ZahnLexikon
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Alterszahnmedizin
KI-generiert
Orale Veränderungen im Alter

Wurzelkaries

Synonyme: Zervikalkaries · Root Caries

Definition

Wurzelkaries entsteht an freiliegenden Wurzeloberflächen nach Gingivarezession oder parodontaler Therapie. Da Wurzeldentin und Zement einen geringeren Mineralgehalt als Schmelz besitzen, beginnt die Demineralisation bereits bei einem höheren pH-Wert. Die Läsionen breiten sich typischerweise flächig entlang der Schmelz-Zement-Grenze aus.

Prüfungsfokus
  • Der kritische pH-Wert für Wurzeldentin liegt höher als für Schmelz, weshalb Läsionen früher entstehen.
  • Voraussetzung ist eine freiliegende Wurzeloberfläche, meist nach Rezession oder Parodontitistherapie.
  • Die Läsionen verlaufen typischerweise flächig und untergraben den Zahn zirkulär.
  • Hochkonzentrierte Fluoridpräparate sind ein zentraler Baustein der Prävention.
Zahlen & Werte
Kritischer pH Wurzeldentin
ca. 6,2
Kritischer pH Schmelz
ca. 5,5
Klinische Relevanz

Betroffen sind vor allem ältere Menschen mit Rezessionen, reduzierter Mundhygiene und vermindertem Speichelfluss. Neben der Restauration sind Fluoridierung, Ernährungsberatung und Verbesserung der Reinigung entscheidend.

Abgrenzung
  • Zervikale Erosion

    Säurebedingter Substanzverlust mit glatter, harter Oberfläche ohne bakteriellen Biofilm.

  • Keilförmiger Defekt

    Mechanisch bedingt mit scharf begrenzter keilförmiger Form.

Typische Fallstricke
  • Rein restaurative Versorgung ohne Kontrolle von Speichelfluss, Ernährung und Mundhygiene.
  • Unterschätzung der Ausdehnung, da die Läsion subgingival weiterreichen kann als sichtbar.
  • Trockenlegungsprobleme bei subgingivaler Ausdehnung werden ignoriert, was den Verbund gefährdet.
Merksatz

Wurzeldentin demineralisiert schon bei etwa pH 6,2 – deutlich früher als Schmelz bei etwa pH 5,5.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Orale Veränderungen im Alter

Mundtrockenheit, Wurzelkaries und Schleimhautveränderungen.