Knochenaugmentation
Synonyme: GBR · Gesteuerte Knochenregeneration · Bone Grafting
Die Knochenaugmentation stellt ein für die Implantation ausreichendes Knochenlager wieder her. Bei der gesteuerten Knochenregeneration trennt eine Membran das langsam regenerierende Knochengewebe vom schneller proliferierenden Weichgewebe. Als Materialien dienen autologer Knochen sowie allogene, xenogene und alloplastische Ersatzmaterialien.
- Autologer Knochen ist als einziges Material osteogen, osteoinduktiv und osteokonduktiv zugleich.
- Xenogene Materialien wirken überwiegend osteokonduktiv und dienen als langsam resorbierendes Leitgerüst.
- Das Prinzip der GBR beruht auf der Barrierefunktion der Membran gegen einwachsendes Weichgewebe.
- Spannungsfreier Wundverschluss ist Voraussetzung; Membranexposition führt häufig zu Infektion und Materialverlust.
- Goldstandard
- autologer Knochen
- Typische Einheilzeit vor Implantation
- ca. 4–9 Monate, defekt- und materialabhängig
Die Indikation ergibt sich aus dem dreidimensionalen Defizit, das in der DVT-Planung sichtbar wird. Ein spannungsfreier, dichter Wundverschluss ist entscheidend, da Dehiszenzen mit Membranexposition regelhaft zum Misserfolg führen.
- Sinuslift
Spezielle Augmentation des Kieferhöhlenbodens zur vertikalen Knochengewinnung im Oberkieferseitenzahnbereich.
- Socket Preservation
Präventive Auffüllung der Alveole direkt nach Extraktion, um Resorption vorzubeugen.
- Wundverschluss unter Spannung mit nachfolgender Dehiszenz und Freiliegen der Membran.
- Gleichsetzung von Knochenersatzmaterial und autologem Knochen trotz unterschiedlicher biologischer Wertigkeit.
- Unterschätzung der Resorption des Augmentats, wodurch das Implantat später ungünstig positioniert steht.
Autologer Knochen ist der Goldstandard, weil nur er osteogen wirkt – Ersatzmaterialien sind lediglich osteokonduktiv.
Medien werden gesucht …
Verfahren und Materialien zur Verbreiterung des Lagers.