Risiken und Nebenwirkungen der Zahnaufhellung
Synonyme: Bleaching-Nebenwirkungen · Bleaching-Hypersensibilität
Die häufigste Nebenwirkung der Zahnaufhellung ist eine vorübergehende Hypersensibilität, gefolgt von Reizungen der Gingiva bei Kontakt mit dem Gel. Beide Erscheinungen sind in der Regel reversibel und klingen nach Behandlungsende innerhalb weniger Tage ab. Strukturelle Schäden am Schmelz sind bei sachgemäßer Anwendung nicht belegt, wohl aber Veränderungen an Restaurationsoberflächen.
- Hypersensibilität ist die häufigste Nebenwirkung und in der Regel reversibel.
- Adhäsive Restaurationen sollten frühestens etwa zwei Wochen nach Bleichende gelegt werden.
- Vorhandene Restaurationen hellen nicht mit auf und müssen anschließend ersetzt werden.
- Kaliumnitrat und Fluorid mindern die Empfindlichkeit während der Behandlung.
- Wartezeit bis zur adhäsiven Restauration
- ca. 2 Wochen
- Häufigkeit vorübergehender Hypersensibilität
- je nach Protokoll bis über 50 %
- Übliche Rückbildung der Beschwerden
- wenige Tage nach Behandlungsende
Zur Prophylaxe werden Kaliumnitrat- und fluoridhaltige Präparate eingesetzt, die Einwirkzeit reduziert oder Behandlungspausen eingelegt. Bestehende Füllungen und Kronen hellen nicht mit auf und müssen nach Abschluss der Aufhellung farblich angepasst werden – frühestens etwa zwei Wochen später, weil unmittelbar nach dem Bleichen die Haftwerte adhäsiver Systeme reduziert sind.
- Dentinhypersensibilität
Dauerhafte Empfindlichkeit durch freiliegende Dentintubuli, unabhängig vom Bleichen.
- Pulpitis
Anhaltender, nicht reizabhängiger Schmerz mit entzündlicher Ursache.
- Adhäsive Restauration unmittelbar nach dem Bleichen mit deutlich reduzierten Haftwerten.
- Fehlende Aufklärung, dass Kronen und Füllungen ihre Farbe behalten.
- Bleichen bei freiliegenden Zahnhälsen ohne vorherige Abdeckung.
Erst bleichen, zwei Wochen warten, dann füllen – frisch gebleichter Schmelz klebt schlecht.
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Externes und internes Bleaching, Indikation und Risiken.