Befestigungszemente
Synonyme: Zemente · Luting Agents · Adhäsive Befestigung
Befestigungsmaterialien verbinden indirekte Restaurationen mit der Zahnhartsubstanz. Konventionelle Zemente wie Zinkphosphat- und Glasionomerzement wirken überwiegend mechanisch retentiv. Adhäsive Kompositzemente erzeugen einen chemisch-mikromechanischen Verbund und sind bei retentionsschwachen Präparationen erforderlich.
- Zinkphosphatzement härtet rein chemisch und wirkt ausschließlich mechanisch retentiv.
- Glasionomerzement setzt Fluorid frei und haftet chemisch an Zahnhartsubstanz.
- Adhäsive Kompositzemente sind bei geringer Retentionsfläche indiziert.
- Adhäsive Befestigung erfordert eine zuverlässige Trockenlegung.
- Konventionell
- mechanische Retention, feuchtigkeitstoleranter
- Adhäsiv
- chemisch-mikromechanischer Verbund, trockenlegungsabhängig
Die Materialwahl hängt von Restaurationswerkstoff, Präparationsgeometrie und Trockenlegbarkeit ab. Glasionomerzemente setzen Fluorid frei, sind aber in der Anfangsphase feuchtigkeitsempfindlich.
- Glasionomerzement
Fluoridfreisetzend und chemisch haftend, geringere Festigkeit.
- Selbstadhäsiver Kompositzement
Vereinfachtes Protokoll ohne separate Konditionierung, geringere Haftwerte als Vollprotokoll.
- Adhäsive Befestigung ohne ausreichende Trockenlegung mit deutlich reduzierter Haftung.
- Verwendung eugenolhaltiger Provisorienzemente vor adhäsiver Befestigung.
- Unvollständige Entfernung von Zementüberschüssen im Sulkus mit entzündlicher Reaktion.
Je weniger Retention die Präparation bietet, desto zwingender wird die adhäsive Befestigung.
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Abformmassen, Legierungen, Keramiken, Kunststoffe und Zemente.