Zahnmorphologie der Molaren
Synonyme: Molarenhöckerfeinanatomie · Große Mahlzähne
Die Zahnmorphologie der Molaren beschreibt die komplexen Kronen- und Wurzelstrukturen der großen Mahlzähne im Ober- und Unterkiefer. Oberkiefermolaren besitzen typischerweise drei Wurzeln (zwei bukkal, eine palatinal) und eine rhombische Kaufläche mit Tuberculum carabelli am mesiopalatinalen Höcker des ersten Molaren. Unterkiefermolaren weisen zwei Wurzeln (mesial, distal) und eine rechteckige oder quadratische Kaufläche mit vier bis fünf Höckern auf.
- Oberkiefermolaren haben 3 Wurzeln (palatinal, mesiobukkal, distobukkal) und meist 4 Höcker.
- Das Tuberculum anomalum Carabelli liegt mesiopalatinal am ersten Oberkiefermolaren (Zahn 16/26).
- Unterkiefermolaren besitzen 2 Wurzeln (mesial mit meist 2 Kanälen, distal) und 4 bis 5 Höcker.
- Die Crista obliqua verläuft beim OK-Molaren vom mesiopalatinalen zum distobukkalen Höcker.
- Wurzelanzahl OK-Molar
- 3
- Wurzelanzahl UK-Molar
- 2
- Höckeranzahl M1 UK
- 5 (3 bukkal, 2 lingual)
- Höckeranzahl M1 OK
- 4 (plus evtl. Tuberculum carabelli)
Das anatomische Kauflächenrelief ist entscheidend für das Zermahlen der Nahrung sowie für die Abstützung der vertikalen Dimension. Bei Restaurationen muss die Höcker-Fossa-Beziehung exakt wiederhergestellt werden, um Frühkontakte und Kiefergelenksbeschwerden zu vermeiden.
- Prämolarenmorphologie
Kleinere Kaufläche mit meist nur 2 Höckern (Ausnahme UK P2) und 1–2 Wurzeln.
- Milchmolaren
Stark divergierende Wurzeln zur Aufnahme der nachfolgenden Prämolarenkeime.
- Verwechslung der Wurzelanzahl zwischen OK-Molaren (3 Wurzeln) und UK-Molaren (2 Wurzeln).
- Übersehen des vierten Wurzelkanals (MB2) im mesiobukkalen Wurzelkomplex der OK-Molaren.
OK drei Wurzeln oben rund, UK zwei Wurzeln unten bunt (4-5 Höcker).
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Form der Zahngruppen und ihre Bezeichnung im FDI-Schema.