Röhrenspannung und Bildqualität
Synonyme: Röhrenspannung · kV · Kilovolt · Röhrenstrom · mAs
Die Röhrenspannung in Kilovolt bestimmt die Energie und damit das Durchdringungsvermögen der Röntgenstrahlung. Höhere Spannung erzeugt härtere Strahlung, die mehr Gewebe durchdringt und ein kontrastärmeres, aber detailreicheres Bild mit größerem Graustufenumfang liefert. Das Produkt aus Röhrenstrom und Belichtungszeit in Milliamperesekunden bestimmt dagegen die Menge der erzeugten Strahlung und damit die Schwärzung.
- Die Röhrenspannung bestimmt die Strahlenqualität und damit den Bildkontrast.
- Das mAs-Produkt bestimmt die Strahlenmenge und damit die Schwärzung des Bildes.
- Intraorale Aufnahmen arbeiten üblicherweise mit etwa 60–70 kV.
- Die Gesamtfilterung beträgt bei Geräten über 70 kV mindestens 2,5 mm Aluminiumgleichwert.
- Übliche Röhrenspannung intraoral
- ca. 60–70 kV
- Mindestfilterung über 70 kV
- 2,5 mm Aluminiumgleichwert
- Wirkung höherer kV
- härtere Strahlung, geringerer Kontrast
Praktisch gilt: Die Spannung steuert den Kontrast, das mAs-Produkt die Schwärzung. Für die Kariesdiagnostik ist ein kontrastreicheres Bild mit niedrigerer Spannung günstig, für die Beurteilung des Knochens und der Parodontalverhältnisse ein weicheres Bild mit höherer Spannung. Die Filterung entfernt die niederenergetischen Anteile, die nur zur Dosis, nicht zum Bild beitragen.
- Dosis
Beschreibt die im Gewebe deponierte Energie, nicht die Geräteeinstellung.
- Röntgenkontrast
Ergebnisgröße im Bild; die Röhrenspannung ist einer ihrer Stellparameter.
- Ausgleich einer zu hellen Aufnahme über die Spannung statt über das mAs-Produkt.
- Vernachlässigung der Filterung, wodurch die Hautdosis ohne Bildgewinn steigt.
- Gleiche Einstellung für alle Fragestellungen ohne Anpassung an Karies- oder Knochendiagnostik.
kV macht den Kontrast, mAs macht die Schwärzung – und der Filter nimmt raus, was nur Dosis ist.
Medien werden gesucht …
Sensoren, Bildfehler und Konstanzprüfung.