Dentalkeramiken
Synonyme: Vollkeramik · Lithiumdisilikat · Zirkondioxid
Dentalkeramiken werden nach ihrer Zusammensetzung in Silikatkeramiken und Oxidkeramiken eingeteilt. Silikatkeramiken wie Feldspat- und Lithiumdisilikatkeramik sind ätzbar und ästhetisch hochwertig. Oxidkeramiken wie Zirkondioxid sind deutlich fester, lassen sich aber nicht mit Flusssäure konditionieren.
- Silikatkeramiken lassen sich mit Flusssäure ätzen und silanisieren.
- Zirkondioxid ist nicht flusssäureätzbar und benötigt andere Vorbehandlungsverfahren.
- Keramiken sind druckfest, aber empfindlich gegenüber Zugspannungen.
- Mindestschichtstärken sind materialabhängig einzuhalten, um Frakturen zu vermeiden.
- Silikatkeramik
- flusssäureätzbar, adhäsiv zu befestigen
- Oxidkeramik
- nicht flusssäureätzbar, sehr hohe Festigkeit
Die Werkstoffwahl bestimmt das Befestigungsverfahren: Silikatkeramiken werden adhäsiv befestigt, Zirkondioxid kann konventioneller zementiert werden. Keramiken sind druckfest, aber zugempfindlich, weshalb Mindestschichtstärken einzuhalten sind.
- Feldspatkeramik
Höchste Transluzenz und Ästhetik bei geringster Festigkeit.
- Zirkondioxid
Höchste Festigkeit, klassisch opaker, für weitspannige Gerüste geeignet.
- Versuch, Zirkondioxid mit Flusssäure zu konditionieren, was wirkungslos bleibt.
- Unterschreitung der Mindestschichtstärke mit erhöhtem Frakturrisiko.
- Adhäsive Befestigung ohne korrekte Silanisierung der Silikatkeramik.
Ätzbar oder nicht ätzbar – das trennt Silikat- von Oxidkeramik und entscheidet über die Befestigung.
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