Wachsmodellation (Wax-up)
Synonyme: Wax-up · Diagnostisches Aufwachsen · Aufwachstechnik
Das Wax-up ist das präzise Anfragen und Gestalten von Zahnformen mit Spezialschnitt- und Modellierwachsen auf einem Gipsmodell. Es dient der funktionellen und ästhetischen Vorplanung von feststehendem oder herausnehmbarem Zahnersatz. Die Wachsform wird im Verlustgussverfahren (Lost-Wax-Technik) in Metall oder Keramik umgesetzt oder als Vorlage für Mock-ups genutzt. Ziel ist die schrittweise Rekonstruktion von Kauflächen, Höckern und Randleisten nach funktionellen Gesichtspunkten.
- Diagnostisches Wax-up dient der Behandlungsplanung und Patientendemonstration.
- Technisches Wax-up ist die gussfähige Vorstufe der definitiven Restauration.
- Aufwachstechnik nach NAT (Physiologische Kauflächengestaltung nach Polz/Payne) baut Höcker systematisch auf.
- Modellierwachs muss rückstandsfrei verbrennen, um Gussfehler zu vermeiden.
- Wachs zeigt eine hohe thermische Kontraktion, weshalb segmentweise aufgewachst werden muss.
- Erstarrungsbereich Modellierwachs
- 55 bis 65 °C
- Thermische Kontraktion von Wachs
- ca. 0,4 % pro 10 °C
Klinisch ermöglicht das Wax-up über ein Silikonschlüssel-gestütztes Mock-up die intraorale Visualisierung des geplanten Behandlungsergebnisses für den Patienten. Es stellt zudem eine unverzichtbare Referenz für die Präparationsgrenzen und den Platzbedarf von Restaurationen dar.
- Wax-up vs. Mock-up
Wax-up ist die Wachsmodellage auf dem Gipsmodell; Mock-up ist die Kunststoffübertragung direkt auf die ungepräparierten Zähne des Patienten.
- Diagnostisches Wax-up vs. Arbeits-Wax-up
Diagnostisch dient der Planung; Arbeits-Wax-up wird direkt in Einbettmasse umhüllt und gegossen.
- Verwechslung von Wax-up und Mock-up: Das Wax-up entsteht im Labor auf dem Modell, das Mock-up ist die temporäre Übertragung in den Mund des Patienten.
- Überhitzen des Wachses führt zum Entweichen leichtflüchtiger Bestandteile und erhöht den Schrumpf.
Aufs Modell das Wachs getropft, funktionell die Kauspur klopft.
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Abformung, Gipsmodell, Wax-up und provisorische Versorgung.