ZahnLexikon
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Funktionslehre & CMD
KI-generiert
Funktionstherapie

Okklusales Einschleifen

Synonyme: Selektives Einschleifen · Okklusionskorrektur · Äquilibrierung

Definition

Beim okklusalen Einschleifen werden Störkontakte durch gezielten Substanzabtrag beseitigt, um gleichmäßige Kontakte in zentrischer Relation und störungsfreie Exkursionsbewegungen zu erreichen. Weil dabei Zahnhartsubstanz unwiederbringlich entfernt wird, ist der Eingriff irreversibel und erfordert eine klare Indikation sowie eine sorgfältige Vorplanung.

Prüfungsfokus
  • Das Einschleifen ist irreversibel und erfordert eine vorherige Modellanalyse im Artikulator.
  • Bei akuter Symptomatik geht die reversible Schienentherapie voraus.
  • Angestrebt werden gleichmäßige Kontakte in zentrischer Relation und eine störungsfreie Führung.
  • Eine Einschleifprobe am Duplikatmodell zeigt vorab, ob das Ziel ohne Substanzverlust in kritischem Ausmaß erreichbar ist.
Zahlen & Werte
Vorgehen bei akuter Symptomatik
erst reversible Schienentherapie
Übliches Führungskonzept
Front-Eckzahn-Führung
Reversibilität
keine
Klinische Relevanz

Vor jedem Einschleifen steht eine Analyse am montierten Modell im Artikulator, häufig als Einschleifprobe am Duplikatmodell. Ziel ist ein definiertes Konzept – meist Front-Eckzahn-Führung mit gleichmäßiger Abstützung im Seitenzahnbereich. Bei akuten Beschwerden wird zunächst reversibel mit einer Schiene therapiert, bis die Muskulatur entspannt und die Kieferrelation stabil ist.

Abgrenzung
Typische Fallstricke
  • Einschleifen direkt im Mund ohne vorherige Modellanalyse.
  • Korrektur bei muskulär verspannter, nicht reproduzierbarer Kieferrelation.
  • Abtrag am Antagonisten statt am eigentlichen Störkontakt mit sich fortsetzender Kaskade.
Merksatz

Erst am Gipsmodell einschleifen, dann im Mund – der Zahn wächst nicht nach.

Bilder & Videos

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Zusammenhänge
Teil von: Funktionstherapie

Schienentherapie und begleitende Behandlungsmaßnahmen.