Nervenleitung und Aktionspotenzial
Synonyme: Erregungsleitung · Membranpotenzial
Das Aktionspotenzial entsteht durch eine schnelle Depolarisation der Nervenmembran infolge des Einstroms von Natriumionen durch spannungsabhängige Kanäle. Anschließend führt der Kaliumausstrom zur Repolarisation. In myelinisierten Fasern springt die Erregung saltatorisch von Schnürring zu Schnürring, was die Leitgeschwindigkeit stark erhöht.
- Die Depolarisation beruht auf dem Einstrom von Natrium durch spannungsabhängige Kanäle.
- Lokalanästhetika blockieren diese Natriumkanäle von intrazellulär.
- Nur die ungeladene Base durchdringt die Nervenmembran.
- Saures Milieu bei Entzündung verschiebt das Gleichgewicht zur geladenen Form und mindert die Wirkung.
- Depolarisation
- Natriumeinstrom
- Repolarisation
- Kaliumausstrom
Lokalanästhetika blockieren genau diese spannungsabhängigen Natriumkanäle von der Zellinnenseite und verhindern so die Erregungsfortleitung. Nur die ungeladene Form kann die Membran durchdringen, weshalb ein saures, entzündetes Gewebe die Wirkung abschwächt.
- Saltatorische Erregungsleitung
In myelinisierten Fasern, deutlich schneller durch Sprung zwischen Schnürringen.
- Kontinuierliche Erregungsleitung
In marklosen Fasern, langsamer und energieaufwendiger.
- Erklärung der schlechteren Anästhesie im Entzündungsgebiet allein mit gesteigerter Durchblutung.
- Verwechslung der Rollen von Natrium und Kalium bei Depolarisation und Repolarisation.
- Annahme, die Blockade erfolge von außen an der Membranoberfläche.
Im entzündeten, sauren Gewebe liegt das Anästhetikum überwiegend geladen vor – es kommt nicht durch die Membran und wirkt schlechter.
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Erregungsleitung und Schmerzentstehung an Pulpa und Nerv.