ZahnLexikon
← Zurück zum Lexikon
Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionstherapie

Okklusionsschiene

Synonyme: Aufbissschiene · Michigan-Schiene · Knirscherschiene

Definition

Die Okklusionsschiene ist eine herausnehmbare, meist im Oberkiefer getragene Kunststoffschiene mit definierter Okklusionsgestaltung. Sie schützt die Zahnhartsubstanz vor Attrition, entlastet Muskulatur und Gelenke und stabilisiert die Unterkieferposition. Als reversible Maßnahme steht sie am Anfang der CMD-Therapie.

Prüfungsfokus
  • Die Michigan-Schiene ist eine Stabilisierungsschiene mit gleichmäßigen Kontakten und Eckzahnführung.
  • Sie wirkt reversibel und verändert die Zahnhartsubstanz nicht.
  • Regelmäßige Adjustierung ist notwendig, da sich Okklusion und Muskeltonus unter Therapie ändern.
  • Nicht adjustierte oder partiell abdeckende Schienen können unerwünschte Zahnbewegungen verursachen.
Zahlen & Werte
Typische Trageempfehlung
meist nachts, indikationsabhängig
Kontrollintervall initial
kurzfristig nach Eingliederung, dann regelmäßig
Klinische Relevanz

Die Michigan-Schiene bietet gleichmäßige Kontakte aller Antagonisten und Eckzahnführung bei Exkursionsbewegungen. Regelmäßige Kontrollen sind erforderlich, da eine unadjustierte Schiene unerwünschte Zahnbewegungen verursachen kann.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Abgabe ohne Kontrolltermine, wodurch Elongationen unbemerkt entstehen.
  • Schienen, die nur einen Teil der Zahnreihe abdecken, mit Gefahr der Intrusion oder Elongation.
  • Verwechslung von Stabilisierungs- und Repositionierungsschiene, die unterschiedliche Ziele verfolgen.
Merksatz

Eine Schiene ohne Nachkontrolle ist kein Schutz, sondern ein kieferorthopädisches Gerät.

Bilder & Videos

Medien werden gesucht …

Zusammenhänge
Teil von: Funktionstherapie

Schienentherapie und begleitende Behandlungsmaßnahmen.