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CAD/CAM
Prothetik
Prüfungsfokus
CAD/CAM bezeichnet die computergestützte Konstruktion und Fertigung von dentalem Zahnersatz. Mithilfe digitaler Abformung und Fräs- bzw. 3D-Druckverfahren werden Inlays, Kronen, Brücken und Implantatversorgungen hochpräzise hergestellt.
Alginat
Prothetik
Prüfungsfokus
Alginat ist ein irreversibel-hydrokolloides Abformmaterial auf Basis von Salzen der Alginsäure. Durch die chemische Reaktion von Natrium- oder Kaliumalginat mit Calciumsulfat entsteht in Gegenwart von Wasser ein elastisches Gel. Es zeichnet sich durch einfache Handhabung, Hydrophilie und geringe Materialkosten aus, besitzt jedoch eine begrenzte Dimensionsstabilität.
Artikulator
Prothetik
Prüfungsfokus
Ein Artikulator ist ein mechatronisches Simulationsgerät zur Nachbildung der Kiefergelenksbewegungen und der Zuordnung von Ober- und Unterkiefermodellen. Er wird in der Prothetik und Funktionstherapie eingesetzt, um okklusale Kontakte und Exkursionsbewegungen patientenanalog zu analysieren und zu gestalten. Man unterscheidet Non-Arcon- und Arcon-Geräte sowie den Justierungsgrad (mittelwertig, teil- oder volljustierbar).
Fernröntgenseitenaufnahme
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Fernröntgenseitenaufnahme ist eine extraorale Standardaufnahme des Schädels aus seitlicher Perspektive mit großem Fokus-Film-Abstand. Dieser Abstand minimiert die geometrische Vergrößerung und erlaubt verzerrungsfreie kephalometrische Analysen.
Gingiva-Antagonist-Registrierung
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Gingiva-Antagonist-Registrierung (GAR) ist ein klinisches Verfahren zur Bestimmung der vertikalen und horizontalen Kieferrelation. Sie wird angewendet, wenn im Gegenkiefer zwar Zähne vorhanden sind, im zu versorgenden Kiefer jedoch die zahngetragene Abstützung fehlt. Dabei wird der Kontakt zwischen den vorhandenen Antagonisten und der zahnlosen Schleimhaut bzw. einem Schleimhaut-getragenen Registrierbehelf erfasst.
Mehrkosten- und Privatvereinbarung
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Wünscht ein gesetzlich versicherter Patient eine Leistung, die über das Maß des Notwendigen hinausgeht, muss dies vor Behandlungsbeginn schriftlich vereinbart werden. Bei Füllungen betrifft das die Mehrkostenvereinbarung, bei vollständig außervertraglichen Leistungen die Privatvereinbarung. Ohne die schriftliche Form vor Behandlungsbeginn entsteht kein Vergütungsanspruch.
Navigierte Implantation und Bohrschablone
Implantologie
Prüfungsfokus
Bei der navigierten Implantation wird die am Computer geplante Implantatposition über eine individuell gefertigte Schablone in den Mund übertragen. Grundlage ist die Überlagerung eines DVT-Datensatzes mit einem digitalen Oberflächenscan, aus der die prothetisch ideale Position abgeleitet wird. Die Schablone führt die Bohrer in Achse, Tiefe und Position.
Non-Prep-Veneers
Ästhetik
Prüfungsfokus
Non-Prep-Veneers sind sehr dünne keramische Verblendschalen, die ohne oder mit minimalem Substanzabtrag rein additiv aufgeklebt werden. Sie setzen voraus, dass nach vestibulär genügend Raum zur Verfügung steht – etwa bei Zapfenzähnen, Lücken, retrudierten Frontzähnen oder abradierten Zähnen. Fehlt dieser Raum, führt der Verzicht auf Präparation zu überkonturierten, unpflegbaren Rändern.
Parallaxentechnik
Radiologie
Prüfungsfokus
Die Parallaxentechnik ist ein diagnostisches Verfahren zur Lagedestination nicht sichtbarer Strukturen im Röntgenbild durch zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Einstrahlwinkel. Sie nutzt das Phänomen der scheinbaren Objektverschiebung bei Veränderung des Beobachterstandpunkts. Die Auswertung erfolgt nach der Clark-Regel (Same Lingual, Opposite Buccal).
Präprothetische Chirurgie
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Die präprothetische Chirurgie umfasst alle chirurgischen Maßnahmen am Hart- und Weichgewebe zur Verbesserung des Prothesenlagers und Reanimation des Prothesensitzes. Sie zielt darauf ab, anatomische Hindernisse wie scharfe Knochenkanten, Schlotterkämme, störende Bänder oder zu flache Mundvorhöfe zu korrigieren. Dadurch wird eine optimale Retention, Stabilität und Belastbarkeit von abnehmbarem oder festsitzendem Zahnersatz ermöglicht.
Prothesenversorgung im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die prothetische Versorgung älterer Patienten richtet sich weniger am technisch Machbaren aus als an dem, was der Patient noch handhaben und pflegen kann. Mit nachlassender Feinmotorik, reduzierter Sehkraft und kognitiven Einschränkungen verschiebt sich die Bewertung: Eine einfache, gut zu reinigende Lösung ist einer anspruchsvollen Konstruktion überlegen, die im Pflegealltag scheitert.
Rehrmann-Lappen
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Der Rehrmann-Lappen ist ein mucoperiostaler Verschiebelappen mit Periostschlitzung zur Deckung einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV) im Oberkiefer. Durch das Einkerben des Periosts an der Lappenbasis wird die Elastizität des Gewebes erhöht, um einen spannungsfreien Wundverschluss zu ermöglichen. Er gehört zu den Standardverfahren der orofazialen Plastischen Chirurgie.
Röntgenbild
Radiologie
Prüfungsfokus
Ein Röntgenbild ist die zweidimensionale Projektion eines dreidimensionalen Objekts, die durch die unterschiedliche Schwächung von Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht. Dichte Strukturen wie Schmelz oder Dentin absorbieren mehr Strahlung und erscheinen hell (radiopak), während weichere oder resorbierten Gewebe dunkel (radioluzent) dargestellt werden. Es bildet die Grundlage der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin.
Strahlenschutz
Radiologie
Prüfungsfokus
Der Strahlenschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt vor den schädlichen Wirkungen ionisierender Strahlung. Er basiert auf den rechtlichen Vorgaben des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Ziel ist die Vermeidung deterministischer und die Minimierung stochastischer Strahlenschäden.
Stützhülsen
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Stützhülsen sind zylinderförmige Führungselemente aus Metall oder Kunststoff, die in computergestützte Bohrschablonen (Surgiguides) eingegliedert werden. Sie dienen der präzisen Führung von Bohlern und Insertern während der geführten Implantatpräparation (Guided Surgery). Dadurch wird eine exakte Ausrichtung bezüglich Winkel, Tiefe und Position der Implantate sichergestellt.
Teleskopkronen
Prothetik
Prüfungsfokus
Teleskopkronen sind doppelkronige Verbindungselemente in der kombiniert feststehend-herausnehmbaren Prothetik. Sie bestehen aus einer inneren Primärkrone (Matrize) und einer genau darüberpassenden äußeren Sekundärkrone (Patrize). Die Haftung erfolgt primär durch Reibung (Friktion) zwischen den parallelen Außenflächen.
Teleskopprothese
Prothetik
Prüfungsfokus
Eine Teleskopprothese ist ein kombinierter Zahnersatz, der über doppelkronige Verankerungselemente auf Restzähnen befestigt wird. Sie besteht aus einer fest einzementierten Primärkrone und einer in den abnehmbaren Zahnersatz integrierten Sekundärkrone.
Trauma
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Unter einem dentalen oder maxillofazialen Trauma versteht man eine mechanisch bedingte Verletzung der Zähne, des Halteapparates, des Alveolarknochens oder der orofazialen Weichgewebe. Es entsteht meist durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung im Rahmen von Sport-, Verkehrs- oder Rohheitsdelikten. Die Klassifikation erfolgt international nach den WHO-Kriterien für Zahn- und Kieferverletzungen.