Abdrucklöffel und Abformtechnik
Synonyme: Abformung in der Zahnmedizin · Dentale Abformmaterialien und -verfahren
Die Abformtechnik bezeichnet das Verfahren zur präzisen negativen Formabformung der oralen Hart- und Weichgewebe mittels geeigneter Abformmaterialien und Abdrucklöffel. Man unterscheidet konfektionierte Löffel (für Orientierungs- und Situationsabformungen) von individuellen Löffeln (für Präzisions- und Funktionsabformungen). Als Materialien kommen irreversibel-elastische Werkstoffe wie Alginat, Silikone (A- und C-Silikone), Polyether oder Polysulfide zum Einsatz.
- Alginat gehört zu den hydrokolloidalen, irreversiblen Abformmaterialien und zeigt Tendenz zur Syneräse und Quellung.
- A-Silikone (Additionssilikone) verharren ohne Abspaltung von Nebenprodukten und besitzen die höchste Dimensionsstabilität.
- Polyether ist hydrophil und eignet sich hervorragend für die Präzisionsabformung im feuchten Milieu.
- Die Korrekturabformung wird zweizeitig durchgeführt, die Doppelmischabformung einzeitig.
- Mischungsverhältnis Alginat/Wasser
- Herstellerspezifisch (ca. 1:1 Volumeneinheiten)
- Dimensionsänderung A-Silikon (24h)
- < 0,1 %
- Mindestschichtstärke Polyether
- 2 - 4 mm
Eine präzise Abformung bildet die unbedingte Grundlage für passgenauen Zahnersatz und Restaurationen. Feuchtigkeitskontamination, falsche Löffelauswahl oder Delamination führen zu Abformfehlern und Passungenauigkeiten.
- Intraoralscan (Digitale Abformung)
Optische Berührungsfreie Erfassung der Zahnreihe ohne physikalisches Abformmaterial.
- Situationsabformung
Einfache Abformung (meist mit Alginat) für Planungs- und Gegenkiefermodelle.
- Verwechslung von zweizeitiger Korrekturabformung (Erst- und Zweitabformung getrennt) mit einzeitiger Doppelmischabformung.
- Lagerung von Alginatabformungen an trockener Luft (führt zu Schrumpfung durch Syneräse).
Korrekturabformung = zweiphasig zweizeitig, Doppelmisch = zweiphasig einzeitig.
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Abformung, Gipsmodell, Wax-up und provisorische Versorgung.