ZahnLexikon
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Physiologie & Biochemie
KI-generiert
Orale Mikrobiologie und Biofilm

Biofilmbildung und Plaquereifung

Synonyme: Dentale Plaque · Zahnbelag · Biofilm

Definition

Die Plaquebildung beginnt mit dem Pellikel, einer azellulären Proteinschicht aus Speichelbestandteilen auf der Zahnoberfläche. Darauf lagern sich zunächst grampositive Primärbesiedler an, gefolgt von einer zunehmend anaeroben und gramnegativen Sekundärflora. Die Reifung verläuft über Koaggregation und Bildung einer schützenden extrazellulären Matrix.

Prüfungsfokus
  • Das Pellikel ist azellulär und bildet sich innerhalb von Minuten nach der Reinigung neu.
  • Primärbesiedler sind überwiegend grampositive Kokken, insbesondere Streptokokken.
  • Mit der Reifung verschiebt sich die Flora zu anaeroben, gramnegativen Arten.
  • Bakterien im Biofilm sind gegenüber antimikrobiellen Substanzen deutlich widerstandsfähiger.
Zahlen & Werte
Pellikelbildung
innerhalb von Minuten
Ökologische Verschiebung
grampositiv-aerob zu gramnegativ-anaerob
Klinische Relevanz

Im reifen Biofilm sind Bakterien deutlich unempfindlicher gegenüber Antiseptika und Antibiotika als in freier Form. Deshalb bleibt die mechanische Zerstörung des Biofilms die wirksamste Maßnahme.

Abgrenzung
  • Materia alba

    Locker aufgelagerte, leicht abspülbare Ansammlung ohne organisierte Struktur.

  • Zahnstein

    Mineralisierte Plaque, mechanisch nur instrumentell entfernbar.

Typische Fallstricke
  • Gleichsetzung von Pellikel und Plaque, obwohl das Pellikel bakterienfrei ist.
  • Erwartung, Mundspüllösungen könnten reifen Biofilm ersetzen statt ergänzen.
  • Unterschätzung der Neubildungsgeschwindigkeit des Pellikels nach der Reinigung.
Merksatz

Kein Pellikel, keine Plaque – die Proteinschicht ist die Voraussetzung jeder Besiedlung.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Orale Mikrobiologie und Biofilm

Mundflora, Plaquereifung und mikrobielle Ökologie.