ZahnLexikon
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Kieferorthopädie
KI-generiert
Biologische Grundlagen und Biomechanik

Verankerung in der Kieferorthopädie

Synonyme: Anchorage · Skelettale Verankerung · TADs

Definition

Verankerung beschreibt den Widerstand gegen unerwünschte Gegenbewegungen, die durch das Wirkungsprinzip von Kraft und Gegenkraft entstehen. Jede kieferorthopädische Kraft wirkt auf beide Seiten der Apparatur, weshalb festgelegt werden muss, welche Zähne sich bewegen sollen. Skelettale Verankerung über Miniimplantate erzeugt einen nahezu absoluten Widerstand.

Prüfungsfokus
  • Jede Kraft erzeugt eine gleich große Gegenkraft, die auf die Verankerungseinheit wirkt.
  • Verankerungsverlust zeigt sich typischerweise als Mesialwanderung der Molaren.
  • Skelettale Verankerung über Miniimplantate ist weitgehend unabhängig von der Mitarbeit.
  • Die Verankerungsplanung ist besonders bei Extraktionsfällen entscheidend.
Zahlen & Werte
Grundprinzip
Kraft und gleich große Gegenkraft
Absolute Verankerung
über skelettale Miniimplantate
Klinische Relevanz

Verankerungsverlust äußert sich in unerwünschter Mesialwanderung der Molaren und Platzverlust. Miniimplantate machen die Verankerung unabhängig von der Mitarbeit des Patienten.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Unterschätzung des Verankerungsbedarfs bei geplanter Frontretraktion.
  • Verlass auf mitarbeitsabhängige Verankerung ohne Prüfung der Compliance.
  • Insertion von Miniimplantaten ohne Beachtung der Wurzelabstände.
Merksatz

Actio gleich Reactio gilt auch im Mund – wer nicht plant, welche Zähne stehen bleiben, verliert Platz.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Biologische Grundlagen und Biomechanik

Zahnbewegung im Knochen, Kräfte, Verankerung und Risiken.