Veneers
Synonyme: Keramikschale · Verblendschale · Facette
Veneers sind dünne keramische Schalen, die adhäsiv auf die Labialfläche von Frontzähnen geklebt werden. Sie korrigieren Farbe, Form, Stellung und kleinere Substanzdefekte bei vergleichsweise geringem Substanzabtrag. Die Verbundfestigkeit beruht auf der adhäsiven Befestigung an konditioniertem Schmelz.
- Die adhäsive Befestigung an Schmelz ist deutlich dauerhafter als an Dentin.
- Feldspatkeramik und Lithiumdisilikat sind gängige Werkstoffe mit unterschiedlicher Transluzenz und Festigkeit.
- Vor der Präparation wird die Zielform über ein Wax-up und Mock-up festgelegt.
- Bei geplanter Aufhellung erfolgt das Bleaching vor der Farbwahl des Veneers, nicht danach.
- Typische Schichtstärke
- ca. 0,3–0,7 mm
- Prognostisch entscheidend
- Präparationsgrenze möglichst vollständig im Schmelz
Der wichtigste prognostische Faktor ist die Präparation im Schmelz, da der Verbund zu Dentin deutlich schwächer ist. Bei starkem Bruxismus oder ausgedehnten Substanzverlusten ist die Indikation kritisch zu prüfen.
- Kompositschichttechnik
Direkt am Stuhl, reparaturfreundlicher und günstiger, aber weniger farbstabil.
- Vollkrone
Zirkuläre Umfassung mit deutlich höherem Substanzabtrag.
- Präparation bis ins Dentin, was Verbund und Langzeitprognose deutlich verschlechtert.
- Farbnahme nach dem Bleaching ohne Abwarten der Farbrückstabilisierung.
- Veneers bei unbehandeltem Bruxismus ohne Schutzschiene, mit hoher Frakturrate.
Ein Veneer lebt vom Schmelzverbund – wer im Dentin präpariert, verschlechtert die Prognose erheblich.
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Veneers und Kompositschichtung im sichtbaren Bereich.