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Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten entstehen durch ausbleibende Verschmelzung der embryonalen Gesichts- und Gaumenfortsätze. Sie zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen und variieren von der isolierten Lippenspalte bis zur durchgehenden beidseitigen Spalte. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär über Jahre hinweg.
Abszess
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Ein Abszess ist eine abgekapselte, eitrige Gewebeeinschmelzung in einer nicht vorgebildeten Gewebehöhle, die meist durch eine bakterielle Infektion verursacht wird. Im Kiefer-Gesichts-Bereich entsteht er häufig als Folge einer odontogenen Infektion, ausgehend von periapikalen oder parodontalen Läsionen. Diagnostisch zeichnet er sich durch die klassischen Entzündungszeichen sowie Fluktuation aus.
Gaumen
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Der Gaumen trennt Mund- und Nasenhöhle und gliedert sich in den knöchernen harten Gaumen und den muskulären weichen Gaumen. Der harte Gaumen wird von Processus palatinus der Maxilla und Lamina horizontalis des Os palatinum gebildet. Der weiche Gaumen verschließt beim Schlucken den Nasenrachenraum.
Präprothetische Chirurgie
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die präprothetische Chirurgie umfasst alle chirurgischen Maßnahmen am Hart- und Weichgewebe zur Verbesserung des Prothesenlagers und Reanimation des Prothesensitzes. Sie zielt darauf ab, anatomische Hindernisse wie scharfe Knochenkanten, Schlotterkämme, störende Bänder oder zu flache Mundvorhöfe zu korrigieren. Dadurch wird eine optimale Retention, Stabilität und Belastbarkeit von abnehmbarem oder festsitzendem Zahnersatz ermöglicht.
Remineralisation und Demineralisation
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Die Demineralisation beschreibt den Verlust von Mineralstoffen wie Calcium und Phosphat aus der Zahnhartsubstanz durch säurebedingte Herauslösung von Hydroxylapatit. Remineralisation ist der umgekehrte Prozess, bei dem sich gelöste Mineralionen mithilfe von Speichel und Fluorid wieder in das Kristallgitter einlagern. Das Gleichgewicht zwischen beiden Prozessen bestimmt dynamisch die Integrität des Zahnschmelzes. Unterschreitet der pH-Wert der Plaque den kritischen Wert von ca. 5,5, überwiegt die Demineralisation.
Resorption
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Resorption beschreibt die Aufnahme eines Arzneistoffs von der Applikationsstelle in die Blutbahn. In der Zahnmedizin betrifft dies die orale, sublinguale, submuköse oder parenterale Aufnahme von Wirkstoffen. Der Prozess hängt stark von der Lipophilie, Ionisation und lokalen Durchblutung des Gewebes ab.