Zahnverfärbungen
Synonyme: Diskolorationen · Verfärbungen der Zahnhartsubstanz
Zahnverfärbungen werden nach ihrer Lokalisation in extrinsische und intrinsische Formen eingeteilt. Extrinsische Verfärbungen lagern sich der Oberfläche auf und stammen meist aus Nahrungsmitteln, Tabak oder Chlorhexidin. Intrinsische Verfärbungen liegen innerhalb der Hartsubstanz und entstehen etwa durch Trauma, Tetrazykline, Fluorose oder Pulpanekrose.
- Tetrazyklinverfärbungen entstehen durch Einlagerung während der Zahnentwicklung und sind bandförmig verteilt.
- Chlorhexidin verursacht typische bräunliche extrinsische Auflagerungen bei längerer Anwendung.
- Eine graubraune Einzelzahnverfärbung nach Trauma spricht für eine Pulpanekrose mit Blutabbauprodukten.
- Dentalfluorose zeigt diffuse weißliche bis bräunliche Areale ohne scharfe Begrenzung.
- Haupteinteilung
- extrinsisch (aufgelagert) vs. intrinsisch (eingelagert)
- Kritische Phase Tetrazyklin
- während der Zahnentwicklung
Die Einordnung entscheidet über die Therapie: Extrinsische Verfärbungen lassen sich mechanisch entfernen, intrinsische erfordern Bleaching oder restaurative Verfahren. Eine Anamnese zu Medikamenten, Trauma und Ernährungsgewohnheiten ist deshalb unverzichtbar.
- Dentalfluorose
Diffuse, symmetrische Opazitäten mit Fluoridanamnese.
- Pulpanekrose
Einzelzahnverfärbung, meist nach Trauma, mit negativer Sensibilitätsprobe.
- Bleaching bei einer Verfärbung, die durch eine undichte Füllung oder Sekundärkaries verursacht wird.
- Verwechslung von MIH und Fluorose wegen der unterschiedlichen Randbegrenzung.
- Übersehen einer Pulpanekrose als Ursache bei isolierter Verfärbung eines einzelnen Frontzahns.
Extrinsisch heißt aufgelagert und wegpolierbar, intrinsisch heißt eingelagert – nur Letzteres braucht Bleaching.
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