Provisorien
Synonyme: Temporäre Versorgung · Interimsversorgung
Provisorien schützen präparierte Zähne bis zur Eingliederung der definitiven Restauration. Sie sichern Pulpaschutz, Kaufunktion, Ästhetik und die Position von Nachbar- und Antagonistenzähnen. Zudem stabilisieren sie das Weichgewebe und formen bei Bedarf das Emergenzprofil.
- Provisorien schützen die Pulpa vor thermischen und bakteriellen Reizen.
- Sie verhindern Elongation des Antagonisten und Kippung der Nachbarzähne.
- Zur temporären Befestigung werden meist eugenolfreie Zemente verwendet, wenn adhäsiv weitergearbeitet wird.
- Glatte Ränder und gute Politur reduzieren Plaqueanlagerung und Gingivairritation.
- Schutzfunktionen
- Pulpa, Position, Funktion, Ästhetik
- Befestigung
- temporär, meist eugenolfrei bei geplanter Adhäsivtechnik
Ein schlecht sitzendes Provisorium führt zu Gingivairritation, Elongation oder Kippung und gefährdet damit die definitive Arbeit. Randschluss und Politur sind deshalb keine Nebensache, sondern Voraussetzung für ein gutes Endergebnis.
- Langzeitprovisorium
Für Monate ausgelegt, aus stabilerem Material gefertigt.
- Definitive Restauration
Endgültige Versorgung mit dauerhafter Befestigung.
- Verwendung eugenolhaltiger Zemente vor adhäsiver Befestigung, was den Verbund stören kann.
- Überstehende oder raue Ränder mit Gingivitis als Folge.
- Unterschätzung der Tragedauer, sodass das Provisorium den Belastungen nicht standhält.
Das Provisorium hält nicht nur die Zeit über – es hält vor allem die Position der Nachbarzähne.
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Abformung, Gipsmodell, Wax-up und provisorische Versorgung.