ZahnLexikon
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Propädeutik
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Zahnärztliche Werkstoffkunde

Kunststoffe und Polymerisation

Synonyme: Polymere in der Zahnmedizin · Lichthärtung

Definition

Zahnärztliche Kunststoffe entstehen durch Polymerisation von Monomeren zu langkettigen Polymeren. Die Reaktion kann chemisch, durch Licht oder dual initiiert werden. Kompositwerkstoffe bestehen aus organischer Matrix, anorganischen Füllkörpern und einer Silanschicht als Verbundvermittler.

Prüfungsfokus
  • Komposite bestehen aus organischer Matrix, Füllkörpern und Silan als Verbundvermittler.
  • Der Füllkörperanteil bestimmt maßgeblich Festigkeit und Abrasionsverhalten.
  • Die Polymerisationsschrumpfung erzeugt Spannungen am Verbund zur Zahnhartsubstanz.
  • Die Sauerstoffinhibitionsschicht bleibt unpolymerisiert und ermöglicht den Schichtverbund.
Zahlen & Werte
Verbundvermittler
Silan zwischen Matrix und Füllkörper
Kritische Größe
Polymerisationsschrumpfung
Klinische Relevanz

Bei der Polymerisation entsteht ein Volumenschwund, der Spannungen am Restaurationsrand erzeugt. Eine Sauerstoffinhibitionsschicht an der Oberfläche bleibt unpolymerisiert und ermöglicht den Verbund weiterer Schichten.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Zu großer Abstand der Lichtleiterspitze mit deutlichem Abfall der Lichtintensität.
  • Zu kurze Belichtungszeit mit unzureichendem Durchhärtungsgrad in der Tiefe.
  • Entfernen der Inhibitionsschicht zwischen den Schichten, was den Verbund schwächt.
Merksatz

Die klebrige Oberflächenschicht ist kein Fehler – die Sauerstoffinhibitionsschicht verbindet die nächste Inkrementlage.

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Zusammenhänge
Teil von: Zahnärztliche Werkstoffkunde

Abformmassen, Legierungen, Keramiken, Kunststoffe und Zemente.