten Gaumen entnommen wird zur Verbreiterung der befestigten, keratinisierten Gingiva. Es wird an der Empfängerstelle ohne initiale eigene Gefäßversorgung auf ein Periostlager verpflanzt.
Freilegungsoperation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Freilegungsoperation ist ein oralchirurgischer Eingriff zur Exposition der Krone eines retinierten oder impaktierten Zahnes. Ziel ist es, den Zahn für eine anschließende kieferorthopädische Einordnung mittels Attachments zugänglich zu machen. Die Schnittführung erfolgt je nach Lage des Zahnes palatinal oder vestibulär.
Frenulum
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Ein Frenulum ist eine Schleimhautfalte in der Mundhöhle, die Lippe, Wange oder Zunge am Alveolarfortsatz bzw. Mundboden fixiert. Es enthält Bindegewebe, elastische Fasern und vereinzelt Muskelfasern. Morphologische Varianten können die Funktion oder Parodontalgesundheit beeinträchtigen.
Frühbehandlung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Frühbehandlung greift bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss ein, um sich verschlechternde Befunde abzufangen. Typische Indikationen sind ausgeprägte Kreuzbisse mit Zwangsführung, Habits und schwere skelettale Abweichungen. Ziel ist die Verhinderung einer Verschlimmerung, nicht die abschließende Korrektur.
Funktionskieferorthopädie
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Funktionskieferorthopädie (FKO) ist ein Behandlungskonzept, das die körpereigene Muskelaktivität des Orofazialsystems nutzt, um das Wachstum und die Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer therapeutisch zu beeinflussen. FKO-Geräte liegen meist lose im Mund und wirken druck- und zugübertragend ohne eigene mechanische Aktoren wie Schrauben oder Federn auf das Kausystem. Hauptindikation ist die Umstellung von Bisslagen während der präpubertären und pubertären Wachstumsphase, insbesondere bei Angle-Klasse II/1.
Gates-Glidden-Bohrer
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Gates-Glidden-Bohrer ist ein rotierendes, olivenförmiges Instrument aus Edelstahl zur koronalen Erweiterung des Wurzelkanals. Er besitzt eine nicht schneidende Führungsspitze (Non-Cutting-Tip) und eine Sollbruchstelle am Schaft, um Instrumentenfrakturen im Kanal zu verhindern.
Gaumennahterweiterung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Gaumennahterweiterung verbreitert den Oberkiefer durch Öffnung der Sutura palatina mediana. Sie ist indiziert bei skelettal bedingter transversaler Enge, häufig mit beidseitigem Kreuzbiss. Da die Sutur mit zunehmendem Alter verknöchert, ist der Erfolg altersabhängig.
Herausnehmbarer Zahnersatz
Prothetik
Prüfungsfokus
Herausnehmbarer Zahnersatz umfasst alle prothetischen Versorgungen, die vom Patienten selbst zur Reinigung und Pflege aus der Mundhöhle entfernt werden können. Dazu gehören Teilprothesen (z. B. Modellgussprothesen, Teleskopprothesen) sowie Totalprothesen beim vollständig zahnlosen Kiefer. Sie dienen der Wiederherstellung der Kaugewebe-, Ästhetik- und Phonetikfunktionen.
Ibuprofen
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Ibuprofen ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) aus der Gruppe der Propionsäurederivate, das die Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) reversibel hemmt. Dadurch wird die Synthese von Prostaglandinen unterdrückt, was zu analgetischen, antiphlogistischen und antipyretischen Effekten führt. Es gilt als Analgetikum der ersten Wahl bei postoperativen zahnärztlichen Schmerzen.
Instrumentelle Funktionsanalyse
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die instrumentelle Funktionsanalyse registriert Unterkieferbewegungen apparativ und überträgt sie auf einen Artikulator. Verfahren wie Axiographie und Kondylographie zeichnen die Bewegungsbahnen der Kondylen auf. Ziel ist die individuelle Programmierung des Artikulators und die Beurteilung der Gelenkbahnen.
Internes Bleaching
Ästhetik
Prüfungsfokus
Das interne Bleaching hellt einen wurzelkanalbehandelten, dunkel verfärbten Zahn von der Pulpakammer aus auf. Nach Entfernung des Wurzelfüllmaterials bis unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze wird ein zervikaler Verschluss gelegt und das Bleichmittel eingebracht. Bei der Walking-Bleach-Technik verbleibt das Mittel über mehrere Tage im Zahn.
Kavitätenklassen nach Black
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Kavitätenklassen nach Greene Vardiman Black sind eine topographische Einteilung von Kariesläsionen und den dazugehörigen Kavitätenpräparationen an Zähnen. Die ursprünglichen Klassen I bis V basieren auf der Lokalisation der Primärkaries und bestimmen die Prinzipien der mechanischen Verankerung. Sie bilden bis heute das weltweite Standardfundament für Dokumentation, Befundung und Behandlungsplanung in der Zahnerhaltung. Eine spätere Ergänzung stellt die Klasse VI dar.
Keramik
Prothetik
Prüfungsfokus
Keramik ist ein anorganischer, nichtmetallischer Werkstoff, der in der Zahnmedizin aufgrund seiner exzellenten Biokompatibilität und Ästhetik weit verbreitet ist. Das Material imitiert die optischen Eigenschaften der natürlichen Zahnsubstanz wie Transluzenz und Opaleszenz nahezu perfekt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Silikatkeramiken, Oxidkeramiken und Harz-Matrix-Keramiken.
Knochenaugmentation
Implantologie
Prüfungsfokus
Die Knochenaugmentation stellt ein für die Implantation ausreichendes Knochenlager wieder her. Bei der gesteuerten Knochenregeneration trennt eine Membran das langsam regenerierende Knochengewebe vom schneller proliferierenden Weichgewebe. Als Materialien dienen autologer Knochen sowie allogene, xenogene und alloplastische Ersatzmaterialien.
Knochenersatzmaterial
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Knochenersatzmaterialien (KEM) sind autologe, allogene, xenogene oder synthesebasierte Werkstoffe zur Rekonstruktion und Augmentation von Knochendefekten. Sie dienen als Leitschiene für die vaskuläre und osteogene Regeneration des ortsständigen Knochens. Die Auswahl richtet sich nach Biodegradation, mechanischer Stabilität und Indikation.
Lachgassedierung
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Lachgassedierung ist eine minimale Sedierung durch Inhalation eines Distickstoffmonoxid-Sauerstoff-Gemisches über eine Nasenmaske. Der Patient bleibt ansprechbar, seine Schutzreflexe bleiben erhalten; Angst und Würgereiz nehmen ab. Wirkungseintritt und -abklingen erfolgen rasch, weil das Gas kaum metabolisiert und nahezu vollständig pulmonal abgeatmet wird.
Lückenhalter
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Ein Lückenhalter sichert nach vorzeitigem Milchzahnverlust den Platz für den bleibenden Nachfolger. Ohne Platzsicherung wandern Nachbarzähne in die Lücke, wodurch der Nachfolger später keinen ausreichenden Durchbruchsraum findet. Es existieren festsitzende Varianten wie Band-Loop und Lingualbogen sowie herausnehmbare Platten.
Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Das Milchgebiss umfasst 20 Zähne, je Quadrant zwei Inzisivi, einen Caninus und zwei Molaren. Es unterscheidet sich vom bleibenden Gebiss durch bläulich-weiße Zahnfarbe, dünnere Hartsubstanzschichten, ausgeprägte Zervikalwülste und stark divergierende Wurzeln. Physiologische Lücken und Abrasionen sind Ausdruck normaler Entwicklung und kein Behandlungsbedarf.
Milchzahnextraktion
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Entfernung eines Milchzahns folgt anderen Regeln als beim bleibenden Zahn, weil unmittelbar unter der Wurzel der Keim des Nachfolgers liegt. Die divergierenden, den Keim umfassenden Wurzeln der Milchmolaren können beim Luxieren brechen oder den Keim mitluxieren. Indikationen sind nicht erhaltungswürdige Zerstörung, Abszedierung, Trauma sowie kieferorthopädische Gründe.
Nabers-Sonde
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Nabers-Sonde ist ein kalibriertes, speziell gebogenes parodontales Untersuchungsinstrument zur genauen Erfassung des Furkationsbefalls mehrwurzeliger Zähne. Durch ihre halbkreisförmig gebogene Arbeitsenden-Geometrie ermöglicht sie den optimalen Zugang zum Interradikulärraum von Molaren und Prämolaren.
Non-Prep-Veneers
Ästhetik
Prüfungsfokus
Non-Prep-Veneers sind sehr dünne keramische Verblendschalen, die ohne oder mit minimalem Substanzabtrag rein additiv aufgeklebt werden. Sie setzen voraus, dass nach vestibulär genügend Raum zur Verfügung steht – etwa bei Zapfenzähnen, Lücken, retrudierten Frontzähnen oder abradierten Zähnen. Fehlt dieser Raum, führt der Verzicht auf Präparation zu überkonturierten, unpflegbaren Rändern.
NSAR
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind schmerzstillende, entzündungshemmende und fiebersenkende Arzneistoffe ohne steroidale Grundstruktur. Sie hemmen das Enzym Cyclooxygenase (COX-1 und/oder COX-2) und unterbinden dadurch die Synthese von Prostaglandinen. In der Zahnmedizin bilden sie die Basis der postoperativen Schmerztherapie.
Okklusales Einschleifen
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Beim okklusalen Einschleifen werden Störkontakte durch gezielten Substanzabtrag beseitigt, um gleichmäßige Kontakte in zentrischer Relation und störungsfreie Exkursionsbewegungen zu erreichen. Weil dabei Zahnhartsubstanz unwiederbringlich entfernt wird, ist der Eingriff irreversibel und erfordert eine klare Indikation sowie eine sorgfältige Vorplanung.
Operative Weisheitszahnentfernung
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die operative Weisheitszahnentfernung ist die chirurgische Entfernung der Dritten Molaren im Ober- und Unterkiefer nach Bildung eines Mukoperiostlappens und ggf. knöcherner Freilegung (Osteotomie). Die Indikation ergibt sich aus prophylaktischen oder therapeutischen Gründen wie rezidivierender Perikoronitis, Zystenbildung oder Resorptionen. Der Eingriff erfordert die Schonung anatomischer Nachbarstrukturen wie des N. alveolaris inferior, N. lingualis und der Kieferhöhle.
Opioide
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Opioide sind stark wirksame Analgetika, die an spezifischen Opioidrezeptoren (µ, δ, κ) im zentralen und peripheren Nervensystem binden. Sie hemmen die präsynaptische Neurotransmitterfreisetzung und hyperpolarisieren postsynaptische Neurone. Dadurch wird die Schmerzleitung und -wahrnehmung im ZNS effektiv unterdrückt.
Orthognathe Chirurgie
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die orthognathe Chirurgie korrigiert skelettale Kieferfehlstellungen durch operative Verlagerung von Ober- und Unterkiefer. Etablierte Verfahren sind die sagittale Spaltung des Unterkiefers und die Le-Fort-I-Osteotomie des Oberkiefers. Sie wird stets mit kieferorthopädischer Vor- und Nachbehandlung kombiniert.
Osteosynthese
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Osteosynthese bezeichnet die operative Verbindung und Fixierung von zwei oder mehr Knochenfragmenten nach einer Fraktur oder Osteotomie. Sie erfolgt in der Oral- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie überwiegend mittels Mini- oder Mikroplatten und Schrauben aus Titan.
Osteotomie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Osteotomie bezeichnet die gezielte Abtragung von Knochengewebe zur Freilegung und Entfernung von verlagerten, retinierten oder tief frakturierten Zähnen. Sie stellt eine fundamentale operative Technik der abtragenden Oralchirurgie dar.
Paracetamol
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Paracetamol ist ein nicht-opioides Analgetikum und Antipyretikum mit vorwiegend zentralem Wirkmechanismus, das nur sehr gering antiphlogistisch wirkt. Es stellt ein wichtiges Ausweichanalgetikum dar, insbesondere bei Kontraindikationen gegen NSAR. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit ist es das Schmerzmittel der Wahl in allen Trimenen der Schwangerschaft.
Parodontale Regeneration
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die parodontale Regeneration umfasst chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung des verloren gegangenen Zahnhalteapparates einschließlich Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen. Im Gegensatz zur Reparatur bildet sich hierbei ein funktionelles, neu organisiertes Attachement aus. Zum Einsatz kommen Schmelzmatrixproteine, Knochenersatzmaterialien und Barrieremembranen.
Penicillin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Penicilline sind Beta-Laktam-Antibiotika, die durch Blockade der Transpeptidase die Bakterienwandsynthese hemmen. Sie wirken dadurch primär bacterizid auf sich teilende, grampositive sowie einige gramnegative Erreger. In der Zahnmedizin sind sie das Standardantibiotikum zur Therapie odontogener Infektionen.
Physiotherapie und Eigenübungen bei CMD
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Physiotherapie und angeleitete Eigenübungen sind fester Bestandteil der Behandlung myogener Funktionsstörungen. Dazu gehören manuelle Techniken an Muskulatur und Gelenk, Dehnung, Koordinations- und Bewegungsübungen sowie Haltungsschulung. Ergänzend steht das Selbstmanagement: Aufklärung, Wärmeanwendung, weiche Kost und das bewusste Vermeiden von Parafunktionen.
Plastische Chirurgie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Plastische Chirurgie im oralchirurgischen Kontext umfasst formverändernde und rekonstruktive Eingriffe an den Hart- und Weichgeweben der Mundhöhle. Sie dient der Wiederherstellung von Funktion, Kontur und Ästhetik nach Gewebeverlusten durch Trauma, Tumoren, Parodontopathien oder Involution. Ein zentrales Element stellen mucogingivale und osteoplastische Rekonstruktionen dar.
Platzanalyse nach Moyers
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Platzanalyse nach Moyers ist ein vorhersagendes Verfahren im Wechselgebiss zur Ermittlung des Platzbedarfs für die noch nicht durchgebrochenen Eckzähne und Prämolaren. Sie nutzt die Summe der mesiodistalen Kronenbreiten der bereits durchgebrochenen untersten vier Schneidezähne als Referenzwert. Über standardisierte Wahrscheinlichkeitstabellen wird die voraussichtliche Breite der Stützzone im Ober- und Unterkiefer bestimmt.
Porphyromonas gingivalis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Porphyromonas gingivalis ist ein gramnegatives, anaerobes Bakterium, das als Leitorganismus des roten Komplexes nach Socransky gilt. Es produziert Virulenzfaktoren wie Gingipaine und Lipopolysaccharide, welche die Wirtsabwehr modulieren und Gewebe abbauen. P. gingivalis übernimmt eine Schlüsselrolle als Keystone-Pathogen bei der Entstehung dysbiotischer Parodontitiden.
Prävention bei Pflegebedürftigen
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Bei pflegebedürftigen Menschen verschiebt sich die Prävention von der Eigenverantwortung zur angeleiteten und übernommenen Mundpflege. Grundlage ist ein individueller Mundpflegeplan, der festlegt, wer welche Maßnahme in welchem Intervall durchführt. Hinzu kommen hochdosierte Fluoridpräparate, Hilfsmittel zur Kompensation motorischer Defizite und die Schulung des Pflegepersonals.
Prophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Prophylaxe bezeichnet in der zahnärztlichen Pharmakologie die präventive Verabreichung von Arzneimitteln zur Verhinderung von Erkrankungen oder Komplikationen. Dazu zählen die kalkulierte präoperative Antibiotikagabe sowie die Anwendung von Fluoriden oder Antiseptika. Ziel ist die Expositionsprophylaxe und das Verhindern einer Erregerinvalidation.
Rehrmann-Lappen
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Rehrmann-Lappen ist ein mucoperiostaler Verschiebelappen mit Periostschlitzung zur Deckung einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV) im Oberkiefer. Durch das Einkerben des Periosts an der Lappenbasis wird die Elastizität des Gewebes erhöht, um einen spannungsfreien Wundverschluss zu ermöglichen. Er gehört zu den Standardverfahren der orofazialen Plastischen Chirurgie.
Retrograde Wurzelfüllung
Endodontie
Prüfungsfokus
Die retrograde Wurzelfüllung bezeichnet den chirurgischen Verschluss des apikalen Wurzelkanalsystems von der Wurzelspitze her im Rahmen einer Wurzelspitzenresektion. Sie wird indiziert, wenn ein orthograder Zugang unmöglich, blockiert oder trotz Revisionsversuch gescheitert ist. Als Goldstandard für das Füllmaterial gelten biologisch aktive Zemente wie Mineral Trioxid Aggregat (MTA) oder Endodontic Repair Materials.
Schmelzinfiltration und Mikroabrasion
Ästhetik
Prüfungsfokus
Die Schmelzinfiltration füllt die Porositäten initialer Läsionen oder Opazitäten mit einem niedrigviskösen Kunststoff. Da dessen Brechungsindex dem des Schmelzes ähnelt, verschwindet der weißliche Aspekt optisch. Die Mikroabrasion trägt dagegen oberflächliche Verfärbungen mechanisch-chemisch minimal ab.
Schweigepflicht
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Die Schweigepflicht verpflichtet Zahnärzte und ihr Personal, alles geheim zu halten, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut oder bekannt geworden ist. Sie ist berufsrechtlich verankert und strafrechtlich bewehrt. Sie gilt gegenüber jedermann, auch gegenüber Angehörigen, Arbeitgebern und anderen Behandlern, und wirkt über den Tod des Patienten hinaus.
Sinuslift
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zur Augmentation des vertikalen Knochenangebots im atrophischen posterioren Maxillabereich. Hierbei wird die Schneidersche Membran von der Kieferhöhlenbasis abgehoben und der entstehende Hohlraum mit Knochenaufbaumaterial gefüllt.
Sinuslift und Augmentation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zur Erhöhung des Knochenangebots im lateralen Oberkiefer durch Anheben der Schneider-Membran (Kieferhöhlenschleimhaut) und Einbringen von Knochenersatzmaterial oder autologem Knochen. Es wird zwischen dem internen Sinuslift (krestaler Zugang) und dem externen Sinuslift (lateraler Zugang über ein Knochenfenster) unterschieden. Ziel ist die Schaffung eines ausreichend dimensionierten Knochenlagers für eine endosseöse Implantation.
Sondierungstiefe
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Sondierungstiefe beschreibt den Abstand zwischen dem marginalen Gingivarand und dem tiefsten Punkt, den eine Parodontalsonde unter definiertem Druck erreicht. Sie unterscheidet sich vom Attachmentverlust, da sie von der variablen Position des Gingivarandes abhängt. Erhöhte Werte sprechen für das Vorliegen von Pseudotaschen oder echten parodontalen Taschen.
Steroide
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Steroide sind eine Klasse von Lipiden mit einem charakteristischen Cyclopentanoperhydrophenanthren-Grundgerüst. In der Pharmakologie beziehen sie sich meist auf synthetische oder körpereigene Glukokortikoide und Mineralokortikoide. Sie wirken primär antiphlogistisch, immunsuppressiv und antiexsudativ durch die Inhibition der Phospholipase A2.
Suprakonstruktion
Prothetik
Prüfungsfokus
Als Suprakonstruktion bezeichnet man den auf einem Zahnimplantat oder einem Implantat-Abutment verankerten Zahnersatz. Sie bildet den funktionellen und ästhetischen Teil der implantatgetragenen Versorgung. Je nach Indikation kann sie feststehend oder herausnehmbar gestaltet sein.
Taschenreduktion
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenreduktion ist das primäre Ziel der antiinfektiösen und chirurgischen Parodontitistherapie. Sie bezeichnet die physikalische Verringerung der sondierbaren Taschentiefe durch Gewebe-Reattachment, Ausbildung eines langen Saumepithels oder Gewebeschrumpfung (Rezession).
Taschenrevision
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenrevision ist das erneute instrumentelle Bearbeiten (Debridement) spezifischer Parodontaltaschen, die in der Re-Evaluation nach primärer antiinfektiöser Therapie weiterhin Entzündungszeichen oder pathologische Sondierungstiefen aufweisen. Sie ist Bestandteil der nachfolgenden Therapiephasen sowie der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT).
Taschentiefe
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschentiefe (Sondierungstiefe, ST) ist der in Millimetern gemessene Abstand zwischen dem gingivalen Saum (Margo gingivalis) und dem Boden der Parodontaltasche bzw. des Gingivalsulkus. Sie ist ein zentraler klinischer Parameter zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Gingivitis und Parodontitis.
Tomographie
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Tomographie ist ein bildgebendes Schnittbildverfahren, das Schichtaufnahmen eines dreidimensionalen Objekts ohne Überlagerung darstellt. Durch die computergestützte Rekonstruktion werden Gewebestrukturen in einzelnen Ebenen detailliert sichtbar gemacht.
Veneers
Ästhetik
Prüfungsfokus
Veneers sind dünne keramische Schalen, die adhäsiv auf die Labialfläche von Frontzähnen geklebt werden. Sie korrigieren Farbe, Form, Stellung und kleinere Substanzdefekte bei vergleichsweise geringem Substanzabtrag. Die Verbundfestigkeit beruht auf der adhäsiven Befestigung an konditioniertem Schmelz.
Wirkstoff
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Ein Wirkstoff (Active Pharmaceutical Ingredient, API) ist die biologisch aktive Komponente eines Arzneimittels, die für die prophylaktische, diagnostische oder therapeutische Wirkung verantwortlich ist. Er unterscheidet sich von den Hilfsstoffen, die lediglich als Träger-, Stabilisierungs- oder Geschmacksstoffe dienen. Die Einteilung und Benennung erfolgen international standardisiert nach dem INN-System (International Nonproprietary Name).
Wurzelspitzenresektion
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Wurzelspitzenresektion ist die chirurgische Entfernung der Wurzelspitze eines Zahnes zusammen mit dem umliegenden entzündlich veränderten Gewebe. Sie indiziert sich bei persistierenden periapikalen Prozessen nach erfolgloser endodontischer Behandlung oder unzugänglichem Wurzelkanalsystem. Ziel ist der langfristige Erhalt des Zahnes durch einen dichten apikalen Verschluss.
Zystostomie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Zystostomie ist ein chirurgisches Verfahren zur Entlastung einer Zyste durch Eröffnung und Umwandlung des Zystenhohlraums in eine Nebenhöhle der Mundhöhle. Durch die Eröffnung bricht der innere Fluiddruck zusammen, was zu einer Druckentlastung und einer nachfolgenden Verkleinerung des Knochendefekts führt. Der Zystenbalg verbleibt dabei weitgehend in situ.