Matrixmetalloproteinasen
Synonyme: MMPs · Kollagenasen
Matrixmetalloproteinasen sind zinkabhängige Enzyme, die Bestandteile der extrazellulären Matrix wie Kollagen abbauen. Sie sind an physiologischem Gewebeumbau ebenso beteiligt wie an pathologischer Gewebedestruktion. Ihre Aktivität wird durch Gewebeinhibitoren, die TIMPs, gegenreguliert.
- MMPs sind zinkabhängige Enzyme des extrazellulären Matrixabbaus.
- TIMPs wirken als körpereigene Gegenspieler der MMPs.
- Bei Parodontitis stammt der Kollagenabbau überwiegend aus wirtseigenen Enzymen.
- MMP-Aktivität im Dentin wird für die Degradation der adhäsiven Hybridschicht mitverantwortlich gemacht.
- Kofaktor
- Zink
- Gegenspieler
- TIMPs (Gewebeinhibitoren)
Bei Parodontitis stammt ein wesentlicher Teil des Kollagenabbaus aus wirtseigenen MMPs, nicht direkt von Bakterien. Auch die Degradation der Hybridschicht adhäsiver Restaurationen wird auf MMP-Aktivität im Dentin zurückgeführt.
- Bakterielle Proteasen
Direkt von Erregern gebildet, aber quantitativ nachrangig.
- Osteoklastäre Resorption
Baut mineralisierten Knochen ab, nicht primär die Kollagenmatrix des Weichgewebes.
- Zuschreibung des parodontalen Gewebeabbaus allein an bakterielle Enzyme.
- Übersehen der Bedeutung des MMP-TIMP-Gleichgewichts für die Krankheitsprogression.
- Unterschätzung der MMP-Rolle für die Langzeitstabilität adhäsiver Verbunde.
Bei Parodontitis zerstören nicht die Bakterien das Gewebe – sie lösen die wirtseigene Enzymantwort aus, die es tut.
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Abwehrmechanismen, Mediatoren und Gewebeabbau.