Kompositschichttechnik
Synonyme: Layering · Direkte Kompositrestauration
Bei der Schichttechnik wird Komposit in mehreren Massen unterschiedlicher Transluzenz aufgebaut, um den natürlichen Schichtaufbau von Dentin und Schmelz nachzuahmen. Dentinmassen sind opaker und tragen die Sättigung, Schmelzmassen transluzenter und bestimmen Helligkeit und Tiefenwirkung. So entsteht ein lichtoptisch natürlicher Eindruck.
- Inkrementelle Schichtung reduziert die Auswirkungen der Polymerisationsschrumpfung auf den Randbereich.
- Der C-Faktor beschreibt das Verhältnis gebundener zu freier Oberflächen und beeinflusst den Schrumpfungsstress.
- Transluzente Schmelzmassen erzeugen Tiefenwirkung, opake Dentinmassen die Grundsättigung.
- Absolute Trockenlegung ist Voraussetzung für einen zuverlässigen adhäsiven Verbund.
- Empfohlene Schichtstärke
- in der Regel maximal ca. 2 mm pro Inkrement
- Steuerungsgröße
- C-Faktor (Konfigurationsfaktor)
Die Technik erlaubt substanzschonende ästhetische Korrekturen direkt am Stuhl und ist gut reparierbar. Sie erfordert allerdings Trockenlegung, Zeit und Erfahrung, um Polymerisationsschrumpfung und Randspalten zu kontrollieren.
- Veneer
Indirekt im Labor gefertigt, farbstabiler, aber teurer und weniger reparaturfreundlich.
- Bulk-Fill-Komposit
Erlaubt größere Schichtstärken, bietet aber geringere ästhetische Differenzierung.
- Applikation in einer einzigen dicken Schicht mit erhöhtem Schrumpfungsstress und Randspaltbildung.
- Verwendung nur einer Universalmasse, was zu monochromen, unnatürlich wirkenden Restaurationen führt.
- Unzureichende Polymerisationszeit oder zu großer Abstand der Lichtleiterspitze.
Dentinmassen machen die Sättigung, Schmelzmassen die Helligkeit – wer nur eine Masse nutzt, bekommt einen flachen, leblosen Zahn.
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Veneers und Kompositschichtung im sichtbaren Bereich.