Milchgebiss
Synonyme: Dentitio decidua · Primäre Dentition
Das Milchgebiss umfasst 20 Zähne, je Quadrant zwei Inzisivi, einen Caninus und zwei Molaren. Es unterscheidet sich vom bleibenden Gebiss durch bläulich-weiße Zahnfarbe, dünnere Hartsubstanzschichten, ausgeprägte Zervikalwülste und stark divergierende Wurzeln. Physiologische Lücken und Abrasionen sind Ausdruck normaler Entwicklung und kein Behandlungsbedarf.
- Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen; Prämolaren fehlen vollständig.
- Die FDI-Nummerierung der Milchzähne verwendet die Quadranten 5 bis 8.
- Physiologische Diastemata und Affenlücken schaffen Platz für die größeren bleibenden Zähne.
- Die Wurzeln der Milchmolaren divergieren stark, weil der Keim des Prämolaren zwischen ihnen liegt.
- Anzahl der Zähne
- 20
- Durchbruch erster Milchzahn
- ca. 6.–8. Lebensmonat
- Abschluss des Milchgebisses
- ca. 30. Lebensmonat
- FDI-Quadranten
- 5, 6, 7, 8
Die Kenntnis der Durchbruchs- und Resorptionszeiten ist Voraussetzung für die Beurteilung, ob ein Zahn erhaltungswürdig ist. Vorzeitiger Milchzahnverlust erfordert die Prüfung einer Platzhalterindikation.
- Bleibendes Gebiss
32 Zähne inklusive Prämolaren, gelblichere Farbe und dickere Hartsubstanzschichten.
- Wechselgebiss
Übergangsphase, in der Milchzähne und bleibende Zähne gleichzeitig vorhanden sind.
- Bewertung physiologischer Lücken als kieferorthopädischer Behandlungsbedarf.
- Extraktion eines Milchmolaren ohne Prüfung der Platzhalterindikation, was zu Platzverlust für den Nachfolger führt.
- Übertragung endodontischer Maßstäbe des bleibenden Gebisses auf den Milchzahn trotz anderer Wurzelanatomie.
20 Milchzähne, keine Prämolaren – die Milchmolaren stehen dort, wo später die Prämolaren durchbrechen.
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Milchgebiss, Zahnwechsel und Platzhalterversorgung.