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Physiologie & Biochemie
Propädeutik
Kieferorthopädie
Chirurgie – Spezialfälle
Kinderzahnheilkunde
Implantologie
Ästhetik
Funktionslehre & CMD
Alterszahnmedizin
Praxis & Abrechnung
Liste
Nach Cluster
Treffer (91)
Zurücksetzen
Trauma
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Unter einem dentalen oder maxillofazialen Trauma versteht man eine mechanisch bedingte Verletzung der Zähne, des Halteapparates, des Alveolarknochens oder der orofazialen Weichgewebe. Es entsteht meist durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung im Rahmen von Sport-, Verkehrs- oder Rohheitsdelikten. Die Klassifikation erfolgt international nach den WHO-Kriterien für Zahn- und Kieferverletzungen.
Frontzahntrauma bleibender Zähne
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Verletzungen der bleibenden Frontzähne betreffen überwiegend die oberen mittleren Schneidezähne von Kindern und Jugendlichen. Eingeteilt werden sie nach der beteiligten Struktur in Schmelz-, Schmelz-Dentin- und komplizierte Kronenfrakturen mit Pulpabeteiligung sowie in Wurzelfrakturen und Dislokationsverletzungen. Bei Zähnen mit offenem Apex steht die Erhaltung der Vitalität im Vordergrund, weil nur so das Wurzelwachstum abgeschlossen werden kann.
Milchzahntrauma
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Traumata im Milchgebiss betreffen überwiegend die Oberkieferfront von Kleinkindern in der Lauflernphase. Wegen des elastischen Knochens dominieren Dislokationsverletzungen wie Intrusion, Extrusion und Luxation gegenüber Kronenfrakturen. Die zentrale Frage ist stets die Lagebeziehung zum Keim des bleibenden Nachfolgers.
Füllungstherapie im Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Restaurationen an Milchzähnen müssen die verbleibende Standzeit bis zum physiologischen Zahnwechsel überbrücken, nicht Jahrzehnte. Anatomische Besonderheiten – dünner Schmelz und dünnes Dentin, ausladende Pulpahörner, breite Approximalkontakte – beeinflussen Präparation und Materialwahl. Glasionomerzement, Kompomer und Komposit sind die gebräuchlichen Materialien.
Zahnwechsel und Gebissentwicklung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Gebissentwicklung beschreibt den physiologischen Prozess von der Entstehung der Milchdentition über das Wechselgebiss bis hin zum vollständigen bleibenden Gebiss. Der Zahnwechsel gliedert sich in die erste Wechselgebissperiode mit Durchbruch der ersten Molaren und Inzisiven sowie die zweite Wechselgebissperiode mit Wechsel der Stützzone. Das zeitlich und räumlich koordinierte Eruptionsmuster ist entscheidend für das Erreichen einer eugnathen Okklusion.
Atraumatische Restaurationstechnik
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Atraumatische Restaurationstechnik (ART) ist ein präventives und restauratives Behandlungskonzept zur Ausräumung kariesbedingter Defekte ausschließlich mit Handinstrumenten. Anschließend werden die Kavitäten und angrenzenden Fissuren mit einem adhäsiven Werkstoff, meist Glasionomerzement, versiegelt. Ziel ist der Zahnerhalt bei maximaler Gewebeschonung ohne Schmerzerzeugung durch Bohrer oder Anästhesie.
Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Das Milchgebiss umfasst 20 Zähne, je Quadrant zwei Inzisivi, einen Caninus und zwei Molaren. Es unterscheidet sich vom bleibenden Gebiss durch bläulich-weiße Zahnfarbe, dünnere Hartsubstanzschichten, ausgeprägte Zervikalwülste und stark divergierende Wurzeln. Physiologische Lücken und Abrasionen sind Ausdruck normaler Entwicklung und kein Behandlungsbedarf.
Milchzahnextraktion
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Entfernung eines Milchzahns folgt anderen Regeln als beim bleibenden Zahn, weil unmittelbar unter der Wurzel der Keim des Nachfolgers liegt. Die divergierenden, den Keim umfassenden Wurzeln der Milchmolaren können beim Luxieren brechen oder den Keim mitluxieren. Indikationen sind nicht erhaltungswürdige Zerstörung, Abszedierung, Trauma sowie kieferorthopädische Gründe.
Pulpektomie im Milchgebiss
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Pulpektomie ist die vollständige Entfernung von Kronen- und Wurzelpulpa eines Milchzahns mit anschließender Wurzelfüllung. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Entzündung über die Kronenpulpa hinausreicht oder bereits eine Nekrose vorliegt, der Zahn aber als Platzhalter erhalten werden soll. Voraussetzung ist ein noch ausreichend erhaltener Wurzelanteil ohne fortgeschrittene Resorption.
Kaufunktion und Ernährung im Alter
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Die Kaufunktion hängt wesentlich von der Anzahl und Verteilung okkludierender Zahnpaare ab. Ein reduziertes Restgebiss verringert die Zerkleinerungsleistung und verändert die Nahrungsauswahl hin zu weicheren, oft weniger nährstoffreichen Speisen. Dies kann zu Mangelernährung und Gewichtsverlust beitragen.
Festsitzende Multibandapparatur
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die festsitzende Multibandapparatur ist ein kieferorthopädisches Behandlungssystem, bei dem Brackets auf die Zahnkronen geklebt und Bänder auf den Molaren zementiert werden, um geführte Bogenmaterialien aufzunehmen. Durch die formschlüssige Verbindung zwischen Bogen und Bracketschlitz (Slot) können Kräftekombinationen und Drehmomente zielgerichtet auf das Wurzelsystem übertragen werden. Dies ermöglicht präzise dreidimensionale, körperliche Zahnbewegungen einschließlich Derotationen, Intrusionen und Extrusionen.
Lückenhalter
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Ein Lückenhalter sichert nach vorzeitigem Milchzahnverlust den Platz für den bleibenden Nachfolger. Ohne Platzsicherung wandern Nachbarzähne in die Lücke, wodurch der Nachfolger später keinen ausreichenden Durchbruchsraum findet. Es existieren festsitzende Varianten wie Band-Loop und Lingualbogen sowie herausnehmbare Platten.
Tiefer Biss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der tiefe Biss bezeichnet eine vertikale Bissanomalie, bei der die Schneidezähne des Oberkiefers die Unterkieferschneidezähne in der Vertikalen um mehr als das physiologische Maß von zwei bis drei Millimetern überlappen. Man unterscheidet primär zwischen einem skelettal bedingten tiefen Biss bei hypodivergentem Wachstumsmuster und einem dentalen tiefen Biss durch Supraposition der Inzisiven oder Infraposition der Seitenzähne. Häufig geht das Krankheitsbild mit einem Einbiss der unteren Schneidezähne in die Gaumenschleimhaut sowie einer funktionellen Hemmung des Unterkieferwachstums einher.
Zahnmorphologie der Prämolaren
Propädeutik
Prüfungsfokus
Prämolaren stehen zwischen Eckzähnen und Molaren und besitzen in der Regel zwei Höcker, einen bukkalen und einen palatinalen beziehungsweise lingualen. Sie treten nur im bleibenden Gebiss auf und ersetzen die Milchmolaren. Die Wurzelverhältnisse variieren, wobei der obere erste Prämolar häufig zwei Wurzeln aufweist.
Zahnschema FDI
Propädeutik
Prüfungsfokus
Das FDI-Zahnschema ist ein international standardisiertes System zur eindeutigen Benennung von Zähnen mittels zweier Ziffern. Die erste Ziffer bezeichnet den Quadranten (1–4 für das bleibende Gebiss, 5–8 für das Milchgebiss), während die zweite Ziffer die Zahnposition von der Mitte nach distal (1–8 bzw. 1–5) angibt. Es ermöglicht eine zweifelsfreie Befunderhebung und Dokumentation ohne Verwechslungsgefahr.
Zahnung und Durchbruchsstörungen
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Der Durchbruch der Milchzähne beginnt in der Regel um den sechsten bis achten Lebensmonat mit den unteren mittleren Schneidezähnen und ist mit etwa 30 Monaten abgeschlossen. Begleitend treten häufig lokale Beschwerden auf: gerötete, geschwollene Schleimhaut, vermehrter Speichelfluss und Unruhe. Abzugrenzen sind echte Durchbruchsstörungen wie Durchbruchszysten oder ausbleibender Durchbruch.
Alveolitis sicca
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Alveolitis sicca ist eine schmerzhafte Wundheilungsstörung nach Zahnextraktion, die durch den vorzeitigen Verlust oder den Zerfall des Blutkoagulum verursacht wird. Es kommt dadurch zu einer Exposition der sensibel innervierten Knochenwände des leeren Zahnfachs. Häufig tritt sie im Unterkieferseitenzahnbereich bei Rauchern oder unter oralen Kontrazeptiva auf.
Amelogenesis imperfecta
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Amelogenesis imperfecta ist eine genetisch bedingte Störung der Schmelzbildung, die beide Dentitionen generalisiert betrifft. Nach der betroffenen Bildungsphase unterscheidet man hypoplastische, hypomaturierte und hypokalzifizierte Formen sowie Mischtypen. Ursächlich sind Mutationen in Genen der Schmelzmatrix und ihrer Prozessierung, etwa AMELX, ENAM oder MMP20.
Angle-Klassifikation
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Angle-Klassifikation ist eine phänomenologische Einteilung von Malokklusionen in der Sagittalebene basierend auf der Relation der ersten permanenten Molaren. Sie unterscheidet die neutrale Okklusion (Klasse I), die distale Okklusion (Klasse II mit den Subdivisionen 1 und 2) sowie die mesiale Okklusion (Klasse III). Als morphologisches Referenzsystem dient die Beziehungsbeurteilung des mesiobukkalen Höckers des oberen ersten Molaren zur mesiobukkalen Fissur des unteren ersten Molaren.
Ankylose
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Ankylose bezeichnet die knöcherne Fusion zwischen Zahnwurzel (Zement/Dentim) und Alveolarknochen unter Verlust des Parodontalligaments. Sie entsteht häufig nach Traumata, Replantationen oder schweren entzündlichen Prozessen. Der betroffene Zahn verliert seine physiologische Eigenbeweglichkeit.
Avulsion und Replantation
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Als Avulsion bezeichnet man den vollständigen Verlust eines Zahns aus seiner Alveole. Die Prognose der Replantation hängt fast ausschließlich davon ab, wie lange und in welchem Medium die desmodontalen Zellen auf der Wurzeloberfläche überleben. Bereits eine Trockenzeit von 30 bis 60 Minuten führt zum irreversiblen Zelltod und damit regelhaft zur Ersatzresorption.
Bildgebung des Kiefergelenks
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Die Bildgebung des Kiefergelenks richtet sich nach der Fragestellung. Knöcherne Veränderungen wie Abflachungen, Osteophyten oder Erosionen werden am besten mit der digitalen Volumentomographie dargestellt. Der Diskus als Weichgewebe ist nur in der Magnetresonanztomographie beurteilbar, die damit die Referenzmethode bei Verdacht auf Diskusverlagerung ist.
Bleeding on Probing
Parodontologie
Prüfungsfokus
Bleeding on Probing bezeichnet das Auftreten einer kapillären Blutung aus dem Sulcus beziehungsweise der Tasche nach vorsichtigem Sondieren mit normierter Kraft (ca. 0,25 N). Es gilt als primärer klinischer Indikator für eine histologisch nachweisbare Gewebeentzündung des parodontalen Gewebes. Ein negativer BOP hat einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert für die parodontale Stabilität.
Blutversorgung des Gesichtsschädels
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Blutversorgung des Gesichtsschädels wird primär durch Äste der Arteria carotis externa gewährleistet, ergänzt durch kleine Endäste der Arteria carotis interna im Stirn- und Orbitabereich. Das zentrale Gefäß für die tiefen Gesichtsstrukturen, die Zähne und die Kieferknochen ist die Arteria maxillaris. Die oberflächlichen Gesichtsweichteile werden im Wesentlichen durch die Arteria facialis sowie die Arteria temporalis superficialis versorgt.
Cire-Krone
Prothetik
Prüfungsfokus
Eine Cire-Krone ist eine gegossene Vollmetallkrone, die im Wachsausschmelzverfahren (Cire perdue) hergestellt wird. Sie dient der vollständigen Fassung eines stark geschädigten Zahnes zur Wiederherstellung von Form und Funktion.
Denosumab
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Denosumab ist ein humaner Monoklonaler Antikörper, der gezielt an RANKL (Receptor Activator of Nuclear Factor-kappaB Ligand) bindet. Er hemmt die Ausreifung, Funktion und das Überleben von Osteoklasten und reduziert dadurch den Knochenabbau stark. Hauptindikationen sind Osteoporose und Knochenmetastasen.
Dentalfluorose
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Dentalfluorose ist eine Mineralisationsstörung des Schmelzes durch überhöhte systemische Fluoridzufuhr während der Zahnbildung. Sie entsteht nur in der Bildungsphase, nicht durch spätere Anwendung. Klinisch reicht das Bild von feinen weißen Linien entlang der Perikymatien über diffuse Trübungen bis zu bräunlichen Verfärbungen mit Schmelzeinbrüchen.
Dentin
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Dentin ist das mineralisierte, avaskuläre Hartgewebe des Zahnes, das die Pulpenhöhle umschließt und von Zahnschmelz sowie Wurzelzement bedeckt wird. Es wird zeitlebens von den Odontoblasten gebildet, deren Fortsätze in den Dentinkanälchen verlaufen. Im Vergleich zum Schmelz ist es elastischer und hat einen höheren organischen Anteil.
Dentinogenesis imperfecta
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Dentinogenesis imperfecta ist eine erbliche Störung der Dentinbildung mit typisch opaleszierend bernstein- bis graublauen Zähnen. Der Schmelz ist normal gebildet, haftet aber auf dem defekten Dentin schlecht und platzt ab, worauf die Zähne rasch abradieren. Röntgenologisch fallen bauchige Kronen, eingeschnürte Wurzeln und obliterierte Pulpakammern auf.
Distraction
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Kallusdistraktion (Distraction) ist ein osteotomes Verfahren zur Neugenerierung von Knochengewebe und überliegendem Weichgewebe durch kontrollierte, langsame Trennung von Knochensegmenten nach einer Osteotomie. Durch kontinuierlichen Zug auf den sich bildenden Bindegewebskallus wird die körpereigene Knochenneubildung (Osteogenese) angeregt. Das Verfahren ermöglicht den Aufbau erheblicher Knochendefizite ohne die Notwendigkeit von autologen Knochentransplantaten.
Freilegungsoperation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Freilegungsoperation ist ein oralchirurgischer Eingriff zur Exposition der Krone eines retinierten oder impaktierten Zahnes. Ziel ist es, den Zahn für eine anschließende kieferorthopädische Einordnung mittels Attachments zugänglich zu machen. Die Schnittführung erfolgt je nach Lage des Zahnes palatinal oder vestibulär.
Frühbehandlung
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Frühbehandlung greift bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss ein, um sich verschlechternde Befunde abzufangen. Typische Indikationen sind ausgeprägte Kreuzbisse mit Zwangsführung, Habits und schwere skelettale Abweichungen. Ziel ist die Verhinderung einer Verschlimmerung, nicht die abschließende Korrektur.
Frühkindliche Karies (ECC)
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Als frühkindliche Karies bezeichnet man das Auftreten kariöser Läsionen an Milchzähnen bei Kindern unter sechs Jahren. Charakteristisch ist ein Befallsmuster, das an den Oberkiefer-Frontzähnen beginnt und die Unterkiefer-Frontzähne wegen des Schutzes durch Zunge und Speichel lange ausspart. Ursächlich ist ein häufiger, langdauernder Kontakt der Zähne mit zuckerhaltigen Getränken, meist aus der Nuckelflasche.
Funktionskieferorthopädie
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Funktionskieferorthopädie (FKO) ist ein Behandlungskonzept, das die körpereigene Muskelaktivität des Orofazialsystems nutzt, um das Wachstum und die Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer therapeutisch zu beeinflussen. FKO-Geräte liegen meist lose im Mund und wirken druck- und zugübertragend ohne eigene mechanische Aktoren wie Schrauben oder Federn auf das Kausystem. Hauptindikation ist die Umstellung von Bisslagen während der präpubertären und pubertären Wachstumsphase, insbesondere bei Angle-Klasse II/1.
Gingiva-Antagonist-Registrierung
Prothetik
Prüfungsfokus
Die Gingiva-Antagonist-Registrierung (GAR) ist ein klinisches Verfahren zur Bestimmung der vertikalen und horizontalen Kieferrelation. Sie wird angewendet, wenn im Gegenkiefer zwar Zähne vorhanden sind, im zu versorgenden Kiefer jedoch die zahngetragene Abstützung fehlt. Dabei wird der Kontakt zwischen den vorhandenen Antagonisten und der zahnlosen Schleimhaut bzw. einem Schleimhaut-getragenen Registrierbehelf erfasst.
Gingivarezession
Parodontologie
Prüfungsfokus
Unter einer Gingivarezession versteht man den parodontitisunabhängigen oder -bedingten Rückgang des marginalen Parodonts mit Freilegung der Schmelz-Zement-Grenze. Sie entsteht primär durch mechanische Traumata wie falsche Putztechnik, anatomische Prädispositionen oder als Folge entzündlichen Attachementverlusts.
Glasionomerzement
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Glasionomerzement (GIZ) ist ein mineralischer Werkstoff, der durch eine Säure-Basen-Reaktion zwischen einem Fluoroaluminosilikat-Glas und einer Polyalkensäure aushärtet. Er zeichnet sich durch eine chemische Adhäsion am Dentin und Schmelz sowie eine kontinuierliche Fluoridfreisetzung aus. Seine mechanische Belastbarkeit und Abrasionsstabilität sind im Vergleich zu Kompositen geringer.
Hall-Technik
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Bei der Hall-Technik wird eine konfektionierte Stahlkrone ohne Präparation und ohne Exkavation über den kariösen Milchmolaren zementiert. Die Karies wird dadurch vollständig vom oralen Milieu abgeschlossen; ohne Substratzufuhr kommt der Prozess zum Stillstand. Voraussetzung ist ein vitaler Zahn ohne Zeichen irreversibler Pulpitis oder apikaler Beteiligung.
Herausnehmbare Apparaturen
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Herausnehmbare Apparaturen sind vom Patienten eigenständig einsetzbare und herausnehmbare kieferorthopädische Behandlungsgeräte zur Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer Basis aus Kunststoff (Polymethylmethacrylat), Halte- und Führungselementen aus Edelstahl sowie aktiven Elementen wie Federn oder Schrauben. Ihre Wirkung beruht überwiegend auf der Ausübung von Druckkräften, die zu kippenden Zahnbewegungen führen.
Herausnehmbarer Zahnersatz
Prothetik
Prüfungsfokus
Herausnehmbarer Zahnersatz umfasst alle prothetischen Versorgungen, die vom Patienten selbst zur Reinigung und Pflege aus der Mundhöhle entfernt werden können. Dazu gehören Teilprothesen (z. B. Modellgussprothesen, Teleskopprothesen) sowie Totalprothesen beim vollständig zahnlosen Kiefer. Sie dienen der Wiederherstellung der Kaugewebe-, Ästhetik- und Phonetikfunktionen.
Hybridprothese
Prothetik
Prüfungsfokus
Eine Hybridprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der sowohl schleimhautgetragen als auch auf verbliebenen Restzähnen oder Implantaten abgestützt wird. Als Verankerungselemente dienen meist Locatoren, Kugelknöpfe oder Stege.
Internes Bleaching
Ästhetik
Prüfungsfokus
Das interne Bleaching hellt einen wurzelkanalbehandelten, dunkel verfärbten Zahn von der Pulpakammer aus auf. Nach Entfernung des Wurzelfüllmaterials bis unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze wird ein zervikaler Verschluss gelegt und das Bleichmittel eingebracht. Bei der Walking-Bleach-Technik verbleibt das Mittel über mehrere Tage im Zahn.
Kariesexkavation
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Kariesexkavation bezeichnet das kontrollierte Entfernen von demineralisierter und bakteriell infizierter Zahnhartsubstanz im Rahmen der Füllungstherapie. Ziel ist das Stoppen der Kariesprogression unter maximaler Schonung pulpanahen, remineralisierbaren Gewebes. Modernere Konzepte unterscheiden strikt zwischen infiziertem und remineralisierbarem Dentin.
Kaumuskulatur
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die eigentliche Kaumuskulatur umfasst vier paarig angelegte Skelettmuskeln, die embryologisch aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) hervorgehen. Zu dieser Gruppe zählen der Musculus masseter, der Musculus temporalis, der Musculus pterygoideus medialis und der Musculus pterygoideus lateralis. Sie steuern die komplexen Bewegungen der Mandibel wie Mundschluss, Mundöffnung, Protrusion, Retrusion und Laterotrusion.
Kavität
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Eine Kavität ist ein durch Karies, Trauma oder Abrasionsprozesse entstandener oder präparatorisch geschaffener Hohlraum in der Zahnhartsubstanz. Sie erfordert eine systematische Präparation zur vollständigen Entfernung erkrankten Gewebes und zur Verankerung einer Restauration. Die Formgebung richtet sich nach den biomechanischen Anforderungen des gewählten Füllungsmaterials.
Kephalometrie (FRS-Analyse)
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Kephalometrie ist ein standardisiertes röntgenologisches Messverfahren zur Beurteilung der kraniofazialen Strukturen im Fernröntgenseitenbild (FRS). Sie erlaubt die differenzierte Analyse von skelettalen, dentalen und weichgewebigen Strukturen in der Sagittal- und Vertikalebene. Durch die Verknüpfung von definierten Messpunkten, Bezugslinien und Winkeln werden Abweichungen von der Norm quantifiziert.
Kieferfrakturen
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Kieferfrakturen sind Kontinuitätsunterbrechungen des Unterkiefers oder Oberkiefers infolge traumatischer Einwirkungen. Sie werden am Oberkiefer klassischerweise nach Le Fort (Typ I, II, III) eingeteilt, während Unterkieferfrakturen nach der Lokalisierung (Kollum, Winkel, Corpus, Symphyse) beschrieben werden. Ziel der Therapie ist die anatomische Reposition, stabile Fixation und Wiederherstellung der prätraumatischen Okklusion.
Kiefergelenkluxation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Bei der Kiefergelenkluxation verlässt der Kondylus die Gelenkgrube und verhakt sich vor dem Tuberculum articulare. Der Patient kann den Mund nicht mehr schließen, was als offene Kiefersperre imponiert. Auslöser sind meist maximale Mundöffnung beim Gähnen, Erbrechen oder längere zahnärztliche Behandlungen.
Kreuzbiss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der Kreuzbiss ist eine transversale Okklusionsstörung, bei der die bukkalen Höcker der seitlichen Oberkieferzähne lingual oder palatinal der bukkalen Höcker der Unterkieferzähne beissen. Er kann einseitig oder beidseitig sowie als koronaler Einzelzahnkreuzbiss oder skelettaler Kreuzbiss auftreten. Ursächlich sind meist ein zu schmaler Oberkiefer, eine zu breite Mandibel oder funktionelle Zwangsführungen.
Lateralisation
Endodontie
Prüfungsfokus
Als Lateralisation bezeichnet man in der Endodontie das ungewollte Abweichen von der ursprünglichen Anatomie des Wurzelkanals während der instrumentellen Aufbereitung. Hierbei wird der Wurzelkanal durch ungleichmäßige Instrumentenführung unphysiologisch zur Seite hin erweitert oder verlagert. Dies führt häufig zu einer unvollständigen Reinigung und Desinfektion des verbleibenden apikalen Kanalabschnitts.
Luxation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Unter Luxation versteht man die vollständige oder unvollständige Ausrenkung eines Gelenks bzw. die Dislokation eines Zahnes aus seiner Alveole. In der Zahnmedizin bezeichnet der Begriff sowohl das pathologische Zahn- oder Kiefergelenktrauma als auch den gezielten chirurgischen Schritt zur Zahnlockerung bei der Extraktion.
Maxilla
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Maxilla bezeichnet den paarigen Oberkieferknochen, der den zentralen Teil des Viszerokraniums bildet. Sie enthält die Sinus maxillares (Kieferhöhlen) und begrenzt die Mundhöhle, die Nasenhöhle sowie die Augenhöhlen.
Medikamentenassoziierte Kiefernekrose
Pharmakologie
Prüfungsfokus
Die medikamentenassoziierte Kiefernekrose ist eine schwere unerwünschte Arzneimittelwirkung antiresorptiver oder antiangiogenetischer Substanzen, die durch frei liegenden Knochen im Kieferbereich charakterisiert ist. Die Diagnose setzt voraus, dass der freiliegende Knochen über mehr als 8 Wochen besteht und keine Bestrahlung der Kieferregion vorlag. Typischer Auslöser ist ein zahnärztlich-chirurgischer Eingriff wie eine Zahnextraktion.
Milchzahnpulpotomie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Pulpotomie ist die Entfernung der entzündeten Kronenpulpa unter Erhalt der vitalen Wurzelpulpa am Milchzahn. Die Amputationswunde wird mit einem Medikament abgedeckt, das die verbleibende Pulpa erhält oder fixiert. Ziel ist der Erhalt des Milchzahns als Platzhalter bis zum physiologischen Zahnwechsel.
Modellanalyse
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Modellanalyse vermisst Zahnbreiten, Zahnbogenform und Okklusionsbeziehungen an Situationsmodellen oder digitalen Scans. Sie liefert die Platzbilanz sowie Aussagen zur Symmetrie und zum Verhältnis der Zahnbreiten beider Kiefer. Die Bolton-Analyse prüft, ob die Zahnbreiten von Ober- und Unterkiefer zueinander passen.
Modellguss
Prothetik
Prüfungsfokus
Der Modellguss bezeichnet die Herstellung einer herausnehmbaren Teilprothese mit einem gegossenen Metallgerüst, meist aus einer Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierung. Er dient dem Ersatz mehrerer fehlender Zähne und überträgt die Kaukräfte teils parodontal über Halte- und Stützelemente sowie teils gingival.
Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die MIH ist eine systemisch bedingte Strukturstörung des Schmelzes, die mindestens einen der vier ersten bleibenden Molaren betrifft und häufig zusätzlich die bleibenden Inzisivi einbezieht. Der Schmelz ist normal dick gebildet, aber mangelhaft mineralisiert, wodurch er porös und mechanisch instabil ist. Die Ätiologie gilt als multifaktoriell und ist nicht abschließend geklärt.
Mund-Antrum-Verbindung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Eine Mund-Antrum-Verbindung bezeichnet eine iatrogene oder traumatische Eröffnung der Kieferhöhle zur Mundhöhle, häufig im Rahmen der Extraktion oberer Molaren. Unbehandelt führt diese offene Verbindung durch aufsteigende Mundhöhlenbakterien zur chronischen Sinusitis maxillaris.
Nervverletzungen nach Eingriffen
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Iatrogene Nervverletzungen im Kieferbereich betreffen überwiegend den Nervus alveolaris inferior und den Nervus lingualis, meist infolge von Weisheitszahnextraktionen, Implantationen oder Leitungsanästhesien. Die Läsionsgrade werden nach Seddon in Neurapraxie, Axonotmesis und Neurotmesis eingeteilt. Sie äußern sich klinisch in Hypästhesien, Anästhesien, Dysästhesien oder Parästhesien im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs.
Odontom
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Das Odontom ist eine gutartige odontogene Fehlbildung (Hamartom), die aus differenzierten dentalen Hart- und Weichgeweben besteht. Es wird klinisch in ein komplexe Gewebemassen bildendes und ein aus mehreren Zahnähnlichen Gebilden bestehendes Verbund-Odontom unterteilt.
Offener Biss
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Der offene Biss ist eine vertikale Malokklusion, bei der in zentrischer Okklusion kein vertikaler Kontakt zwischen den Zahnkronen von Ober- und Unterkiefer in einem oder mehreren Segmenten besteht. Man unterscheidet den frontal offenen Biss vom seitlich offenen Biss sowie habituelle von skelettalen Formen. Skelettal offene Bisse sind durch ein hyperdivergentes Wachstumsmuster mit vergrößertem Unterkieferplanumswinkel gekennzeichnet.
Orthopantomogramm
Radiologie
Prüfungsfokus
Das Orthopantomogramm ist eine extraorale Tomographieaufnahme, die einen zusammenhängenden Überblick über das gesamte Gebiss, die Kieferknochen und die Kieferhöhlen ermöglicht. Die Bildgebung basiert auf der synchronen Rotation von Röntgenröhre und Detektor um den Kopf des Patienten.
Osseointegration
Implantologie
Prüfungsfokus
Osseointegration bezeichnet den direkten strukturellen und funktionellen Verbund zwischen lebendem Knochen und der Oberfläche eines belasteten Implantats, ohne zwischengelagertes Bindegewebe. Sie ist die biologische Grundlage jeder Implantatversorgung und unterscheidet das Implantat fundamental vom natürlichen Zahn. Der Prozess durchläuft Wundheilung, Geflechtknochenbildung und Umbau zu lamellärem Knochen.
Osteoporose und antiresorptive Therapie
Alterszahnmedizin
Prüfungsfokus
Osteoporose wird im Alter häufig mit antiresorptiven Substanzen behandelt, vor allem Bisphosphonaten und dem RANKL-Antikörper Denosumab. Beide hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenumbau. Für die Zahnmedizin ist das relevant, weil der Kieferknochen bei chirurgischen Eingriffen dann verzögert oder unzureichend heilt und eine Kiefernekrose entstehen kann.
Osteosynthese
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Osteosynthese bezeichnet die operative Verbindung und Fixierung von zwei oder mehr Knochenfragmenten nach einer Fraktur oder Osteotomie. Sie erfolgt in der Oral- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie überwiegend mittels Mini- oder Mikroplatten und Schrauben aus Titan.
Parodontales Ligament Histologie
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Das parodontale Ligament ist das straffe, zell- und gefaessreiche Bindegewebe im Spaltraum zwischen Wurzelzement und Alveolarknochen. Es besteht hauptsaechlich aus kollagenen Faserbuendeln, Fibroblasten, Gefaessen, Nerven sowie Malassez-Epithelresten. Seine Hauptfunktion ist die dynamische Verankerung des Zahnes sowie die sensorische Rueckmeldung ueber Mechanorezeptoren.
Periimplantitis
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Periimplantitis ist eine plaqueinduzierte, progressive Entzündung des implantatumgebenden Gewebes mit irreversiblem Verlust des osseointegrierten Stützknochens. Sie stellt das implantologische Äquivalent zur Parodontitis am natürlichen Zahn dar.
Plastische Chirurgie
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Plastische Chirurgie im oralchirurgischen Kontext umfasst formverändernde und rekonstruktive Eingriffe an den Hart- und Weichgeweben der Mundhöhle. Sie dient der Wiederherstellung von Funktion, Kontur und Ästhetik nach Gewebeverlusten durch Trauma, Tumoren, Parodontopathien oder Involution. Ein zentrales Element stellen mucogingivale und osteoplastische Rekonstruktionen dar.
Platzanalyse nach Moyers
Kieferorthopädie
Prüfungsfokus
Die Platzanalyse nach Moyers ist ein vorhersagendes Verfahren im Wechselgebiss zur Ermittlung des Platzbedarfs für die noch nicht durchgebrochenen Eckzähne und Prämolaren. Sie nutzt die Summe der mesiodistalen Kronenbreiten der bereits durchgebrochenen untersten vier Schneidezähne als Referenzwert. Über standardisierte Wahrscheinlichkeitstabellen wird die voraussichtliche Breite der Stützzone im Ober- und Unterkiefer bestimmt.
Pulpa-Dentin-Einheit
Anatomie & Histologie
Prüfungsfokus
Die Pulpa-Dentin-Einheit beschreibt die funktionelle und embryologische Verknuepfung von Zahnpulpa und Dentin. Da die Odontoblasten mit ihren Zellkoerpern an der Pulpaoberflaeche liegen und mit ihren Fortsaetzen das Dentin durchziehen, reagiert das Dentin nicht passiv, sondern als lebendes System auf Reize. Morphologisch gliedert sich die periphere Pulpa in Odontoblastenschicht, zellarme Weil-Zone und zellreiche Zone.
Pulpanekrose
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Pulpanekrose ist der irreversible, avaskuläre Untergang des Zahnmarkgewebes infolge von bakteriellen Toxinen, Trauma oder chemisch-physikalischen Reizen. Sie stellt das Endstadium einer nicht behandelten, schweren Pulpitis dar und führt zum vollständigen Verlust der Sensibilität des Zahnes. Durch das Einwandern anaerober Bakterien entwickelt sich häufig eine infizierte Pulpanekrose mit periapikaler Parodontitis.
Pulpitis irreversibilis
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Die Pulpitis irreversibilis ist eine irreversible Entzündung der Pulpa, bei der keine selbstständige Ausheilung des Gewebes mehr möglich ist. Sie entsteht meist durch das Voranschreiten bakterieller Toxine oder Bakterien selbst bis in die unmittelbare Nähe des Pulpakavums. Ohne therapeutisches Eingreifen führt sie zur Pulpanekrose.
Pulpotomie
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Pulpotomie ist ein vitalerhaltendes endodontisches Verfahren, bei dem die koronal infizierte oder entzündete Pulpa chirurgisch entfernt wird, während das radikuläre Pulpagewebe erhalten bleibt. Durch das Belassen der vitalen Wurzelpulpa soll das physiologische Längenwachstum und das Dickenwachstum der Wurzel abgeschlossen werden. Sie unterscheidet sich von der Vitalextirpation, bei der das gesamte Pulpagewebe entfernt wird.
Randschluss
Prothetik
Prüfungsfokus
Der Randschluss beschreibt den stufenlosen und dichten Übergang zwischen dem Rand einer zahnärztlichen Restauration und der präparierten Zahnsubstanz. Ein optimaler Randschluss ist entscheidend zur Verhinderung von Mikroleckagen, Sekundärkaries und Gingivitis.
Rezession
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Rezession bezeichnet den apikalen Rückgang des parodontalen Weichgewebes (Gingiva) unter die Schmelz-Zement-Grenze ohne primäre Entzündung der parodontalen Tasche. Ursächlich sind meist mechanische Traumata (z. B. falsche Putztechnik), ein dünner parodontaler Phänotyp oder kieferorthopädische Zahnbewegungen.
Rotierende Instrumente und Präparation
Propädeutik
Prüfungsfokus
Rotierende Instrumente sind mechanische Werkzeuge zur Bearbeitung von Zahnhartsubstanz, Rekonstruktionswerkstoffen und Knochen, die über Winkelstücke oder Turbinen angetrieben werden. Sie gliedern sich vor allem in spanabhebende Hartmetallbohrer und schleifende Diamantinstrumente. Die Präparationsformen richten sich streng nach werkstoffkundlichen Erfordernissen und biologischen Grenzen der Pulpaschädigung. Eine ständige Wasserkühlung ist obligat, um thermische Pulpanekrosen zu verhindern.
Schienenarten und ihre Indikationen
Funktionslehre & CMD
Prüfungsfokus
Okklusionsschienen unterscheiden sich nach Ziel und Gestaltung. Die Stabilisierungs- oder Michigan-Schiene ist adjustiert, deckt die gesamte Zahnreihe ab und dient der muskulären Entspannung und dem Schutz vor Bruxismusfolgen. Repositionsschienen führen den Unterkiefer in eine veränderte Position, etwa bei reponierbarer Diskusverlagerung, und greifen damit stärker in die Kieferrelation ein.
Schmelzhypoplasie
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Die Schmelzhypoplasie ist eine quantitative Störung der Schmelzbildung: Es wird zu wenig Matrix gebildet, sodass der Schmelz von vornherein zu dünn ist oder Gruben, Rillen und Defekte aufweist. Sie entsteht durch eine Störung während der Sekretionsphase der Ameloblasten. Davon zu unterscheiden ist die qualitative Störung, bei der normal dicker Schmelz mangelhaft mineralisiert ist.
Sensibilitätsprüfung
Endodontie
Prüfungsfokus
Die Sensibilitätsprüfung dient der indirekten Beurteilung des Vitalitätszustands der Pulpa durch Reizung afferenter Nervenfasern. Häufig kommen thermische Reize wie Kältesprays oder elektrische Reize zum Einsatz. Ein positives Ergebnis zeigt intakte Nervenfasern an, lässt jedoch keine direkten Rückschlüsse auf die vaskuläre Durchblutung zu.
Sinubodenelevation
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die Sinusbodenelevation ist ein chirurgisches Augmentationsverfahren zur Erhöhung des knöchernen Kieferhöhlenbodens im atrophierten Oberkieferseitenzahnbereich. Ziel ist die Schaffung eines ausreichenden Knochenvolumens für die sichere Verankerung von Zahnimplantaten. Man unterscheidet methodisch zwischen dem internen (direkten) und dem externen (indirekten) Sinuslift.
Sinuslift und Augmentation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Der Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zur Erhöhung des Knochenangebots im lateralen Oberkiefer durch Anheben der Schneider-Membran (Kieferhöhlenschleimhaut) und Einbringen von Knochenersatzmaterial oder autologem Knochen. Es wird zwischen dem internen Sinuslift (krestaler Zugang) und dem externen Sinuslift (lateraler Zugang über ein Knochenfenster) unterschieden. Ziel ist die Schaffung eines ausreichend dimensionierten Knochenlagers für eine endosseöse Implantation.
Stahlkronen
Kinderzahnheilkunde
Prüfungsfokus
Stahlkronen sind vorgefertigte Metallkronen, die nach geringer Präparation auf zerstörte Milchmolaren zementiert werden. Sie umfassen den Zahn zirkulär und bieten dadurch einen bakteriendichten Verschluss, der plastischen Füllungen bei ausgedehnten Defekten deutlich überlegen ist. Eine kunststoffverblendete Variante steht für den Frontzahnbereich zur Verfügung.
Taschenausspülung
Parodontologie
Prüfungsfokus
Die Taschenausspülung (subgingivale Lavage) beschreibt das Ausspülen einer vertieften Parodontaltasche mit antiseptischen Lösungen wie Chlorhexidin (CHX) oder Wasserstoffperoxid. Ziel ist die mechanische Entfernung von Detritus sowie die chemische Reduktion der subgingivalen Mikroflora.
Teleskopprothese
Prothetik
Prüfungsfokus
Eine Teleskopprothese ist ein kombinierter Zahnersatz, der über doppelkronige Verankerungselemente auf Restzähnen befestigt wird. Sie besteht aus einer fest einzementierten Primärkrone und einer in den abnehmbaren Zahnersatz integrierten Sekundärkrone.
Tertiärdentin
Zahnerhaltung
Prüfungsfokus
Tertiärdentin ist ein reaktiv gebildetes Dentin, das als Antwort auf externe Reize wie Karies, Attrition oder iatrogene Präparationstraumata von der Pulpa abgeschieden wird. Es wird unterteilt in Reaktionsdentin (gebildet von überlebenden primären Odontoblasten) und Reparaturdentin (gebildet von neu differenzierten odontoblastenähnlichen Zellen). Es unterscheidet sich histologisch durch eine unregelmäßige oder atubuläre Struktur vom primären und sekundären Dentin.
Wundheilung
Oralchirurgie
Prüfungsfokus
Die oralchirurgische Wundheilung beschreibt die biologischen Prozesse zur Regeneration oder Reparatur geschädigten oralen Gewebes nach chirurgischen Eingriffen oder Traumata. Sie läuft klassisch in drei phasenartigen Schritten ab: der exsudativen/entzündlichen Phase, der proliferativen Phase und der Regenerations- bzw. Reparaturphase. Im Kieferknochen schließt dies eine komplexe osteogene Gewebeneubildung ein.
Wundheilungsstörungen
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Wundheilungsstörungen umfassen verzögerte oder ausbleibende Heilung, Wundinfektionen und Nahtdehiszenzen. Ursächlich sind lokale Faktoren wie Spannung, Durchblutungsstörung und Infektion sowie systemische Faktoren wie Diabetes, Rauchen und Immunsuppression. Sie verlängern die Behandlung und können zu bleibenden Defekten führen.
Zahnfleischrückgang
Parodontologie
Prüfungsfokus
Zahnfleischrückgang bezeichnet die freiliegende Wurzeloberfläche durch einen koronalen Verlust des marginalen Parodonts ohne entzündliche Knochentaschenbildung. Er wird primär durch falsche Putztechniken (Trauma), occlusales Trauma, orthodontische Zahnbewegungen oder nach Ausheilung einer Parodontitis verursacht. Die resultierende Exposition des Dentins führt häufig zu hypersensiblen Zahnhälsen und ästhetischen Beeinträchtigungen.
Zahnmorphologie der Frontzähne
Propädeutik
Prüfungsfokus
Die Zahnmorphologie der Frontzähne umfasst die charakteristische Anatomie der Schneidezähne (Incisivi) und Eckzähne (Canini) im Ober- und Unterkiefer. Wichtige morphologische Formmerkmale wie das Wurzelmerkmal, Kronenflucht, Krümmungsmerkmal und Eckzahnmerkmal dienen der Seitenbestimmung. Die Palatinalflächen der Oberkieferfrontzähne weisen spezifische Tuberculi und Randleisten auf, während Unterkieferfrontzähne schmaler und meißelförmig aufgebaut sind.
Zahntransplantation
Chirurgie – Spezialfälle
Prüfungsfokus
Bei der Autotransplantation wird ein Zahn innerhalb desselben Patienten von seiner Position in eine andere Alveole verpflanzt. Typischerweise werden Prämolaren oder Weisheitszähne mit noch nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum transplantiert. Der Erfolg hängt entscheidend von der Vitalität der Wurzelhautzellen ab.
Zahnverfärbungen
Ästhetik
Prüfungsfokus
Zahnverfärbungen werden nach ihrer Lokalisation in extrinsische und intrinsische Formen eingeteilt. Extrinsische Verfärbungen lagern sich der Oberfläche auf und stammen meist aus Nahrungsmitteln, Tabak oder Chlorhexidin. Intrinsische Verfärbungen liegen innerhalb der Hartsubstanz und entstehen etwa durch Trauma, Tetrazykline, Fluorose oder Pulpanekrose.