Recall und Terminmanagement
Synonyme: Recall-System · Erinnerungssystem · Terminorganisation
Das Recall-System ist die strukturierte Wiedereinbestellung von Patienten in risikoabhängigen Intervallen. Es überführt die Nachsorge von der Eigeninitiative des Patienten in einen organisierten Praxisablauf und ist damit die organisatorische Grundlage jeder langfristigen Prävention – insbesondere in der unterstützenden Parodontal- und Implantattherapie.
- Recall-Intervalle werden risikoorientiert festgelegt, nicht pauschal.
- In der unterstützenden Parodontaltherapie sind Intervalle von 3 bis 12 Monaten gebräuchlich.
- Für Erinnerungen per E-Mail oder SMS ist eine dokumentierte Einwilligung erforderlich.
- Das Recall-System ist ein typischer Bestandteil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.
- Intervall in der unterstützenden Parodontaltherapie
- 3–12 Monate je nach Risiko
- Intervall bei Implantatnachsorge
- meist 3–6 Monate
- Voraussetzung für elektronische Erinnerung
- dokumentierte Einwilligung
Die Intervalle richten sich nach dem individuellen Risiko und nicht nach einem festen Halbjahresrhythmus. Erinnerungen per Post, Telefon oder elektronisch setzen eine dokumentierte Einwilligung voraus, insbesondere bei E-Mail und SMS. Ein funktionierendes Terminmanagement mit realistischen Zeitfenstern und einem Umgang mit Nichterscheinen ist Teil desselben Systems.
- Unterstützende Parodontaltherapie
Der medizinische Inhalt der Nachsorge; das Recall-System ist die Organisation dahinter.
- Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis
Übergeordnetes System, in dem der Recall ein einzelner Prozess ist.
- Einheitliches Halbjahresintervall für alle Patienten unabhängig vom Risiko.
- Elektronische Erinnerungen ohne dokumentierte Einwilligung.
- Fehlende Nachverfolgung ausgefallener Termine, wodurch Risikopatienten unbemerkt herausfallen.
Das Intervall folgt dem Risiko, nicht dem Kalender – und jede Erinnerung braucht eine Einwilligung.
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Praxisformen, Gründung und organisatorische Abläufe.