ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionstherapie

Physiotherapie und Eigenübungen bei CMD

Synonyme: Manuelle Therapie · Selbstmanagement bei CMD · Übungstherapie

Definition

Physiotherapie und angeleitete Eigenübungen sind fester Bestandteil der Behandlung myogener Funktionsstörungen. Dazu gehören manuelle Techniken an Muskulatur und Gelenk, Dehnung, Koordinations- und Bewegungsübungen sowie Haltungsschulung. Ergänzend steht das Selbstmanagement: Aufklärung, Wärmeanwendung, weiche Kost und das bewusste Vermeiden von Parafunktionen.

Prüfungsfokus
  • Aufklärung und Selbstmanagement sind bei myogener CMD Erstmaßnahmen mit guter Evidenz.
  • Reversible Maßnahmen gehen irreversiblen okklusalen Eingriffen grundsätzlich voraus.
  • Übungstherapie umfasst Dehnung, Koordination und Haltungsschulung.
  • Wärme wird bei muskulären Beschwerden bevorzugt, Kälte eher bei akut entzündlichen Gelenkzuständen.
Zahlen & Werte
Übliche Übungsfrequenz
mehrmals täglich in kurzen Einheiten
Beurteilungszeitraum des Selbstmanagements
ca. 4–8 Wochen
Erstlinienmaßnahme bei myogener CMD
reversibel und nichtinvasiv
Klinische Relevanz

Für myogene Beschwerden ist die Kombination aus Aufklärung, Selbstmanagement und Übungstherapie gut belegt und sollte vor irreversiblen okklusalen Maßnahmen stehen. Das Prinzip der reversiblen Therapie zuerst gilt in der Funktionslehre durchgehend: Einschleifen und prothetische Neuversorgung sind keine Erstmaßnahmen.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Okklusales Einschleifen als Erstmaßnahme bei rein muskulärer Symptomatik.
  • Verordnung von Physiotherapie ohne begleitende Aufklärung und Übungsanleitung.
  • Unterschätzen von Parafunktionen im Alltag, die den Therapieerfolg fortlaufend untergraben.
Merksatz

Reversibel vor irreversibel – aufklären und üben kommt lange vor dem Einschleifen.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionstherapie

Schienentherapie und begleitende Behandlungsmaßnahmen.