Lymphabfluss der Kopf-Hals-Region
Synonyme: Regionäre Lymphknoten · Lymphdrainage Kopf-Hals
Der Lymphabfluss der Mundhöhle erfolgt über regionäre Lymphknotengruppen, insbesondere submentale, submandibuläre und zervikale Stationen. Von dort gelangt die Lymphe in den Truncus jugularis und schließlich in den Venenwinkel. Die Kenntnis der Abflusswege ist für Entzündungs- und Tumordiagnostik gleichermaßen wichtig.
- Die Zungenspitze drainiert bevorzugt in die submentalen Lymphknoten.
- Der überwiegende Teil der Mundhöhle drainiert in submandibuläre und tiefe zervikale Knoten.
- Die Lymphe erreicht über den Truncus jugularis den Venenwinkel.
- Zungenkarzinome können aufgrund von Kreuzungen kontralateral metastasieren.
- Hauptstationen
- submental, submandibulär, tief zervikal
- Endstrecke
- Truncus jugularis zum Venenwinkel
Die Palpation der Halslymphknoten gehört zur Basisuntersuchung, da geschwollene Knoten Hinweise auf Infektion oder Malignität geben. Entzündlich vergrößerte Knoten sind meist schmerzhaft und verschieblich, tumorbefallene eher derb und fixiert.
- Entzündliche Lymphadenitis
Schmerzhaft, weich und verschieblich, meist mit erkennbarem Fokus.
- Lymphknotenmetastase
Derb, schmerzarm und mit der Unterlage verbacken.
- Verzicht auf die Lymphknotenpalpation bei der Untersuchung von Schleimhautbefunden.
- Fehldeutung derber, fixierter Knoten als banale Begleitreaktion.
- Annahme eines streng einseitigen Abflusses, obwohl Kreuzungen bestehen.
Weich, schmerzhaft, verschieblich spricht für Entzündung – derb, schmerzlos, fixiert für Malignität.
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Blutversorgung, Lymphabfluss und Drüsen der Kopf-Hals-Region.