Veneerpräparation
Synonyme: Verblendschalenpräparation · Veneer-Präparationsformen
Die Präparation für keramische Verblendschalen erfolgt möglichst vollständig im Schmelz, weil nur der Schmelzverbund den dauerhaften adhäsiven Halt sichert. Übliche Formen sind die Fensterpräparation ohne Einbeziehung der Inzisalkante, die Butt-Joint-Präparation mit gerader Kürzung und die Overlap-Präparation mit palatinaler Umfassung. Approximal wird der Kontaktpunkt je nach Ausgangssituation belassen oder gelöst.
- Der adhäsive Verbund zum Schmelz ist dem zum Dentin deutlich überlegen; die Präparation soll im Schmelz bleiben.
- Übliche Präparationsformen sind Fenster-, Butt-Joint- und Overlap-Präparation.
- Der vestibuläre Abtrag beträgt je nach Bereich etwa 0,3–0,7 mm.
- Die Präparation wird über Silikonschlüssel aus dem Wax-up kontrolliert.
- Vestibulärer Abtrag zervikal
- ca. 0,3 mm
- Vestibulärer Abtrag inzisal
- ca. 0,5–0,7 mm
- Inzisale Kürzung bei Overlap
- ca. 1,5–2 mm
Substanzabtrag und Präparationsform werden über einen Wax-up und ein Mock-up geplant und mit Silikonschlüsseln kontrolliert, statt frei Hand abzutragen. Die Präparationsgrenze wird möglichst supragingival oder auf Höhe des Gingivarandes gelegt, um die Abformung zu erleichtern und das Weichgewebe zu schonen.
- Non-Prep-Veneers
Verzichten ganz oder nahezu vollständig auf Abtrag und erfordern ausreichend Platz nach vestibulär.
- Kronenpräparation
Umfasst den Zahn zirkulär mit deutlich höherem Substanzverlust.
- Freihandpräparation ohne Schlüssel mit unbemerkter Dentinexposition.
- Zu tief subgingivale Präparationsgrenze mit Blutung, schlechter Abformung und Weichgewebsreizung.
- Scharfe Innenkanten, die im Sinterprozess und unter Belastung zu Rissen in der dünnen Keramik führen.
Im Schmelz bleiben – jeder Millimeter Dentin an der Präparationsgrenze kostet Verbund und Prognose.
Medien werden gesucht …
Veneers und Kompositschichtung im sichtbaren Bereich.