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Odontogene Sinusitis maxillaris
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Ein relevanter Anteil aller Kieferhöhlenentzündungen ist zahnbedingt. Ursachen sind apikale Parodontitiden der Oberkiefer-Prämolaren und -Molaren, Wurzelreste, Fremdkörper wie überpresstes Wurzelfüllmaterial sowie Mund-Antrum-Verbindungen nach Extraktion. Die anatomische Grundlage ist die enge Lagebeziehung der Wurzelspitzen zum Kieferhöhlenboden.
Mund-Antrum-Verbindung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Mund-Antrum-Verbindung bezeichnet eine iatrogene oder traumatische Eröffnung der Kieferhöhle zur Mundhöhle, häufig im Rahmen der Extraktion oberer Molaren. Unbehandelt führt diese offene Verbindung durch aufsteigende Mundhöhlenbakterien zur chronischen Sinusitis maxillaris.
Rehrmann-Lappen
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Rehrmann-Lappen ist ein mucoperiostaler Verschiebelappen mit Periostschlitzung zur Deckung einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV) im Oberkiefer. Durch das Einkerben des Periosts an der Lappenbasis wird die Elastizität des Gewebes erhöht, um einen spannungsfreien Wundverschluss zu ermöglichen. Er gehört zu den Standardverfahren der orofazialen Plastischen Chirurgie.
Schneidersche Membran
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Schneidersche Membran ist die respiratorische Schleimhaut (Tunica mucosa), welche die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) von innen auskleidet. Sie besteht aus einem zweireihigen Flimmerepithel mit Becherzellen und einer Eigenschicht (Lamina propria). Im Rahmen von oralchirurgischen Eingriffen im Seitenzahnbereich des Oberkievers besitzt sie zentrale Bedeutung.
Sinuslift
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zur Augmentation des vertikalen Knochenangebots im atrophischen posterioren Maxillabereich. Hierbei wird die Schneidersche Membran von der Kieferhöhlenbasis abgehoben und der entstehende Hohlraum mit Knochenaufbaumaterial gefüllt.
Sinuslift und Augmentation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zur Erhöhung des Knochenangebots im lateralen Oberkiefer durch Anheben der Schneider-Membran (Kieferhöhlenschleimhaut) und Einbringen von Knochenersatzmaterial oder autologem Knochen. Es wird zwischen dem internen Sinuslift (krestaler Zugang) und dem externen Sinuslift (lateraler Zugang über ein Knochenfenster) unterschieden. Ziel ist die Schaffung eines ausreichend dimensionierten Knochenlagers für eine endosseöse Implantation.