Kieferorthopädische Wurzelresorption
Synonyme: Wurzelresorption · Orthodontisch induzierte Wurzelresorption · OIIRR
Unter kieferorthopädischer Krafteinwirkung kann es zu einem Abbau von Wurzelsubstanz kommen, meist apikal betont. Ursache sind Umbauvorgänge in Bereichen hyalinisierten Gewebes bei zu hoher oder zu lang wirkender Kraft. Geringe Resorptionen sind häufig und klinisch meist bedeutungslos.
- Die Resorption ist typischerweise apikal lokalisiert.
- Zu hohe Kräfte führen zu Hyalinisierung und begünstigen den Wurzelabbau.
- Obere Frontzähne gelten als besonders anfällig.
- Verlorene Wurzelsubstanz regeneriert sich nicht.
- Typische Lokalisation
- apikal
- Regeneration
- keine Wiederherstellung verlorener Wurzelsubstanz
Radiologische Verlaufskontrollen dienen der frühzeitigen Erkennung ausgeprägter Resorptionen. Bei deutlicher Progression sind Kraftpause und Anpassung des Behandlungsplans angezeigt.
- Externe zervikale Resorption
Zervikal lokalisiert, häufig nach Trauma oder internem Bleaching.
- Physiologische Milchzahnresorption
Natürlicher Vorgang im Rahmen des Zahnwechsels.
- Verzicht auf radiologische Verlaufskontrolle während längerer Behandlungen.
- Anwendung hoher Kräfte in der Annahme, dies beschleunige die Behandlung.
- Fortführung unveränderter Mechanik trotz erkennbarer Progression.
Kontinuierliche leichte Kräfte sind schonender als starke – zu viel Kraft erzeugt Hyalinisierung und damit Resorption.
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Zahnbewegung im Knochen, Kräfte, Verankerung und Risiken.