ZahnLexikon
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Propädeutik
KI-generiert
Modellherstellung und Provisorien

Provisorien

Synonyme: Temporäre Versorgung · Interimsversorgung

Definition

Provisorien schützen präparierte Zähne bis zur Eingliederung der definitiven Restauration. Sie sichern Pulpaschutz, Kaufunktion, Ästhetik und die Position von Nachbar- und Antagonistenzähnen. Zudem stabilisieren sie das Weichgewebe und formen bei Bedarf das Emergenzprofil.

Prüfungsfokus
  • Provisorien schützen die Pulpa vor thermischen und bakteriellen Reizen.
  • Sie verhindern Elongation des Antagonisten und Kippung der Nachbarzähne.
  • Zur temporären Befestigung werden meist eugenolfreie Zemente verwendet, wenn adhäsiv weitergearbeitet wird.
  • Glatte Ränder und gute Politur reduzieren Plaqueanlagerung und Gingivairritation.
Zahlen & Werte
Schutzfunktionen
Pulpa, Position, Funktion, Ästhetik
Befestigung
temporär, meist eugenolfrei bei geplanter Adhäsivtechnik
Klinische Relevanz

Ein schlecht sitzendes Provisorium führt zu Gingivairritation, Elongation oder Kippung und gefährdet damit die definitive Arbeit. Randschluss und Politur sind deshalb keine Nebensache, sondern Voraussetzung für ein gutes Endergebnis.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Verwendung eugenolhaltiger Zemente vor adhäsiver Befestigung, was den Verbund stören kann.
  • Überstehende oder raue Ränder mit Gingivitis als Folge.
  • Unterschätzung der Tragedauer, sodass das Provisorium den Belastungen nicht standhält.
Merksatz

Das Provisorium hält nicht nur die Zeit über – es hält vor allem die Position der Nachbarzähne.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Modellherstellung und Provisorien

Abformung, Gipsmodell, Wax-up und provisorische Versorgung.