Externes Bleaching
Synonyme: Zahnaufhellung · Vitalbleaching · Home Bleaching
Beim externen Bleaching wird ein Peroxidpräparat auf die Außenfläche vitaler Zähne aufgebracht. Wasserstoffperoxid zerfällt zu reaktiven Sauerstoffradikalen, die langkettige Farbstoffmoleküle in der Zahnhartsubstanz oxidativ aufspalten. Man unterscheidet die häusliche Anwendung mit Schiene vom In-Office-Bleaching in der Praxis.
- Wirkprinzip ist die oxidative Spaltung von Farbstoffmolekülen durch Sauerstoffradikale.
- Carbamidperoxid zerfällt zu Wasserstoffperoxid und Harnstoff und wirkt dadurch langsamer und milder.
- Die häufigste Nebenwirkung ist eine reversible Hypersensibilität der Zähne.
- Kompositfüllungen, Kronen und Veneers ändern ihre Farbe durch Bleaching nicht.
- Wartezeit vor adhäsiver Restauration
- ca. 1–2 Wochen nach Bleaching
- Häufigste Nebenwirkung
- reversible Zahnhypersensibilität
Vor jeder Aufhellung sind Karies, undichte Füllungen und Gingivitis auszuschließen und zu behandeln. Der Patient muss darüber aufgeklärt werden, dass vorhandene Restaurationen sich nicht mitaufhellen und danach farblich abweichen können.
- Internes Bleaching
Von der Pulpakammer aus bei avitalem, dunkel verfärbtem Zahn.
- Mikroabrasion
Mechanisch-chemischer Abtrag oberflächlicher Verfärbungen statt chemischer Aufhellung.
- Bleaching bei undichten Füllungen oder freiliegenden Dentinarealen, was starke Schmerzen auslösen kann.
- Fehlende Aufklärung über den späteren Farbunterschied zu bestehenden Restaurationen.
- Adhäsive Restauration unmittelbar nach dem Bleaching, obwohl Restperoxid die Haftwerte herabsetzt.
Bleaching hellt nur natürliche Zahnhartsubstanz auf – Füllungen und Kronen bleiben, wie sie sind.
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Externes und internes Bleaching, Indikation und Risiken.