Überlagerungen im Panoramaschichtbild
Synonyme: Geisterbilder · Doppelkonturen · Artefakte im OPG
Das Panoramaschichtbild entsteht durch eine synchrone Bewegung von Röhre und Bildempfänger um den Kopf. Strukturen außerhalb der Schichtebene werden unscharf, verzerrt oder gar nicht abgebildet. Zusätzlich entstehen Geisterbilder: Objekte zwischen Röhre und Drehzentrum werden ein zweites Mal auf der Gegenseite abgebildet, vergrößert, unscharf und nach oben versetzt.
- Geisterbilder erscheinen auf der kontralateralen Seite, vergrößert, unscharf und nach kranial versetzt.
- Strukturen außerhalb der Schichtebene werden unscharf oder gar nicht dargestellt.
- Eine nach vorn gebeugte Kopfhaltung projiziert die Halswirbelsäule in die Frontzahnregion.
- Fehlt der Zungenkontakt zum Gaumen, entsteht ein dunkles Luftband über den Oberkieferwurzeln.
- Lage des Geisterbildes
- kontralateral, nach kranial versetzt
- Typische horizontale Vergrößerung im OPG
- je nach Gerät ca. 20–30 %
- Wichtigste Vorbereitung
- Schmuck ablegen, Zunge an den Gaumen, korrekte Kopfhaltung
Typische Ursachen sind Ohrringe, Halsketten, herausnehmbarer Zahnersatz und die Wirbelsäule bei falscher Kopfhaltung. Die Halswirbelsäule projiziert sich bei nach vorn gebeugter Haltung als vertikale Aufhellung in die Frontzahnregion. Weil diese Fehler systematisch sind, ist die Vorbereitung des Patienten – Schmuck ablegen, Zunge an den Gaumen, korrekte Kopfhaltung – entscheidend.
- Positionierungsfehler und Bildfehler
Betrifft intraorale Aufnahmen mit anderer Fehlersystematik.
- Radiologische Normalanatomie
Reale anatomische Strukturen, keine projektionsbedingten Artefakte.
- Deutung eines Geisterbildes als reale Struktur oder Fremdkörper.
- Beurteilung der Frontzahnregion trotz Wirbelsäulenüberlagerung.
- Vergessenes Ablegen von Schmuck oder herausnehmbarem Zahnersatz vor der Aufnahme.
Geisterbilder erscheinen auf der Gegenseite, größer, unschärfer und weiter oben.
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Normalstrukturen und ihre Projektion im Bild.