Frühbehandlung
Synonyme: Interzeptive Behandlung · Frühe kieferorthopädische Therapie
Die Frühbehandlung greift bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss ein, um sich verschlechternde Befunde abzufangen. Typische Indikationen sind ausgeprägte Kreuzbisse mit Zwangsführung, Habits und schwere skelettale Abweichungen. Ziel ist die Verhinderung einer Verschlimmerung, nicht die abschließende Korrektur.
- Ein Kreuzbiss mit Zwangsführung gilt als klassische Frühbehandlungsindikation.
- Ziel ist die Verhinderung einer Verschlechterung, nicht die abschließende Korrektur.
- Viele Befunde im Wechselgebiss regulieren sich spontan.
- Auf die Frühbehandlung folgt in der Regel eine spätere Hauptbehandlung.
- Zeitfenster
- Milchgebiss bis frühes Wechselgebiss
- Ziel
- Verschlechterung abfangen
Nicht jeder auffällige Befund im Wechselgebiss ist behandlungsbedürftig, da sich vieles spontan reguliert. Eine unnötige Frühbehandlung verlängert die Gesamtbehandlungsdauer und belastet die Mitarbeitsbereitschaft.
- Hauptbehandlung
Definitive Korrektur, meist im späten Wechsel- oder bleibenden Gebiss.
- Beobachtendes Abwarten
Bei selbstlimitierenden Befunden die angemessenere Strategie.
- Behandlung selbstlimitierender Befunde mit unnötig langer Gesamtbehandlungsdauer.
- Erschöpfung der Mitarbeitsbereitschaft vor der eigentlichen Hauptbehandlung.
- Erwartung eines definitiven Ergebnisses bereits durch die Frühbehandlung.
Frühbehandlung heißt abfangen, nicht fertig behandeln – die Hauptbehandlung folgt meist später.
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Behandlungszeitpunkt, Extraktionsentscheidung und Therapiewahl.