ZahnLexikon
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Physiologie & Biochemie
KI-generiert
Kariologie und Schmelzchemie

Kohlenhydrate und Kariogenität

Synonyme: Zuckerstoffwechsel · Kariogene Ernährung

Definition

Kariogene Bakterien verstoffwechseln niedermolekulare Kohlenhydrate zu organischen Säuren, vor allem Milchsäure. Saccharose nimmt eine Sonderstellung ein, da sie zusätzlich als Substrat für extrazelluläre Glukane dient, die die Haftung des Biofilms verbessern. Entscheidend für das Kariesrisiko ist die Frequenz der Zufuhr, nicht allein die Gesamtmenge.

Prüfungsfokus
  • Hauptstoffwechselprodukt der kariogenen Flora ist Milchsäure.
  • Saccharose ist besonders kariogen, weil sie zusätzlich die Glukansynthese ermöglicht.
  • Die Frequenz der Zuckerzufuhr ist bedeutsamer als die absolute Menge.
  • Zuckeraustauschstoffe wie Xylit werden von kariogenen Bakterien nicht zu Säure verstoffwechselt.
Zahlen & Werte
Wichtigste Säure
Milchsäure
Entscheidender Faktor
Frequenz der Zufuhr
Klinische Relevanz

Häufige kleine Zuckerimpulse halten den pH-Wert dauerhaft im kritischen Bereich und verhindern die Remineralisation. Die Ernährungsberatung zielt deshalb primär auf die Reduktion der Zwischenmahlzeiten.

Abgrenzung
  • Xylit

    Nicht zu Säure verstoffwechselbar und daher nicht kariogen.

  • Stärke

    Muss erst gespalten werden und wirkt dadurch weniger unmittelbar kariogen.

Typische Fallstricke
  • Beratung allein zur Zuckermenge ohne Berücksichtigung der Aufnahmefrequenz.
  • Übersehen versteckter Zucker in Getränken, Säften und vermeintlich gesunden Snacks.
  • Gleichsetzung aller Kohlenhydrate hinsichtlich ihrer Kariogenität.
Merksatz

Nicht wie viel, sondern wie oft – die Frequenz der Zuckeraufnahme steuert das Kariesrisiko.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Kariologie und Schmelzchemie

De- und Remineralisation, pH-Verlauf und Kariogenität.