Remineralisation und Demineralisation
Synonyme: Zahnhartsubstanzdestruktion und -regeneration · Mineralhaushalt des Zahns
Die Demineralisation beschreibt den Verlust von Mineralstoffen wie Calcium und Phosphat aus der Zahnhartsubstanz durch säurebedingte Herauslösung von Hydroxylapatit. Remineralisation ist der umgekehrte Prozess, bei dem sich gelöste Mineralionen mithilfe von Speichel und Fluorid wieder in das Kristallgitter einlagern. Das Gleichgewicht zwischen beiden Prozessen bestimmt dynamisch die Integrität des Zahnschmelzes. Unterschreitet der pH-Wert der Plaque den kritischen Wert von ca. 5,5, überwiegt die Demineralisation.
- Kritischer pH-Wert für Hydroxylapatit liegt bei etwa 5,5.
- Fluorid setzt den kritischen pH-Wert durch Bildung von Fluorapatit auf ca. 4,5 herab.
- Die Oberflächenschicht der Initialkaries bleibt durch kontinuierliche Speichelremineralisation zunächst intakt.
- Säuren aus der Nahrung führen zu Erosionen, bakterielle Säuren zu Karies.
- Speichel-Calcium und -Phosphat sind bei pH 7,0 bezüglich Hydroxylapatit übersättigt.
- Kritischer pH Hydroxylapatit
- 5,5
- Kritischer pH Fluorapatit
- 4,5
- Physiologischer Speichel-pH
- 6,7-7,3
Initialkaries (White Spot) ist das direkte Ergebnis einer submukösen Demineralisation bei noch intakter Oberflächenschicht. Durch gezielte Remineralisationstherapie mittels Fluoridierung kann diese Läsion arretiert und geheilt werden. Erosionsbedingter Schmelzverlust unterscheidet sich von Karies durch das Fehlen von Bakterienbeteiligung.
- Annahme, dass Karies mit Einbruch der Schmelzoberfläche beginnt; die Demineralisation startet subsuperfiziell.
- Erosionen mit Abrasionen oder Attritionen verwechseln.
Säure löst, Speichel baut, Fluorid schützt die Haut.
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De- und Remineralisation, pH-Verlauf und Kariogenität.