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Taschenausspülung
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenausspülung (subgingivale Lavage) beschreibt das Ausspülen einer vertieften Parodontaltasche mit antiseptischen Lösungen wie Chlorhexidin (CHX) oder Wasserstoffperoxid. Ziel ist die mechanische Entfernung von Detritus sowie die chemische Reduktion der subgingivalen Mikroflora.
Subgingivale Instrumentierung
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die subgingivale Instrumentierung ist die nicht-chirurgische Entfernung von subgingivaler Plaque, Konkrementen und Endotoxinen von den Wurzeloberflächen. Ziel ist die Ausheilung der entzündlichen Taschengewebe durch Reduktion der bakteriellen Last. Sie wird mithilfe von Handinstrumenten (Küretten) oder maschinellen Ultraschall- beziehungsweise Schallscalern durchgeführt.
Mundspüllösungen
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Mundspüllösungen sind flüssige Zubereitungen zur Aushülfe der Mundhygiene, die antiseptische, entzündungshemmende oder kariespräventive Wirkstoffe enthalten. Sie dienen der Reduktion der oralen Keimzahl sowie der Plaquebildung im Subgingival- und Interdentalraum. Man unterscheidet kosmetische Verwendungsformen von medizinisch indizierten Präparaten.
Präparationsgrenze
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Präparationsgrenze bezeichnet den Übergangsbereich zwischen der bearbeiteten Zahnsubstanz und dem unpräparierten Zahngewebe. Sie legt den apikalen Endpunkt einer Präparation fest und bestimmt somit den Verlauf des Restaurationrandes. Eine präzise Darstellung ist für den randschlüssigen Sitz der Restauration essenziell.
Socransky-Komplexe
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Socransky-Komplexe klassifizieren subgingivale Bakterienarten der plaqueassoziierten Parodontitis anhand ihrer Vergesellschaftung und Virulenz in Farbgruppen. Der rote Komplex (Porphyromonas gingivalis, Treponema denticola, Tannerella forsythia) repräsentiert dabei die späte, hochvirulente Besiedlungsphase und steht in engem Zusammenhang mit der Gewebedestruktion. Früh- und Zwischenstadien werden durch den gelben, grünen, lila und orangen Komplex abgebildet.
Ultraschallaktivierung
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Ultraschallaktivierung ist ein Spülverfahren in der Endodontie, bei dem Spülflüssigkeiten im Wurzelkanal durch hochfrequente Schwingungen in akustische Kavitation versetzt werden. Dies steigert die Gewebelösungskapazität und die antibakterielle Wirksamkeit der Spüllösung erheblich. Zudem wird der Smear Layer in anatomisch komplexen Arealen effektiver entfernt als bei rein manueller Nadelspülung.
Aktinomyces naeslundii
Parodontologie
Prüfungsfokus
Actinomyces naeslundii ist ein grampositives, fakultativ anaerobes, stäbchenförmiges Bakterium der oralen Mikroflora. Es spielt eine Schlüsselrolle bei der initialen Plaquebildung und der Adhäsion an den Schmelzpellet. Zudem ist es häufig an der Entstehung von Wurzelkaries beteiligt.
Aggressive Parodontitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die aggressive Parodontalerkrankung bezeichnete historisch eine rasch verlaufende Form des Parodontalgewebeabbaus bei meist jungen, systemisch gesunden Patienten. Nach der Klassifikation von 2018 wird diese Verlaufsform nun unter der allgemeinen 'Parodontitis' zusammengefasst und typischerweise als Stadium III oder IV mit hoher Progression (Grad C) klassifiziert. Sie zeigt oft eine familiäre Aggregation und ein Missverhältnis zwischen lokalen Belägen und Destruktionsgrad.
Alveolitis sicca
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Alveolitis sicca ist eine schmerzhafte Wundheilungsstörung nach Zahnextraktion, die durch den vorzeitigen Verlust oder den Zerfall des Blutkoagulum verursacht wird. Es kommt dadurch zu einer Exposition der sensibel innervierten Knochenwände des leeren Zahnfachs. Häufig tritt sie im Unterkieferseitenzahnbereich bei Rauchern oder unter oralen Kontrazeptiva auf.
Aufbereitung von Medizinprodukten
Praxis & Abrechnung
Prüfungsfokus
Die Aufbereitung von Medizinprodukten umfasst Vorbehandlung, Reinigung, Desinfektion, Spülung, Trocknung, Prüfung, Pflege, Verpackung, Sterilisation, Freigabe und Dokumentation. Die maschinelle Aufbereitung im Reinigungs- und Desinfektionsgerät ist der manuellen vorzuziehen, weil sie validierbar und reproduzierbar ist. Umfang und Verfahren richten sich nach der Risikoeinstufung des Produkts.
Barbed Broach
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Barbed Broach (Pulpanadel) ist ein handgeführtes endodontisches Instrument mit widerhakenartigen Einkerbungen entlang des Arbeitsteils. Sie dient dem intakten Vitalextirpieren des Pulpagewebes aus dem Wurzelkanal in einem Stück.
Biofilm
Parodontologie
Prüfungsfokus
Ein Biofilm ist eine strukturierte Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in einer selbstproduzierten Matrix aus extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) eingebettet ist und an einer Oberfläche haftet. In der Mundhöhle bildet er die Grundlage für Karies, Gingivitis und Parodontitis. Die Matrix schützt die enthaltenen Bakterien vor äußeren Einflüssen und dem Immunsystem des Wirts.
Blutungsmanagement bei Antikoagulation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Das Blutungsmanagement bei antikoagulierten Patienten umfasst prä-, intra- und postoperative Maßnahmen zur Vermeidung und Beherrschung von Nachblutungen bei chirurgischen Eingriffen. Unter modernen Thrombozytenaggregationshemmern, Cumarinen (Marcumar) oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) sollen operative Eingriffe in der Regel ohne Absetzen der Medikation unter lokaler Hämostase durchgeführt werden. Ein eigenmächtiges Absetzen birgt das Risiko lebensbedrohlicher thromboembolischer Ereignisse.
CAD/CAM
Prothetik
Prüfungsfokus
CAD/CAM bezeichnet die computergestützte Konstruktion und Fertigung von dentalem Zahnersatz. Mithilfe digitaler Abformung und Fräs- bzw. 3D-Druckverfahren werden Inlays, Kronen, Brücken und Implantatversorgungen hochpräzise hergestellt.
Calciumhydroxid
Endodontie
Prüfungsfokus
Calciumhydroxid ist ein stark basisches (pH ~12,5) medikamentöses Intrakanalinlay in der Endodontie. Die antimikrobielle Wirkung beruht auf der Freisetzung von Hydroxylionen, die Zellmembranen und Proteine von Bakterien schädigen.
Chelatbildner
Endodontie
Prüfungsfokus
Chelatbildner sind chemische Substanzen wie Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder Zitronensäure, die Calciumionen aus dem Hydroxylapatit des Dentins binden und so das Hartgewebe demineralisieren. In der Endodontie dienen sie der Spülung und Konditionierung des Wurzelkanalsystems.
Chemo-mechanische Wurzelkanalaufbereitung
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die chemo-mechanische Wurzelkanalaufbereitung kombiniert die mechanische Formgebung des Kanals mittels Rotations- oder Handinstrumenten mit der chemischen Desinfektion durch Spüllösungen. Sie dient der Entfernung von infiziertem Gewebe, Debris und Biofilm sowie der Formung des Kanals für die anschließende Obturation. Kein Instrument alleine kann den komplexen Hohlraum vollständig mechanisch reinigen.
Chlorhexidin
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Chlorhexidin ist ein kationisches Bisbiguanid-Antiseptikum mit breitem Spektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Pilze. Durch seine hohe Substantivität haftet es lang anhaltend an oralen Oberflächen und verzögert die Plaque-Neubildung nachhaltig. Es gilt als Goldstandard in der chemischen Plaquekontrolle.
Crown-Down-Technik
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Crown-Down-Technik ist ein präparatorisches Verfahren in der Endodontie, bei dem der Wurzelkanal von koronal nach apikal aufbereitet wird. Durch die frühzeitige Erweiterung des koronalen Kanaldrittels wird der apikale Zapfen entlastet und das Infektionsrisiko nach apikal reduziert. Sie bildet den Standard bei der maschinellen und manuellen Kanalaufbereitung.
EDTA
Endodontie
Prüfungsfokus
Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) ist ein Chelator, der in der Endodontie zur Entfernung der anorganischen Anteile des Smear Layers eingesetzt wird. Durch die Bindung von Kalziumionen weicht EDTA das radikuläre Dentin leicht an und erleichtert so die mechanische Aufbereitung enger Kanäle.
Endokarditisprophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die Endokarditisprophylaxe beschreibt die gezielte einmalige Verabreichung eines Antibiotikums vor dentoalveolären Eingriffen zur Verhinderung einer infektiösen Endokarditis. Sie ist nach aktuellen Leitlinien streng auf Hochrisikopatienten mit spezifischen kardialen Vorerkrankungen beschränkt. Der Eingriff muss mit einer Bakteriämie-Wahrscheinlichkeit durch Manipulation an Gingiva oder Periapikalregion einhergehen.
Gingivitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Gingivitis ist eine plaqueinduzierte, entzündliche Veränderung der marginalen Gingiva ohne Verlust des parodontalen Attachements. Sie stellt die Vorstufe der Parodontitis dar, ist jedoch im Gegensatz zu dieser vollständig reversibel. Klinische Hauptmerkmale sind Rötung, Schwellung und Blutung auf Sondierung.
Hormonelle Einflüsse auf das Parodont
Physiologie & Biochemie
Prüfungsfokus
Sexualhormone beeinflussen die Gefäßpermeabilität und die Zusammensetzung der subgingivalen Flora. Erhöhte Östrogen- und Progesteronspiegel verstärken die Entzündungsreaktion des Zahnfleischs auf vorhandene Plaque. Der Biofilm bleibt jedoch die notwendige Voraussetzung, die Hormone wirken lediglich modulierend.
Implantatprothetik
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Implantatprothetik umfasst die Versorgung von Lücken oder zahnlosen Kiefern mit festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz auf osseointegrierten Implantaten. Sie nutzt Abutments als Verbindungselemente zwischen Implantat und Suprakonstruktion.
Inkrustation
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Unter einer Inkrustation versteht man in der Zahnmedizin eine aufgelagerte, nicht-mineralisierte oder partiell mineralisierte Verfärbung der Zahnoberfläche. Sie entsteht durch die Anlagerung von Farbstoffen aus Nahrungs- und Genussmitteln sowie Medikamenten an das Pellikel. Im Gegensatz zu Plaque und Zahnstein ist sie primär kosmetischer Natur.
Kofferdam
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Kofferdam ist ein elastisches Gummi- oder Kunststofftuch, das zur isolierenden Trockenlegung eines oder mehrerer Zähne in der Mundhöhle angewendet wird. Er trennt das Behandlungsfeld vollständig von Speichel, Blutung und der feuchten Mundhöhlenatmosphäre ab. Durch den Einschliff von Lochungen und die Fixierung mittels spezieller Kofferdamklammern wird eine aseptische Arbeitsumgebung geschaffen.
Metronidazol
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Metronidazol ist ein synthethisches Nitroimidazol-Antibiotikum mit gezielter Wirkung gegen obligat anaerobe Bakterien und Protozoen. Es führt nach intrazellulärer Reduktion zu DNA-Strangbrüchen und damit zum Zelltod der Erreger. In der Zahnmedizin ist es ein wichtiges Adjuvans bei aggressiven parodontalen Infektionen.
NaOCl-Unfall
Endodontie
Prüfungsfokus
Ein NaOCl-Unfall beschreibt das versehentliche Extrudieren von Natriumhypochlorit-Spüllösung über die apikale Foramenstruktur hinaus in das periapikale Gewebe. Aufgrund der starken Gewebelysis- und Zytotoxizität von NaOCl führt dies zu akuten, heftigen Schmerzen, massiven Gewebeödemen und Gewebenekrosen. Es handelt sich um eine schwerwiegende Komplikation während der endodontischen Wurzelkanalspülung.
Natriumhypochlorit
Endodontie
Prüfungsfokus
Natriumhypochlorit ist die primäre Spüllösung in der Endodontie mit stark gewebeauflösender und breiter antimikrobieller Wirkung. Es wirkt effektiv gegen Planktonbakterien sowie Biofilme und löst organische Bestandteile auf. Die üblicherweise genutzten Konzentrationen liegen zwischen 1 und 5,25 Prozent.
Nekrotisierende Gingivitis (ANUG)
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die nekrotisierende Gingivitis ist eine akute, schmerzhafte Entzündung mit Nekrosen der Interdentalpapillen. Charakteristisch sind kraterförmig eingeschmolzene Papillen mit grau-weißen Pseudomembranen, starke Blutungsneigung und ein typischer fötider Foetor. Sie tritt fast ausschließlich bei geschwächter Abwehr auf – bei Stress, Rauchen, Mangelernährung oder Immunsuppression.
Parodontalabszess
Parodontologie
Prüfungsfokus
Der Parodontalabszess ist eine umschriebene Eiteransammlung im parodontalen Gewebe, meist ausgehend von einer bestehenden Tasche. Auslöser sind eine Behinderung des Sekretabflusses, eingepresste Fremdkörper oder eine unvollständige subgingivale Instrumentierung. Klinisch imponiert eine prall-elastische, druckschmerzhafte Schwellung mit Pusaustritt aus dem Sulkus.
Parodontale Regeneration
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die parodontale Regeneration umfasst chirurgische Verfahren zur Wiederherstellung des verloren gegangenen Zahnhalteapparates einschließlich Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen. Im Gegensatz zur Reparatur bildet sich hierbei ein funktionelles, neu organisiertes Attachement aus. Zum Einsatz kommen Schmelzmatrixproteine, Knochenersatzmaterialien und Barrieremembranen.
Parodontitis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche, multifaktorielle Erkrankung des Zahnhalteapparates, die durch einen dysbiotischen Biofilm ausgelöst wird. Sie führt zur irreversiblen Destruktion des alveolären Knochens, des Desmodonts und des Wurzelzementes. Die aktuelle Klassifikation teilt die Parodontitis nach Stadiierung (Schweregrad) und Gradierung (Progressionsrisiko) ein.
Plaqueindex
Parodontologie
Prüfungsfokus
Der Plaqueindex (z. B. nach Silness und Löe oder O'Leary) ist ein standardisiertes Messverfahren zur Erfassung der Ausprägung und Verteilung des supragingivalen Biofilms auf den Zahnflächen. Er dient als objektiver Parameter zur Beurteilung der mundhygienischen Patientenkooperation (Compliance) und der Entzündungsaktivität.
Porphyromonas gingivalis
Parodontologie
Prüfungsfokus
Porphyromonas gingivalis ist ein gramnegatives, anaerobes Bakterium, das als Leitorganismus des roten Komplexes nach Socransky gilt. Es produziert Virulenzfaktoren wie Gingipaine und Lipopolysaccharide, welche die Wirtsabwehr modulieren und Gewebe abbauen. P. gingivalis übernimmt eine Schlüsselrolle als Keystone-Pathogen bei der Entstehung dysbiotischer Parodontitiden.
Prophylaxe
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Prophylaxe bezeichnet in der zahnärztlichen Pharmakologie die präventive Verabreichung von Arzneimitteln zur Verhinderung von Erkrankungen oder Komplikationen. Dazu zählen die kalkulierte präoperative Antibiotikagabe sowie die Anwendung von Fluoriden oder Antiseptika. Ziel ist die Expositionsprophylaxe und das Verhindern einer Erregerinvalidation.
Randschluss
Prothetik
Prüfungsfokus
Der Randschluss beschreibt den stufenlosen und dichten Übergang zwischen dem Rand einer zahnärztlichen Restauration und der präparierten Zahnsubstanz. Ein optimaler Randschluss ist entscheidend zur Verhinderung von Mikroleckagen, Sekundärkaries und Gingivitis.
Smear Layer
Endodontie
Prüfungsfokus
Der Smear Layer ist eine mikroskopisch dünne Schicht aus anorganischen und organischen Geweberesten sowie Bakterien. Er entsteht während der Instrumentierung an den Kanalwänden und verstopft die Dentintubuli.
Sondierungstiefe
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Sondierungstiefe beschreibt den Abstand zwischen dem marginalen Gingivarand und dem tiefsten Punkt, den eine Parodontalsonde unter definiertem Druck erreicht. Sie unterscheidet sich vom Attachmentverlust, da sie von der variablen Position des Gingivarandes abhängt. Erhöhte Werte sprechen für das Vorliegen von Pseudotaschen oder echten parodontalen Taschen.
Suprakonstruktion
Prothetik
Prüfungsfokus
Als Suprakonstruktion bezeichnet man den auf einem Zahnimplantat oder einem Implantat-Abutment verankerten Zahnersatz. Sie bildet den funktionellen und ästhetischen Teil der implantatgetragenen Versorgung. Je nach Indikation kann sie feststehend oder herausnehmbar gestaltet sein.
Suprakonstruktion: verschraubt oder zementiert
Implantologie
Prüfungsfokus
Implantatgetragene Kronen und Brücken werden entweder okklusal verschraubt oder auf einem Abutment zementiert. Verschraubte Versorgungen sind jederzeit abnehmbar und kommen ohne Zement aus; zementierte Versorgungen erlauben passive Passung und günstigere Ästhetik, bergen aber das Risiko subgingivaler Zementreste. Zwischen beiden steht die verschraubte Klebekrone auf einer Titanbasis.
Taschenreduktion
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenreduktion ist das primäre Ziel der antiinfektiösen und chirurgischen Parodontitistherapie. Sie bezeichnet die physikalische Verringerung der sondierbaren Taschentiefe durch Gewebe-Reattachment, Ausbildung eines langen Saumepithels oder Gewebeschrumpfung (Rezession).
Taschenrevision
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenrevision ist das erneute instrumentelle Bearbeiten (Debridement) spezifischer Parodontaltaschen, die in der Re-Evaluation nach primärer antiinfektiöser Therapie weiterhin Entzündungszeichen oder pathologische Sondierungstiefen aufweisen. Sie ist Bestandteil der nachfolgenden Therapiephasen sowie der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT).
Taschentiefe
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschentiefe (Sondierungstiefe, ST) ist der in Millimetern gemessene Abstand zwischen dem gingivalen Saum (Margo gingivalis) und dem Boden der Parodontaltasche bzw. des Gingivalsulkus. Sie ist ein zentraler klinischer Parameter zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Gingivitis und Parodontitis.
Tranexamsäure
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Tranexamsäure ist ein synthetisches Antifibrinolytikum und ein Kompetitivhemmer des Plasminogens. Sie verhindert die Bindung von Plasminogen an Fibrin sowie dessen Aktivierung zu Plasmin und stabilisiert dadurch das gebildete Fibringerinnsel. Das Medikament wird lokal oder systemisch zur Blutstillung und Fibrinolyseprophylaxe eingesetzt.
Trepanation
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Trepanation bezeichnet das Eröffnen der Pulpakammer eines Zahnes zur Vorbereitung einer endodontischen Behandlung. Ziel ist die vollständige Darstellung aller Wurzelkanaleingänge unter Schonung der zervikalen Hartsubstanz. Sie bildet das Fundament für eine erfolgreiche chemo-mechanische Aufbereitung.
Unterstützende Parodontaltherapie
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Unterstützende Parodontaltherapie ist eine strukturierte, lebenslange Nachsorgephase (Therapiephase IV) zur Re-Etablierung und Aufrechterhaltung der parodontalen Gesundheit nach aktiver Behandlung. Sie umfasst Risikoevaluation, Re-Motivation, Re-Instruktion, professionelle Zahnreinigung und gezielte Nachinstrumentierung verbliebener Taschen. Das Behandlungsintervall richtet sich nach dem individuellen Parodontitis-Progressionsrisiko.
Wurzelkanalpräparation
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Wurzelkanalpräparation umfasst die mechanische Reinigung und Formgebung des Wurzelkanalsystems mittels manueller oder maschineller Instrumente. Ziel ist die vollständige Entfernung von infiziertem Pulpagewebe, Bakterien und Dentinspänen sowie die Erstellung einer gleichmäßigen Konizität für die spätere Obturation. Sie bildet die Grundlage für eine effektive chemische Desinfektion des Kanals.