Internes Bleaching
Synonyme: Walking-Bleach-Technik · Avitalbleaching
Das interne Bleaching hellt einen wurzelkanalbehandelten, dunkel verfärbten Zahn von der Pulpakammer aus auf. Nach Entfernung des Wurzelfüllmaterials bis unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze wird ein zervikaler Verschluss gelegt und das Bleichmittel eingebracht. Bei der Walking-Bleach-Technik verbleibt das Mittel über mehrere Tage im Zahn.
- Eine suffiziente Wurzelfüllung ohne apikale Pathologie ist zwingende Voraussetzung.
- Der zervikale Verschluss unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze schützt vor Diffusion des Bleichmittels.
- Als gefürchtete Komplikation gilt die externe zervikale Resorption.
- Typische Indikation ist die Dunkelverfärbung nach Trauma mit nachfolgender Pulpanekrose.
- Zervikaler Verschluss
- ca. 1–2 mm unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze
- Hauptkomplikation
- externe zervikale Resorption
Voraussetzung ist eine dichte, röntgenologisch unauffällige Wurzelfüllung ohne apikale Aufhellung. Der zervikale Verschluss ist zwingend, da sonst Bleichmittel nach zervikal diffundiert.
- Externes Bleaching
Wirkt von außen auf vitale Zähne, ohne Eröffnung der Pulpakammer.
- Veneer
Deckt die Verfärbung ab, statt sie chemisch aufzuhellen – substanzinvasiver.
- Verzicht auf den zervikalen Verschluss, wodurch Bleichmittel ins Desmodont gelangt.
- Durchführung bei insuffizienter Wurzelfüllung, was Reinfektion und Misserfolg begünstigt.
- Zu aggressive Konzentration oder zu lange Liegedauer mit erhöhtem Resorptionsrisiko.
Ohne dichten zervikalen Verschluss droht die zervikale Resorption – dieser Schritt ist nicht optional.
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Externes und internes Bleaching, Indikation und Risiken.