Kreuzbiss
Synonyme: Transversale Okklusionsstörung · Articulatio transversa
Der Kreuzbiss ist eine transversale Okklusionsstörung, bei der die bukkalen Höcker der seitlichen Oberkieferzähne lingual oder palatinal der bukkalen Höcker der Unterkieferzähne beissen. Er kann einseitig oder beidseitig sowie als koronaler Einzelzahnkreuzbiss oder skelettaler Kreuzbiss auftreten. Ursächlich sind meist ein zu schmaler Oberkiefer, eine zu breite Mandibel oder funktionelle Zwangsführungen.
- Kann dental, dentoalveolär oder rein skelettal bedingt sein.
- Funktioneller Kreuzbiss weist eine Zwangsführung der Mandibel beim Mundschluss auf.
- Einseitiger Kreuzbiss muss klinisch auf eine Zwangsbissverschiebung hin untersucht werden.
- Therapie der Wahl bei skelettaler Enge im Wechselgebiss: Gaumennatwerweiterung (GNE).
- Häufigkeit im Milch-/Wechselgebiss
- ca. 8-15 %
- GNE-Expansionsrate pro Tag
- 0,2-0,5 mm
Ein unbehandelter einseitiger Kreuzbiss führt im Wachstumsalter häufig zu einer echten Asymmetrie des Unterkiefers und einer Kiefergelenksverlagerung. Eine frühzeitige Entkopplung oder Oberkiefererweiterung ist daher indiziert.
- Kopfbiss
Höcker-auf-Höcker-Beziehung der Seitenzähne in der Transversalen ohne Überlappung.
- Scherenbiss (Lingualbiss)
Oberkieferseitenzähne beißen komplett bukkal an den Unterkieferzähnen vorbei.
- Verwechslung von funktionellem (asymmetrischem) Kreuzbiss mit einer echten anatomischen Unterkieferasymmetrie.
- Übersehen einer Non-Okklusion (Scherenbiss oder Bucco-Okklusion).
Beißt der Oberkiefer innen rein, muss es ein Kreuzbiss sein.
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Ursachen von Anomalien und die einzelnen Bissformen.